Wie gestaltete sich die aktuelle Entwicklung der Rohölimporte gegenüber der des Vorjahres, wie entwickelte sich der Preis und welches sind die wichtigsten Lieferländer? Der aktuelle Blick auf das Öl gibt die Antworten.
Die Öleinfuhren nach Ursprungsländern. Quelle: BAFA Im Juni 2015 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 7,8 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Das waren 18,2 % mehr als ein Jahr zuvor (6,6 Millionen Tonnen). Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl frei deutsche Grenze betrug im Juni 412,48 Euro und lag damit um -32,3 % unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (609,01 Euro). Gegenüber Mai (431,12 Euro) ist der Grenzübergangspreis um 4,3 %
gefallen. Die deutsche Rohölrechnung belief sich im Juni auf 3,2 Milliarden Euro und lag
damit um 798,6 Millionen Euro niedriger als im Vorjahresmonat.
Im Vergleich des Zeitraumes Januar bis Juni 2015 mit der entsprechenden Referenzperiode
Januar bis Juni 2014
- stiegen die Rohöleinfuhren um 4,6 % von 43,6 auf 45,6 Millionen Tonnen;
- fiel die deutsche Rohölrechnung im aktuellen Zeitraum mit 17,8 Milliarden Euro um -
8,1 Milliarden Euro niedriger aus;
- lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl aktuell mit 390,04 Euro
(vorher 593,99 Euro) im Schnitt um 34,3 % niedriger.
Die 5 wichtigsten von insgesamt 31 Lieferländern (siehe Tabelle!) waren im Jahr 2015 die
Russische Föderation (15,9 Millionen Tonnen), Norwegen (6,2 Millionen Tonnen),
Großbritannien (5,5 Millionen Tonnen), Nigeria (3,4 Millionen Tonnen) und Aserbaidschan
(3,0 Millionen Tonnen). 25,8 % der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum
aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen; 18,2 % wurden aus OPEC-Mitgliedsländern
importiert.