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News vom 07.05.2002

Solaranlagen im Test


Auf dem Dach fangen Kollektoren die Sonnenstrahlen ein. Und im Keller erwärmt der Speicher damit das Wasser. Solaranlagen meistern diese Aufgabe dank solider Technik. Wie sich das rasante Wachstum und der Preisdruck auf die Qualität der Solarsvsteme auswirken, wollte die Stiftung Warentest wissen. 16 Solaranlagen für Warmwasser, zwölf mit Flachkollektoren und vier mit Vakuumröhrenkollektoren standen auf den Prüfstand.

Die geprüften Anlagen empfehlen sich für Ein- und Zweifamilienhäuser. Sie sollen die jährliche Energiemenge, mit der das Trinkwasser erwärmt wird, zwischen 50 und 60 Prozent durch Sonnenenergie decken. Dementsprechend werden die einzelnen Anlagenteile ausgelegt. Bei den Flachkollektoren liegt die wirksame Kollektorfläche zwischen 3,7 (Pro Solar) und 5,7 Quadratmetern (Nau). Drei der vier Vakuumröhrenkollektoren (Elco Klöckner, Solartherm, Viessmann) brauchen mit rund 3,2 Quadratmetern eine etwas kleinere Fläche. Die passenden Speicher hatten Nennvolumen von 275 bis 4000 Liter.

Anlagen immer besser

Entscheidend für den Komfort ist die nutzbare Warmwassermenge des Speichers. Pro Solar glänzt mit einem Spitzenwert von 200 Litern, setzt aber auch einen 400-Liter-Speicher ein. Der Speicher von Phönix mit 300 Litern bringt es dagegen mit 100 Litern nur auf die halbe Menge, den schlechtesten Wert. Ausgezeichnete 175 Liter stellen die Speicher von Schüco. Paradigma, Ikarus und Wolf bereit.

Zwei Anlagen, Pro Solar und Schüco, schafften im Test ein "sehr gutes" Qualitätsurteil. Sie sind mit Flachkollektoren ausgestattet. Ebenfalls ein "Sehr gut" in der Leistungsfähigkeit bekamen nur noch Elco Klöckner und Paradigma, beide mit Vakuumröhrenkollektoren.

Der Test beweist, dass Vakuumröhrenkollektoren kein Garant für einen absoluten Spitzenplatz sein müssen. Der Leistungsabstand zwischen Vakuumröhren. und Flachkollektoren ist in den vergangenen Jahren geringer geworden. Die einzige mit einem "befriedigenden" Qualitätsurteil war die Anlage Phönix Classic.

Staatliche Förderung

Die berechneten energetischen Amortisationszeiten von höchstens 27 Monaten zeigen, dass sie sich für die Umwelt immer rechnen. Energetisch hat sich eine Solaranlage amortisiert, wenn sie die Energiemenge eingespart hat, die zu ihrer Herstellung, ihrem Transport und ihrer Installation erforderlich war. Spitzenreiter mit höchstens 18 Monaten sind die Anlagen von Elco Klöckner, Ikarus, Phönix und Schüco. Dann machen die Anlagen einen Energiegewinn.
Ob sie sich auch finanziell auszahlen, ist nicht immer garantiert. Langfristig ist allerdings mit steigenden Energiepreisen zu rechenen. Die Investitionskosten - im Test zwischen 4800 und 8800 Euro - lassen sich durch staatliche Fördermaßnahmen senken.
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