Der Insolvenzverwalterin Bettina Schmudde von German Pellets ist es gelungen zwei Investoren für die Werke zu finden. Für einen Großteil der Arbeitsplätze besteht Hoffnung, jedoch wird die fünfstellige Zahl von Anlegern voraussichtlich leer ausgehen.
Werk in Herbrechtingen
Bild: German Pellets GmbH Der Haustechnikdialog hat bereits im Februar 2016 über das Insolvenzverfahren der German Pellets berichtet. Am 1. Mai 2016 wurde das Insolvenzverfahren vom Amtsgericht Schwerin eröffnet. Der insolvente Holzverarbeiter German Pellets wird aufgespalten. Der Insolvenzverwalterin Bettina Schmudde scheint es gelungen zu sein, Käufer für die Werke zu finden.
Laut Börsenportal "OnVista" vom 02.05.16 soll das Werk in Wismar vom Finanzinvestor Metropolitan Equity Partners (MEP) aus den USA übernommen und in Wismar Pellets umbenannt werden. Die Werke in Ettenheim und Herbrechtingen gehen demnach an den Faserstoff-Hersteller J.Rettenmaier & Söhne GmbH + Co KG aus Rosenberg. Laut Schmudde laufen noch Verhandlungen über das Werk in Torgau. Im Mai 2016 soll es noch zu einem Abschluss kommen.
Weiterhin berichtete "OnVista", dass German Pellets seine Expansion hauptsächlich mit Anleihen finanziert habe. Eine fünfstellige Zahl von Anlegern erwarben Genussscheine und Genussrechte oder legten ihr Geld in den hoch verzinsten Anleihen an, deren Kurs dramatisch eingebrochen ist.
Laut "FAZ" (Online-Ausgabe vom 03.05.16) steht German Pellets bei den Anlegern, die möglicherweise leer ausgehen könnten, mit mehr als 200 Millionen Euro in der Schuld. Ebenso berichtete die "FAZ", dass German Pellets weitere 550 Millionen Dollar in den Vereinigten Staaten bei Investoren eingesammelt habe. Durch die Liquiditätsschwierigkeiten des deutschen Mutterunternehmens rutschten die großen Werke in Louisiana und Texas ebenso in die Insolvenz. Hier werde, laut Insolvenveralterin Schmudde an „nachhaltigen Restrukturierungs- und Fortführungslösungen gearbeitet“.