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News vom 17.04.2002

Leicht und leistungsstark: Fußbodenheizung im Trockensystem von Cuprotherm


Bereits die Hälfte aller Bauherren von Ein- und Zweifamilienhäusern entscheiden sich für eine Fußbodenheizung. Aber: Die private Bautätigkeit stagniert im Moment. Ein erhebliches Potenzial liegt in der Altbausanierung – gut drei Viertel aller Wohngebäude in Deutschland müssen in den nächsten zehn Jahren modernisiert werden. Eine kritische Bewertung vorhandener Haustechnik ist dabei zu erwarten, wofür unter anderem die Energieeinsparverordnung sorgt. Das wird auch den Einzug von Niedertemperaturheizsystemen in den Bestand fördern. Bislang stieß der Einbau einer Fußbodenheizung bei der Sanierung von Gebäuden oder dem Dachgeschossausbau häufig auf konstruktive oder statische Probleme: eine zu große Aufbauhöhe oder eine zu hohe Flächenbelastung durch den Heizestrich. Mit dem neuen Trockenbausystem TBS bietet der cuprotherm-Hersteller Wieland-Werke eine Fußbodenheizungsvariante, die sich vor allem durch eine geringe Aufbauhöhe und hohe Heizleistungen bei niedrigem Flächengewicht auszeichnet. Außerdem ist die Lösung flexibel zu verlegen und montagefreundlich. Sie besteht wie alle cuprotherm-Systeme aus hochwertigem, Sauerstoff undurchlässigem ummanteltem Kupferrohr der Dimension 10 x 0,6 mm. Darüber hinaus werden nur drei weitere Basiskomponenten benötigt: die Dämm-und Verlegeplatten mit einem Wärmedurchlasswiderstand von 0,56 m² K/W sowie Wärmeleitlamellen und Wärmeleitbogen. Die Aufbauhöhe mit einer Trockenestrichplatte beträgt 50 Millimeter. Das Gewicht der Gesamtkonstruktion nur rund 50 kg/m² – anstelle von rund 130 kg/m² bei einer herkömmlichen Estrichschicht.

Deutlicher Vorteil bei der Installation: Mit dem Grundelement aus PS-30 lassen sich alle Verlegesituationen abdecken; besondere Kopfstücke für Randzonen sind nicht erforderlich. Das reduziert die Lagerhaltung und damit Kosten. Einbauvoraussetzung für cuprotherm-TBS ist ein trockener und ebener Untergrund, der den Anforderungen nach DIN 18202, Tabelle 3, Zeile 4, entspricht; gegebenenfalls muss eine Niveauausgleichsschicht vorgesehen werden. Bei Bedarf steht auch eine zusätzliche cuprotherm-Systemdämmung für Zwischendecken gegen beheizte Räume zur Verfügung.

Auf dem vorbereiteten Untergrund wird zunächst der Randdämmstreifen ausgelegt, unter dessen Folie dann die 25 Millimeter-Systemplatten geschoben und von dort aus dann flächig verlegt werden. Je nach Anforderung lässt sich der Trittschallschutz durch die systemeigene PE-Trittschallbahn verbessern. Durch die Anordnung der Grundelemente kann eine mäander- oder schneckenförmige Verlegung der Kupferrohre vorgegeben beziehungsweise beide Varianten kombiniert werden. Zum Setzen der Wärmeleitlamellen und -bögen wird deren Blechnase in die Styropordämmplatte gedrückt. Die Lamellen aus Stahlblech dienen dem effizienten Wärmetransport von der Rohrwand auf das Trockenestrichelement. Die Lamellen lassen sich durch vorhandene Sollbruchstellen in einem Abstand von zehn Zentimetern werkzeuglos verarbeiten. Die Wärmeleitbögen mit einem Radius von 180 ° führen das Flächenheizungsrohr sauber in den Umlenkbereichen und sorgen auch in Randzonen mit höherem Leistungsbedarf für eine optimale Wärmeabgabe. In den Lamellen und Bögen wird das Kupferrohr der Dimension 10 x 0,6 Millimeter mit einem Abstand von 12,5 beziehungsweise 25 Zentimetern verlegt. Auch mit der geringen Rohrabmessung ist eine hohe Heizleistung bei guter Regelfähigkeit Gewähr leistet, da die Trockenbaukonstruktion leicht und niedrig ist. Die Verarbeitung der Kupferrohre erfolgt wie gewohnt: Sie können entweder gelötet oder verpresst werden. Bei der Anbindung mit Klemmringverschraubungen an den Verteiler sind Stützhülsen zu verwenden.

Den Abschluss der Trockenbaukonstruktion bilden gemäß Herstellerangaben frei wählbare, geeignete Trockenestrichelemente. Das TB-System von cuprotherm kann aber auch mit Calciumsulfat- und Zementestrichen kombiniert werden; um hier mit einer reduzierten Aufbauhöhe von 30 Millimetern arbeiten zu können, ist jedoch eine spezielle Eignungsprüfung erforderlich.
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