Licht und Schatten kennzeichnen die Entwicklung bei stationären Brennstoffzellen für den Einsatz zur Hausenergieversorgung. Nach Ceramic Fuel Cells und Hexis hat mit Viessmann ein weiterer Anbieter mit der Markteinführung begonnen. Buderus und Junkers wollen im kommenden Jahr folgen. Mit Solidpower ist zur Hannover Messe ein neuer Anbieter hinzugekommen. Während Vaillant und Elcore weitere Fortschritte verzeichnen können und Baxi Innotech mit einem neuen Systempartner aufwartet, befand sich Ceramic Fuel Cells Ende März überraschend in einem vorläufigen Insolvenzverfahren.
Bild: HeizungsJournal GmbH
Die deutsche Brennstoffzellenindustrie hat inzwischen einige 100 Notstromversorgungsanlagen,
über 1.000 Brennstoffzellenheizgeräte und mehrere 10.000 portable Brennstoffzellen zur netzunabhängigen
Stromversorgung von Freizeitfahrzeugen und Sicherheitstechnik auf den Markt gebracht, gab die VDMA Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen (VDMA AG BZ) – ein Industrienetzwerk für gut 60 Hersteller von Brennstoffzellen-Systemen und -Komponenten in Deutschland – anlässlich ihrer Mitgliederversammlung
Anfang April bekannt. „Es gilt nun, den Markthochlauf zu beschleunigen“, bekräftigt der Vorsitzende
Dr. Manfred Stefener (Elcore). Dazu brauche die Industrie verlässliche Rahmenbedingungen und eine möglichst geschlossene Lieferkette.
Die Umsätze der Brennstoffzellenindustrie in Deutschland mit kommerziell verfügbaren Brennstoffzellen-Heizgeräten und Stromversorgungsanlagen waren in 2014 mit 70 Mio. Euro noch moderat. Doch der VDMA erwartet für das laufende Jahr ein Wachstum von 80 Prozent. Die Brennstoffzellenindustrie könne daher optimistisch voraus blicken. „Im laufenden Jahr rechnen wir allein mit Brennstoffzellen zur Stromerzeugung
mit einem Umsatzvolumen in dreistelliger Millionenhöhe“, erklärt Stefener wenige Tage später auf der Hannover Messe. Doch gebe es gegenüber früheren Prognosen Verzögerungen bei der kurz- bis mittelfristigen Technologieeinführung. Die Unternehmen erwarten für 2020 nun einen von 2,0 Mrd. Euro leicht auf 1,8 Mrd. Euro reduzierten Branchenumsatz.
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Heft 6 - Juni 2015.
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