Nachwuchs mit Potenzial in der Region Südwestfalen zu halten ist das Ziel einer Initiative der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer. Auch der Mendener Armaturenspezialist Kludi unterstützt die Initiative mit zwei seiner Auszubildenden, die als Ausbildungsbotschafter Schüler über die Möglichkeiten einer Berufsausbildung und die Chancen einer beruflichen Zukunft in der Region informieren.
SIHK-Projektkoordinatorin Ursula Beugel-Traut überreichte den beiden Azubis Matthias Scherner und Nina Müsse ihre Zertifikaten, die sie zum Ausbildungsbotschafter qualifizieren. Bild: Kludi
Die Schulzeit neigt sich dem Ende entgegen, doch was nun? Jedes Jahr steht eine neue Generation junger Menschen vor einer Entscheidung, die, wenn nicht den Rest ihres Lebens, doch zumindest die kommende Jahre definiert. Eine Wahl, die mit Vorfreude und großen Plänen, aber auch mit vielen Ängsten und Unsicherheiten verbunden ist. Schon allein die Vielzahl möglicher Berufsfelder und Ausbildungswege kann überwältigend sein und falsche Vorstellungen vom tatsächlichen Berufsalltag den Jugendlichen zu überstürzten Entscheidungen hinreißen – denn nicht alles, was sich die Schüler in den schillerndsten Farben ausmalen, hält auch der Realität stand. Hier kommen die Ausbildungsbotschafter Matthias Scherner und Nina Müsse des Mendener Armaturenspezialisten Kludi und der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) ins Spiel.
Sie informieren die Azubis in spe in Schulen und auf Veranstaltung über die Möglichkeiten einer Berufsausbildung in der Region, berichten über persönliche Erfahrungen während ihrer Ausbildung bei Kludi und geben authentische Einblicke in den Berufsalltag. Ebenso wie die Vorteile einer dualen Ausbildung, sind Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen ein beliebtes Thema. Matthias Scherner, Werkzeugmechaniker im zweiten Lehrjahr bei Kludi ergänzt: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es vielen Schülern wesentlich leichter fällt uns Azubis Fragen zu stellen, als sich direkt an das Unternehmen zu wenden. Die Hemmschwelle gegenüber Gleichaltrigen ist einfach niedriger.“
Matthias Scherner und Nina Müsse sprechen aber auch über die eigene Berufswahl, was sie zu ihrer Entscheidung motivierte und welche Voraussetzungen für ihre Ausbildungsberufe benötigt werden. „Dieser reale Kontakt zum Berufsleben baut Unsicherheiten beim Übergang Schule-Beruf ab, bietet neue Perspektiven und motiviert die Schüler“, so Nina Müsse, Industriekauffrau im zweiten Lehrjahr bei Kludi. Ihre Tätigkeit als Ausbildungsbotschafter sehen beide Azubis nicht als einseitiges Engagement, sondern als Möglichkeit selbst zu wachsen. Sie hätten hier die Chance sich nicht nur persönlich weiter zu entwickeln und ihre fachlichen Kompetenzen zu beweisen, sondern auch andere Jugendliche für ihren Ausbildungsberuf zu begeistern.
Das Projekt sieht Janusz Palarczyk, Geschäftsführer von Kludi, als wichtigen Schritt, um neue Fachkräfte für die Region zu gewinnen und langfristige Personalentwicklung zu betreiben. „Indem wir schon in den Schulen junge Menschen umfassend informieren und auf die vielfältigen Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten in unseren Unternehmen aufmerksam machen“, so Janusz Palarczyk, „erhöhen wir die Chancen, dass sich diese Schüler für eine Ausbildung in der Region entscheiden und später als sehr gut ausgebildete Fachkräfte auch in Südwestfalen bleiben. Ein Anliegen, dass uns als Sauerländer Unternehmen besonders am Herzen liegt. “
An der Initiative der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer beteiligen sich neben dem Mendener Armaturenspezialisten Kludi eine Reihe weiterer Unternehmen aus der Region. Bisher konnten zusammen mit der SIHK 72 Auszubildende als Ausbildungsbotschafter und -botschafterinnen für das Projekt gewonnen werden. Angesprochen werden besonders engagierte Azubis aus dem zweiten oder dritten Lehrjahr, die mit einer Schulung der SIHK auf ihre Einsätze an den Schulen vorbereitet werden. Bis zu zwei Termine nehmen die Botschafter so im Halbjahr wahr. Unterstützung erhalten sie von Ursula Beugel-Traut, Projektkoordinatorin der SIHK.