Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit und Energieeffizienz stehen bei den Neubauten im Fokus. Die Gebäude sind inklusionsgerecht ausgestattet und in den Sanitärräumen haben Qualität und Barrierefreiheit den Vorrang. Gleich in zwei Turnhallen im westfälischen Lünen ist dieses Konzept gelungen. Der Sanitärtechnikexperte Geberit trägt mit seiner intelligenten Hygienespülung und
den Duschelementen mit Wandablauf einen entscheidenden Teil dazu bei.
Modern und nachhaltig: Die Stadtwerke Lünen haben innerhalb von einem Jahr zwei identische Turnhallen in Passivhaus-Bauweise errichtet. Bei der Sanitärtechnik vertrauten die Verantwortlichen auf die Expertise von Geberit.
Das Tageslicht reicht weit in die Turnhalle hinein. Die weit gespannte Dachkonstruktion mit
Holzbogenbindern führt bis in die Nebenräume und unterstreicht die besondere Form der Halle.
Der runde Eingangsbereich dient mit den wandbefestigten Sitzgelegenheiten als Treffpunkt für Schulklassen und Vereine.
In den Sanitärräumen kommen die Produkte und Lösungen von Geberit zum Einsatz. Die automatische Hygienespülung sorgt für den bestimmungsgemäßen Betrieb der
Trinkwasserinstallation in den Turnhallen.
Auch in den Sanitärräumen wurde großer Wert auf Barrierefreiheit gelegt. Die Duschelemente mit Wandablauf von Geberit fügen sich dezent in das Gesamtbild ein und sorgen für eine durchgängige Optik.
Bilder: Geberit
Was tun mit Hallenbädern und Turnhallen, die in die Jahre gekommen sind? In der
Stadt Lünen sah sich die Kommune vor großen Herausforderungen. Gleich mehrere
Gebäude, die eine Gesamteinheit bildeten, erwiesen sich als veraltet und technisch
überholt. Die Stadtplaner und Entscheidungsträger zeigten sich innovationsfreudig und
erstellten ein kluges Konzept, das sämtliche betroffenen Objekte involvierte. In der
ersten Etappe entstand so das Lippe Bad als erstes öffentliches Hallenbad in
Passivhausbauweise. Dieses bildete die Planungsgrundlage für zwei neue Turnhallen,
ebenso in Passivhausbauweise.
Die Sportstätten aus den 1970er-Jahren wurden im Sommer 2014 rückgebaut, nach
dem Abbruch des alten Bestandes war in den Stadtteilen Lünen Horstmar und Lünen
Brambauer somit der Platz frei für die Neubauten. „Ziel war es, die Turnhallen neu zu
gestalten und nutzergerecht zu erbauen“, erklärt Dr. Gerd Koch von der Stadtwerke
Lünen GmbH. Also wurden sowohl Vertreter der Schulen als auch Vereine als
zukünftige Hallennutzer bereits in der Planungsphase mit ins Boot geholt. „Die
Bereitstellung von Sport- und Freizeitangeboten gehört zu den wesentlichen Aufgaben
der Kommune. Um den Schul- und Vereinssport zu fördern, war uns an der
gemeinsamen Entwicklung unter gestalterisch, technisch und energetisch optimalen
Aspekten gelegen.“
Schlichte Ästhetik trifft auf nachhaltige Konstruktion
Die neuen Turnhallen präsentieren sich an beiden Standorten als eigenständige
Baukörper. „Die geschwungene Dachform fügt sich harmonisch in die Umgebung und
vorhandene Bebauung ein“, erklärt Architekt Lutz Sommer aus Düren. Gemeinsam mit
der Stadt Lünen und den Stadtwerken entwickelte er ein ansprechendes und
überzeugendes Raumkonzept. Durch den Windfang gelangen die Besucher zur Agora.
„Dieser runde Eingangsbereich dient mit den wandbefestigten Sitzgelegenheiten als
angenehmer Treffpunkt.“ Ineinanderfließende Nutzungsbereiche erzeugen eine offene
Atmosphäre. Alles verschmilzt miteinander und bleibt dennoch für sich. Die weit
gespannte Dachkonstruktion mit Holzbogenbindern führt bis in die Nebenräume, womit
die besondere Form im Inneren nochmals unterstrichen wird. Die Farbe Rot setzt
stellenweise auffallende Akzente.
Bis auf den Standort unterscheiden sich die beiden neuen Sportstätten nicht. Die
jeweils 910 Quadratmeter großen Einfeldhallen sind durchgängig modern und
funktional und erreichen Passivhaus-Standard. Hierfür wurden
Energieeinsparpotenziale ausgemacht und bei der Bauausführung adäquate
Maßnahmen ergriffen. Neben den passivhaustauglichen Dämmmaßnahmen für alle
Hüllflächen gehören auch die ballwurfsichere Dreifachverglasung, ein definiertes
Lüftungskonzept mit hocheffizienter Wärme- und Feuchterückgewinnung sowie eine
modulierende Erdgastherme mit Heizwasser-Pufferspeicher dazu. Die Hallen wurden
luftdicht gebaut und wärmebrückenfrei konstruiert.
