Die Hygiene-Richtlinie VDI 6023 könnte oft helfen. Legionellen im Trinkwasser sind nach Medienberichten erneut in die Diskussion geraten. Zu Recht, wie die VDI-Gesellschaft Technische Gebäudeausrüstung (VDI-TGA) meint. Denn die Maßgaben ihrer Richtlinie VDI 6023 "Hygienebewusste Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung von Trinkwasseranlagen" könnten hier viele Probleme vermeiden, wenn sie bereits flächendeckend umgesetzt würden, so der Obmann der Richtlinie, Rainer Kryschi (Kaarst). Die VDI-Richtlinie wurde 1999 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit erarbeitet und formuliert die notwendigen hygienischen Anforderungen, soweit sie bisher noch nicht Eingang in Gesetze, Verordnungen oder Regelwerke gefunden haben. Sie bildet deshalb eine wichtige Ergänzung des technischen Regelwerkes.
Im Zentrum steht das Anliegen, dass die hygienischen Anforderungen bereits im frühen Stadium der Planung ausreichend berücksichtigt werden, wenn der künftige Betreiber zusammen mit Architekten. Hygienikern und Ingenieuren die für den einwandfreien Betrieb seines Gebäudes erforderlichen technischen Anforderungen festlegt. Die Richtlinie erläutert deshalb die Zusammenhänge zwischen der technischen Ausführung der Trinkwasseranlagen in Gebäuden, der Gesundheit und dem Wohlbefinden der Menschen. Sie richtet sich neben den unmittelbar Beteiligten ausdrücklich auch an die Mitarbeiter von Hochbauämtern und Gesundheitsbehörden sowie an die interessierte Bevölkerung. Eine Übersicht über weitere einschlägige Vorschriften, Normen, Bestimmungen und Begriffe erleichtert die Orientierung und verleiht Sicherheit im Umgang mit dem sensiblen Thema.
Zu beziehen ist die VDI-Richtlinie zum Preis von 61,50 Euro über den Beuth-Verlag in 10772 Berlin. Fragen zum Inhalt beantwortet die VDI-Gesellschaft Technische Gebäudeausrüstung auch direkt unter der Telefonnummer +49 (0) 211 62 14 - 500.