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News vom 02.06.2016

Parkett Fussbodenheizung selbst verlegen

Kaum ein Bodenbelag verspricht höheren Wohnkomfort als ein beheiztes Echtholzparkett. Von Natur aus trittwarmes Material überträgt die notwendige Wärme, um die Raumluft angenehm zu temperieren. Natürlich stellt sich die Frage, ob ein geschickter Heimwerker die Fußbodenheizung selber montieren kann oder ein Fachmann erforderlich ist. Moderne Flächenheizsysteme sind so ausgelegt, dass sie grundsätzlich selber vor dem Verlegen des Parketts installiert werden können. Um eine effiziente Heizwirkung zu erzielen und Beschädigungen auszuschließen, müssen einige wichtige Faktoren beachtet werden. Entscheidend sind die Vorbereitung des Estrichs, die richtige Holzart und die Behandlung der Oberfläche.

Innenausbau<br />Bild: MeisterWerke Schulte GmbH
Innenausbau
Bild: MeisterWerke Schulte GmbH
Modernisierung einer Wohnung <br />Bild: MeisterWerke Schulte GmbH
Modernisierung einer Wohnung
Bild: MeisterWerke Schulte GmbH
Stromheizmatten oder Schlauchkreislauf

Zur Auswahl stehen elektrisch betriebene Fußbodenheizungenen oder mit einem Wasserkreislauf betriebene Varianten. Die modernen Produkte unterscheiden sich in der Aufbauhöhe kaum noch. Der etwas geringere Arbeitsaufwand für das Verlegen von elektrischen Heizmatten macht sich allerdings nicht bezahlt. Die hohen Stromkosten bei gleichzeitig hohen Verbrauchsmengen lassen einen wirtschaftlichen Heizbetrieb nicht zu. Fußbodenheizungen mit Warmwasserschläuchen als Wärmeleitungen gibt es in drei Formen. Die Wärmeleitungen können mehr oder weniger exakt in Schlangenlinien verlegt werden. Auch möglich sind spiralförmige Lageformen oder partielle Heizelementplatzierungen. Der zu verlegende Grundriss gibt oft die vorteilhafteste Struktur vor.

Unterboden vorbereiten


Sowohl bei neu verlegtem Estrich als auch bei der Montage auf vorhandenem Untergrund ist das Akklimatisieren vor dem Überbauen unverzichtbar. Der Boden ist neben dem Parkett das zweite direkt an der Erwärmung beteiligte Material. Um ihn physikalisch an die Temperaturen zu "gewöhnen", sollten die Heizleitungen offen verlegt und angeschlossen werden. Im Anschluss wird im Abstand von etwa drei Tagen die Heizleistung um jeweils drei bis fünf Grad erhöht. Nach dem Erreichen der Maximaltemperatur wird der Heizkreislauf abgeschaltet und das Parkett frühestens nach einer Woche der Auskühlung bei normaler Raumtemperatur verlegt.

Holzarten und Paneelformen

Ausgewählt werden dürfen nur Parkette, die vom Hersteller als fußbodenheizungsgeeignet ausgezeichnet sind. Fertigparkette von meister.com sind auf Warmwasserheizungen ausgelegt. Sowohl für massive als auch mehrschichtige Parkettarten eignen sich gut leitfähige und trockene Gehölze. Generell sind Harthölzer wie Eiche, Kirsche, Nussbaum, Olive, Bambus und Tropengehölz jedem Weichholz vorzuziehen. Speziell aufbereitete Buche ist auch erhältlich. Da auch Hölzer mit geringer Restfeuchte nie aufhören, zu "arbeiten", empfiehlt sich als Parkettmuster eine Struktur mit vielen kleinflächigen Paneelen mehr als großflächige Einzelelemente. Ideale Parkette für eine Fußbodenheizung sind Einzelstab- und Fischmuster, Nut-und-Feder-Parkette und Mosaikanordnungen.

Aufbau, Höhe und Befestigung

Um eine optimale und gleichmäßige Heizleistung zu erzielen, sollte Parkett auf einer Fußbodenheizung immer mit Spezialkleber verklebt werden. Die Kleber müssen schubfest und temperaturbeständig sein. Die ideale Holzstärke für das Parkett liegt zwischen acht und zehn Millimetern. Mehrschichtparkette sollten zwanzig Millimeter Aufbauhöhe nicht überschreiten. In den Herstellerangaben zu fußbodenheizungsgeeigneten Parketten findet sich immer die Angabe zur Wärmeleitfähigkeit. Der sogenannte Durchlasswiderstand sollte 0,18 nicht übersteigen. Für das Wärmeleitungssystem der Fußbodenheizung muss eine Aufbauhöhe von zehn bis zwanzig Millimetern kalkuliert werden. Die kleinsten Heizleitungen haben einen Durchmesser ab drei Millimeter.

Oberflächenbehandlung

Wenn Parkett auf eine Fußbodenheizung verlegt wird, sollte auf eine Versiegelung mit Lack verzichtet werden. Da das Holz insbesondere während jeder Erwärmung und Abkühlung arbeitet, können durch das Schwinden und Quellen Beschädigungen entstehen. Eine diffusionsoffene Oberflächenbehandlung mit Ölen oder Wachs ist am empfehlenswertesten. Bei sehr hochwertigen Gehölzen mit sehr geringer Restfeuchtigkeit kann ein hochelastischer Speziallack aufgetragen werden. Es empfiehlt sich, für diesen Fall den Rat eines Profis einzuholen. Wer diese Faktoren berücksichtigt und sowohl das Parkett als auch die Fußbodenheizung entsprechend den Herstellerangaben verlegt, kann sich diesen Wohnkomfort ohne Weiteres selber schaffen.
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