Legionellen sind eine unsichtbare, geruch- und geschmacklose Gefahr. Sie entwickeln sich in einem Temperaturbereich von 20 bis 50 °C. Gefährlich werden sie aber erst, wenn sie über Wassertröpfchen oder Sprühnebel in die Lunge gelangen.
Bild: Eisenwerk Wittigsthal GmbH
Die aktuelle Trinkwasserverordnung, die DIN 1988 sowie die beiden DVGW-Arbeitsblätter W551 und W553 fordern Maßnahmen zur Vermeidung des Legionellenwachstums für nicht zirkulierende Warmwasserleitungen (siehe DVGW-Arbeitsblatt W553).
Eine Zirkulation ist somit in Wohneinheiten dann erforderlich, wenn zwischen der Steigleitung und der Zapfstelle die "3-Liter-Grenze" überschritten ist. Eine Wohneinheit benötigt daher oft zusätzliche Steigleitungen und entsprechende Revisionsabdeckungen, um die notwendigen Zirkulationsvorschriften zu erfüllen. Vermeiden sollte man, nicht oder wenig genutzte Leitungen mit Stagnation. Wichtig ist, dass das Wasser ständig fließt.
Mit der Zirkulationsstation - einer Kombination von Zirkulation und separater zentraler Warmwassermessstelle - gibt es hierfür eine einfache Lösung. Die Zirkulationsstation wird über die Warmwasserleitung und die primäre Zirkulationsleitung an das Warmwassernetz angeschlossen. Über einen Wärmetauscher wird dem sekundären Warmwasserkreis in der Nutzeinheit die notwendige Wärme zugeführt und eine Zirkulationspumpe sorgt für die erforderliche Durchströmung des Leitungsnetzes in dem Mietbereich. Positiver Effekt - dreht der Nutzer den Wasserhahn auf, steht sofort warmes Wasser an. Wird Warmwasser gezapft, läuft über einen Bypass aus der Primär-Zirkulationsleitung warmes Wasser über den Warmwasserzähler in den Sekundärkreis. Somit ist auch eine korrekte Warmwasserzählung gewährleistet.
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