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News vom 01.03.2016

Heizen mit Holz:
Kater nach dem Pellet-Rausch?

Seit einigen Jahren stagnieren Produktion und Kapazitäten der Holzpellet-Industrie auf dem erreichten Niveau. Hat die aktuelle Pleite von German Pellets mit der nur langsam vorankommenden Wärmewende zu tun? Denn mit laut Deutschem Pelletinstitut DEPI einem Prozent Anteil an den Heizungsanlagen in Deutschland haben mit Holzpellets befeuerte Anlagen eigentlich noch deutlich Luft nach oben.

Seit Jahren deutliche Überkapazitäten in der Pelletproduktion: Zu hohe Erwartungen oder schleppende Wärmewende? Grafik: Deutsches Pelletinstitut GmbH
Seit Jahren deutliche Überkapazitäten in der Pelletproduktion: Zu hohe Erwartungen oder schleppende Wärmewende? Grafik: Deutsches Pelletinstitut GmbH
Das waren noch Zeiten: „Im Jahr 2005 ist der Bestand an Pelletheizungen in Deutschland von 26.000 auf rund 40.000 gestiegen. Für dieses Jahr verzeichnet das BAFA im Marktanreizprogramm eine Antragsflut wie nie zuvor. Gemessen an den Anträgen für Pellets Feuerungen im ersten Quartal dieses Jahres (2006) liegt das Marktwachstum bei sagenhaften 230 Prozent. Dies verspricht ein spannendes Jahr für die Pellets Branche zu werden.“ So stand es in einer Mitteilung zur Fachmesse Pellets 2006. Diese goldenen Gründerjahre sind vorbei, ebenso die frühen enormen Wachstumsraten.

Einerseits solides Wachstum…
Die Pellet-Heiz-Branche kann sich aber in den letzten zehn Jahren durchaus über ein stetiges und solides Wachstum freuen. Die Zahl der mit Pellets befeuerten Kessel und Kaminöfen stieg von 100.000 im Jahre 2007 auf knapp 400.000 Ende 2015. Im Jahre 2013 erreichte laut DEPI der Preis und der Verbrauch an Pellets mit zwei Millionen Tonnen eine Spitze und stagniert seitdem auf diesem Niveau.

…aber auch deutliche Überkapazitäten
Seit 2010 ist aber auch die Kapazität zur Pellet-Produktion ein rundes Drittel höher als die tatsächliche Produktion. Liegen hier etwa die tieferen Ursachen der aktuellen Probleme von German Pellets? Der Deutsche Energieholz- und Pelletverband DEPV erklärt sich die Insolvenz des Marktführers damit, „dass das Wachstums des Wärmemarktes für das Geschäftsmodell des Unternehmens möglicherweise nicht die notwendige Geschwindigkeit innehatte.“ Mal abgesehen davon, dass sich üblicherweise Geschäftsmodelle nach dem Markt richten sollten und nicht umgekehrt, fordert der Verband deshalb mehr Unterstützung vom Staat. So betont der DEPV-Vorsitzende Andreas Lingner: „Gute Förderkonditionen alleine reichen nicht aus, wenn sie nicht bekannt sind. Die Bundesregierung muss den Menschen klar machen, dass sie klimapolitische Weitsicht honoriert. Die Verbraucher, die nicht den kurzfristigen Verlockungen des Ölpreises erliegen, sondern sich mit einer Pelletheizung für Klimaschutz entscheiden, werden neben einer hohen CO2-Einsparung auch mit satten Investitionszuschüssen belohnt“. (HTD News vom 08.02.2016) Dann mal los, Frau Merkel und Herr Gabriel, auf zum Klinkenputzen für Pellets…

By the way – der Preis für Holzpellets wird mit ermäßigten sieben Prozent Mehrwertsteuer belastet, Heizöl, Erd- und Flüssiggas hingegen mit dem vollen Satz von 19 Prozent plus Energiesteuern. Womit heizt eigentlich Schäuble?

Brennstoff von hoher gleichbleibender Qualität
90 Prozent der in Deutschland produzierten Pellets stammen aus Sägenebenprodukten wie Hackschnitzel und Späne, informiert der DEPV. Früher als Abfall entsorgt, dienen diese Nebenprodukte jetzt der klimaneutralen Wärmeerzeugung. Das Verwerten von Abfall ist übrigens der Grund für den geringeren MWSt-Satz auf Holzpellets. Zur Herkunft des Rohmaterials sagt das Deutsche Pelletinstitut (DEPI): „Von der dort (in deutschen Sägewerken) jährlich im Schnitt verfügbaren Menge von rd. 7 Mio. Tonnen werden heute rd. 2 Mio. Tonnen zur Pelletproduktion genutzt. Aus qualitativen Gründen sind zur Produktion von hochwertigen Pellets für den Wärmemarkt keine Waldresthölzer nutzbar, die bei der Holzernte anfallen, aber auch kein gebrauchtes Holz oder Altholz.“ Der Brennstoff Holzpellets ist genormt und von gleichbleibender Qualität. Verbraucher können sich an folgenden Kennzeichnungen orientieren: DIN EN 14961-2, DIN plus, EN plus und Blauer Engel.
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fame schrieb: Danke dir, bin glaube ich langsam bekehrt und überzeugt :) Der Heizungsbauer macht gerade Alarm bei der Firma welche die HLB gemacht hat. Ihm war nicht bewusst dass diese unvollständig ist (sprich die...
metusalem28 schrieb: Hallo, es scheint der Fehler ist lokalisiert: es lag - wird sich jetzt zeigen - wohl an dem Kondensatablauf, der durch die Reinigung kpl. versandet war, und somit das Kondensat nicht ablaufen konnte. Nach...
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