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News vom 30.04.2015

Erst kam NAPE – und dann politische Lächerlichkeit

Dass die Bundesregierung im Überschwang der eigenen Begeisterung von der „alternativlosen Energiewende“ im Mai 2011 ein Planziel von einer Million (!) E-Autos bis 2020 verkündete, bis heute aber erst 29.000 fahren – geschenkt. Dass vor dem gleichen geistigen Hintergrund nach den Plänen der Bundesregierung bis zum Jahr 2030 eine Leistung von 15.000 MW an Windstrom aus der Nordsee am Netz sein soll, ohne dass auch nur ein Gedanke an die jahr(zehnt)elangen Genehmigungsverfahren für die notwendigerweise zugehörigen Stromtrassen gen Süddeutschland verschwendet wurde – kann vorkommen.

Bild: Heizungsjournal GmbH
Bild: Heizungsjournal GmbH
Was sich aktuell aber rund um den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) abspielt, ist schlichtweg ein Trauerspiel.

Da wird mit großem Ballyhoo (der Duden übersetzt das sinnigerweise mit: marktschreierische Propaganda) die „Energieeffizienz“ zur „wichtigsten tragenden Säule der Energiewende“ (Zitat: dena) gemacht – nur um ein paar Wochen später krachend an der Finanzierung der steuerlichen Förderung zu scheitern. 11 Prozent Förderung bis maximal 25.000 Euro Investition, gleichzeitig eine Kappungsgrenze beim ursprünglich auf pauschal 20 Prozent festgelegten Handwerkerbonus – es wird auf einmal über Rahmenbedingungen gesprochen, die nur noch lächerlich sind.

40 Prozent des Primärenergieverbrauchs in D entfallen auf den Gebäudebereich. Das kann mittlerweile fast jedes ökologisch im Elternhaus auch nur halbwegs konditionierte Grundschulkind laut aufsagen. 11 Prozent Förderung bei einer durchschnittlichen Investitionssumme für den Heizungstausch von weniger als 10.000 Euro, dazu noch ein abgeschmolzener Handwerkerbonus bzw. die Einführung eines Sockelbetrages – wer so etwas noch als „staatliche Förderung“ ansieht, um diesen Anteil signifikant zu verringern, der hat ein paar grundlegende marktwirtschaftliche Funktionsmechanismen schlicht und einfach nicht begriffen.

Den gesamten Beitrag lesen Sie im neuen Heft 4/5 - Mai 2015.

Weitere Beiträge im neuen HeizungsJournal:

  • Dr. Timm Kehler: „Effizientes Heizen ist der Schlüssel – Studie zeigt, wie Klimaschutz in Mehrfamilienhäusern gelingen kann“
  • Antonio Fischetti: „Bewusst heizen, Kosten sparen – Modellvorhaben unterzieht Verbrauchsinformationen einem Praxistest“
  • Dr. Renate Weisse: „Über dem Stand der Technik – Erfinderpersönlichkeiten im Heizungs-, Klima- und Sanitärbereich“
  • Dipl.-Phys. Sven Petersen: „Bauphysikalisch sicher – Wandheizung und Innendämmung in Altbauten“
  • „Luft/Wasser-Wärmepumpe wird auf Sicht zum Standard in Neubau und Sanierung!“ Tomas Prigge, Produktmanager bei Fujitsu, zur aktuellen Lage des Wärmepumpenmarktes
  • Lebenszykluskosten zählen – Was wir von anderen Ländern lernen können
  • Adel verpflichtet – zu KWK: Kraft-Wärme-Kopplung liefert Energie für mehrere Gebäude
  • Der neue Doblò Cargo punktet mit Funktionalität – Fiat Professional bringt vierte Generation auf den Markt

Wollen Sie dies und noch viel mehr lesen? Besuchen Sie uns auf www.heizungsjournal.de.
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