Barrierefreie Sanitärräume mit einem hohen Maß an Bewegungsfreiheit
Die Neubauten sind behindertengerecht und barrierefrei. Die Räume sind größer und
die Türen breiter geschnitten, ein hohes Maß an Bewegungsfreiheit gibt es nicht nur im
Umkleidebereich. Hinter Wandscheiben abgetrennt befinden sich die Duschen mit
einem angeschlossenen WC-Bereich. Vor allem im Sanitärbereich war eine optimal
strukturierte und wirtschaftliche Gesamtlösung notwendig. Robuste und dauerhaft
einsetzbare Produkte sowie ein ganzheitliches Reinigungskonzept waren die Kriterien.
Um die Barrierefreiheit bei den insgesamt acht bodenebenen Duschen sowohl in
Sachen Pflegeleichtigkeit als auch günstiger Instandhaltung zu gewährleisten,
entschieden sich Bauträger und Planer für Geberit Duschelemente mit Wandablauf.
Mit dem Duschelement lassen sich barrierefreie Duschflächen einfach verwirklichen.
Die rahmenlosen Abdeckungen sind schlank und elegant. In den Waschräumen der
Turnhalle fügt sich die weiße Variante harmonisch in das Materialkonzept ein. Für eine
durchgängige Optik sorgt die befliesbare Blende, die den Wandablauf fast unsichtbar
wirken lässt. Das Wandanschlussprofil vereint optische und funktionale Vorteile. Die
schmale Leiste, die am Übergang vom Fußboden zur Wand eingesetzt wird, ermöglicht
eine gleichmäßige Gefälleausbildung.
Trinkwasserhygiene – erst recht ein Thema in den Schulferien
Um den bestimmungsgemäßen Betrieb der Trinkwasserinstallation in den Turnhallen in
Lünen sicherzustellen, helfen automatische Hygienespülungen von Geberit. Sie
garantieren, dass weder der Zustand noch die Betriebsweise der
Trinkwasserinstallation nachteilige Auswirkungen auf die Trinkwassergüte haben. Eine
zu lange Verweildauer des Trinkwassers wird vermieden – etwa dann, wenn die
tatsächliche Nutzung längere Zeit ausbleibt oder planmäßige
Nutzungsunterbrechungen eintreten. Bei den Sportstätten ist das vor allem in den
Schulferien der Fall. Kann der geforderte regelmäßige Wasseraustausch nicht
sichergestellt werden, muss der Leitungsinhalt durch regelmäßige Spülungen
ausgetauscht werden. Vom Inhaber und Betreiber verlangt dies entsprechende
Maßnahmen zur Vermeidung von Stagnation. Diese Aufgabe wird durch automatische
Spüleinrichtungen übernommen. Durch die Automatisierung ist ein regelmäßiger und
nach einstellbaren Größen wie Wassermenge oder -temperatur definierbarer
Austausch möglich.
Koch: „Die Geberit Hygienespülung unterstützt uns als Betreiber bei der Sicherstellung
des bestimmungsgemäßen Betriebs. Wir haben uns für den Einsatz dieses Produktes
entschieden, da in bestimmten Zeiten manuell durchzuführende
Überwachungsmaßnahmen nicht umsetzbar sind.“ Bei der Nutzungssteuerung der
Geberit Hygienespülung erfasst ein vorgelagerter Volumenstromsensor die Nutzung
der Trinkwasseranlage und das genutzte Trinkwasservolumen in dem überwachten
Leitungsabschnitt. Über die so genannte volumenoptimierte Differenzspülung wird aber
nur so viel Trinkwasservolumen ausgetauscht, wie zusätzlich zu dem sowieso
verbrauchten Wasser erforderlich ist – das spart Ressourcen und Kosten.
Hohe Transparenz während des gesamten Projektes
Die Fertigstellung der beiden Turnhallen erfolgte im August 2015. Nach den
Sommerferien konnten sich sowohl die Schüler der beiden Grundschulen als auch die
Vereinsmitglieder über die neuen Hallen freuen. „Wir schätzen neben der hohen
Beratungsleistung die Transparenz während der gesamten Projekt- und Bauphase“,
sagt Koch. Der Sanitärtechnikhersteller hat sich als zuverlässiger Systempartner
bewährt, die Lösungen entsprechen dem aktuellsten Stand der Technik. „Das hat uns
bei der Planung und Realisation eine wichtige Sicherheitsbasis ermöglicht.“