Wie gestaltete sich die aktuelle Entwicklung der Rohölimporte gegenüber der des Vorjahres, wie entwickelte sich der Preis und welches sind die wichtigsten Lieferländer? Der aktuelle Blick auf das Öl gibt die Antworten.
Die Öleinfuhren nach Ursprungsländern. Quelle: BAFA
Im Februar 2016 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft
und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 7,5 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland
eingeführt. Das waren 4,4 % mehr als ein Jahr zuvor (7,2 Millionen Tonnen). Der
Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl frei deutsche Grenze betrug im Februar 213,66 Euro
und lag damit um -42,4 % unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats
(371,24 Euro). Gegenüber Januar (224,48 Euro) ist der Grenzübergangspreis um 4,8 %
gefallen. Die deutsche Rohölrechnung belief sich im Februar auf 1,6 Milliarden Euro und lag
damit um 1,1 Milliarden Euro niedriger als im Vorjahresmonat.
Im Vergleich des Zeitraumes Januar bis Februar 2016 mit der entsprechenden
Referenzperiode Januar bis Februar 2015
- sanken die Rohöleinfuhren um 0,3 % von 15,0 auf 14,9 Millionen Tonnen;
- fiel die deutsche Rohölrechnung im aktuellen Zeitraum mit 3,3 Milliarden Euro um -
2,0 Milliarden Euro niedriger aus;
- lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl aktuell mit 219,06 Euro
(vorher 349,85 Euro) im Schnitt um 37,4 % niedriger.
Die 5 wichtigsten von insgesamt 27 Lieferländern (siehe Tabelle!) waren im Jahr 2016 die
Russische Föderation (5,2 Millionen Tonnen), Großbritannien (2,0 Millionen Tonnen),
Norwegen (1,9 Millionen Tonnen), Kasachstan (1,4 Millionen Tonnen) und Aserbaidschan
(1,1 Millionen Tonnen). 25,9 % der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum
aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen; 15,8 % wurden aus OPEC-Mitgliedsländern
importiert.