Dass die Bundesregierung im Überschwang der eigenen Begeisterung von der „alternativlosen Energiewende“ im Mai 2011 ein Planziel von einer Million (!) E-Autos bis 2020 verkündete, bis heute aber erst 29.000 fahren – geschenkt. Dass vor dem gleichen geistigen Hintergrund nach den Plänen der Bundesregierung bis zum Jahr 2030 eine Leistung von 15.000 MW an Windstrom aus der Nordsee am Netz sein soll, ohne dass auch nur ein Gedanke an die jahr(zehnt)elangen Genehmigungsverfahren für die notwendigerweise zugehörigen Stromtrassen gen Süddeutschland verschwendet wurde – kann vorkommen.
Bild: Heizungsjournal GmbH
Was sich aktuell aber
rund um den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) abspielt, ist schlichtweg
ein Trauerspiel.
Da wird mit großem Ballyhoo (der Duden übersetzt das sinnigerweise mit: marktschreierische
Propaganda) die „Energieeffizienz“ zur „wichtigsten tragenden Säule
der Energiewende“ (Zitat: dena) gemacht – nur um ein paar Wochen später
krachend an der Finanzierung der steuerlichen Förderung zu scheitern.
11 Prozent Förderung bis maximal 25.000 Euro Investition, gleichzeitig eine
Kappungsgrenze beim ursprünglich auf pauschal 20 Prozent festgelegten Handwerkerbonus
– es wird auf einmal über Rahmenbedingungen gesprochen, die nur
noch lächerlich sind.
40 Prozent des Primärenergieverbrauchs in D entfallen auf den Gebäudebereich.
Das kann mittlerweile fast jedes ökologisch im Elternhaus auch nur halbwegs
konditionierte Grundschulkind laut aufsagen. 11 Prozent Förderung bei einer
durchschnittlichen Investitionssumme für den Heizungstausch von weniger als
10.000 Euro, dazu noch ein abgeschmolzener Handwerkerbonus bzw. die Einführung
eines Sockelbetrages – wer so etwas noch als „staatliche Förderung“ ansieht,
um diesen Anteil signifikant zu verringern, der hat ein paar grundlegende marktwirtschaftliche
Funktionsmechanismen schlicht und einfach nicht begriffen.
Den gesamten Beitrag lesen Sie im neuen
Heft 4/5 - Mai 2015.
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