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News vom 27.06.2002

Anti-Plaque im Bad


Kalk und Seifenreste sind der Feind einer jeden Sanitäroberfläche, wird sie doch dadurch nicht nur unansehnlich, sondern auch unhygienisch. Speziell entwickelte, Schmutz abweisende und somit reinigungsfreundliche Oberflächen können dem entgegenwirken: Samt Schmutz und Kalk perlt das Wasser darauf ab.

Ob Duschabtrennung, Waschtisch oder Armatur, Wanne oder WC - reinigungsfreundliche Oberflächen werden inzwischen für viele sanitäre Ausstattungsobjekte angeboten. Je nach Herstellverfahren und/oder zugegebenem Wirkstoff entfalten manche Oberflächen sogar antibakterielle Wirkung und finden deshalb vornehmlich für WC-Sitze, Accessoires oder Türklinken Anwendung. Einige Hersteller bieten inzwischen sogar Produkte für die nachträgliche Veredelung von Oberflächen an, mit eingeschränkter Haltbarkeit gegenüber den industriell hergestellten Beschichtungen.

Das Vorbild für die innovativen Oberflächen lieferte wieder einmal Mutter Natur. Bereits in den siebziger Jahren entdeckten Wissenschaftler, dass bestimmte Pflanzenoberflächen - besonders die Blätter der indischen Lotusblume - von Wasser nicht benetzt werden und zugleich auch vollkommen Schmutz abweisend sind. Auf der Suche nach der Ursache entdeckte der Botaniker Wilhelm Barthlott feinste Erhebungen auf der Oberfläche der Blätter, durch die Wasser besonders gut abperlt und dabei auch eventuell vorhandenen Schmutz mitreißt - er nannte dies den "Lotus-Effekt". Der physikalische Hintergrund dazu klingt banal: Durch ihre "Mikrorauigkeit" in elektronenmikroskopischer Dimension ist die Kontaktfläche mit den Schmutzpartikeln nämlich so gering, dass selbst an sich vollkommen Wasser abweisende Substanzen durch Wassertropfen abgewaschen werden.

Der Kunde profitiert von dieser Erkenntnis und den daraus entwickelten Produkten, schließlich braucht er weniger Zeit für die Reinigung des Bades. Und auch die Umwelt zieht ihren Nutzen daraus, denn in der Regel genügt ein feuchtes Tuch für die Reinigung - scharfe Putzmittel können somit entfallen. Vor allem im gewerblichen Bereich kann sich die Zeitersparnis zudem in barer Münze auszahlen.
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