Mit der 2. Stufe der BImSchV hat der Gesetzgeber strenge Vorgaben für Festbrennstoff-Anlagen unter anderem in Bezug auf den Feinstaubausstoß festgelegt. Eine Lösung für das Feinstaubproblem bietet die Filterbox von Schräder, die jetzt in der neuen Version Filterbox-S auch für Kessel bis 300 kW Leistung erhältlich ist.
Filterbox-S in der 100kW Variante. Bild: Schräder Abgastechnologie
Die Filterbox-S besteht aus modularen Kassettenelementen, die hinter dem Feuerungsstutzen in die Abgasanlage eingebaut werden. Die einzelnen, kompakten Bauteile sind jeweils für 100 kW Kesselleistung ausgelegt und lassen sich bis zu einer Leistung von 300 kW in einer Einheit kombinieren. Für einen größeren Leistungsbereich sind auch Doppelanlagen möglich. Zur Reinigung werden die Abgase aus dem Kessel zunächst strömungstechnisch gerichtet und vom Eingangsstutzen nach unten geführt. Sie durchströmen Edelstahlrohre, in denen sowohl eine elektrostatische Aufladung als auch die Partikelabscheidung erfolgen. Der Feinstaub bleibt an der Abscheidefläche und der Elektrode haften. Steigt die Staubbeladung der Elektrode an, passt eine intelligente Regelung die Stromwerte an, um die Abscheideleistung beizubehalten. Die gereinigten Abgase gelangen dann in den Schornstein.
Um Kondensatbildung während der Startphase zu vermeiden, werden die Rauchgase zunächst durch einen integrierten Bypass geleitet, bis die Temperatur über dem Taupunkt liegt. Da die Filterbox-S über eine gute Isolierung verfügt, ist sie bereits nach kurzer Zeit betriebsbereit. Das ist in der Regel ab einer Abgastemperatur von > 70°C der Fall. Zusätzlich ermöglicht die Bypass-Schaltung bei Temperaturen über 250°C den Schutz der Einbauteile.
Die Reinigung der Elektrode sowie der Abscheidefläche erfolgt automatisch durch Vibration (trockene Abreinigung). Der dabei anfallende Staub wird in einem Auffangbehälter gesammelt. Er lässt sich mittels Spannhebel komplett von der Anlage lösen und kann dann einfach mit einem Staubsauger ausgesaugt werden. Optional wird zukünftig auch eine automatische Austragungslösung angeboten. Die Wartung der gesamten Anlage erfolgt über leicht zugängliche Reinigungs- und Revisionsöffnungen.
Die Kommunikation mit dem Kessel ist über potentialfreie Kontakte möglich. Übermittelt werden Informationen zum aktuellen Betriebszustand, möglicher Störung, Freigabe Filter sowie Freigabe Reinigung. Die Kommunikation mit einer Leitzentrale erfolgt über Modbus. In diesem Zusammenhang werden die Betriebsdaten detailliert abgebildet. Generell erwähnenswert ist außerdem die hohe Verfügbarkeit des Abscheidesystems, die, wie bei Schräder üblich, durch einen integrierten Betriebszeitenzähler überprüfbar ist.