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News vom 02.08.2016

Deutschland tauscht aus - 30 %-Förderung für 10 Millionen Pumpen

Der Bund fördert seit dem 1. August 2016 den Austausch von mindestens zwei Jahre alten Heizungsumwälzpumpen (Nass- / Trockenläufer) und Warmwasserzirkulationspumpen in Gebäuden gegen Hocheffizienzpumpen. Sowohl private wie gewerbliche Gebäudeeigentümer sind antragsberechtigt und erhalten 30 % der Investitionskosten zurück (Pumpe, Installation). Ebenfalls mit 30 % gefördert wird der hydraulische Abgleich (Produkte, Einbau, Einstellarbeiten) der Heizanlage. Gute News für den SHK-Installateur: Die Maßnahmen müssen „professionell von einem Fachbetrieb durchgeführt werden“.

Bild: Grundfos
Bild: Grundfos
Es geht nicht um Peanuts, der Bund stellt für dieses Jahr 100 Millionen Euro bereit, für 2017 sind 346 Millionen Euro geplant, in den Jahren 2018 bis 2020 stehen jeweils 470 Millionen Euro bereit – das sind in Summe mehr als 1,8 Milliarden Euro. Die Abwicklung ist vergleichsweise unbürokratisch (siehe Text im Kasten).

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) geht von einem zusätzlichen Volumen von 1 Million Pumpen pro Jahr aus und erwartet jährlich 200.000 hydraulische Abgleiche. Das SHK-Handwerk steht also von einem gewaltigen Marktvolumen: Über die nächsten fünf Jahre hinweg werden zusammen mit den bei der Sanierung von Bestandsbauten ohnehin neu installierten Pumpen insgesamt geschätzt 10 Millionen veralteter Umwälzpumpen gegen Hocheffizienz-Aggregate ausgetauscht und rund 1 Million hydraulische Abgleiche durchgeführt. Das BMWi und der ZVSHK werben aktiv dafür, unterstützen die Kampagne über eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit ebenso wie mit Handlungsanleitungen sowie Aktions- und Info-Paketen.

Grundfos begleitet den Installateur mit einer eigenen Kampagne (‚Deutschland tauscht aus‘), die neben Info-Broschüren auch eine Internet-Präsenz umfasst und mit Anzeigen in Endverbraucher-Zeitschriften über die Fördermöglichkeiten aufklärt. Im Rahmen einer Roadshow mit Live-Vorführungen und Technik zum Anfassen erklären Promotion-Teams anhand von Demo-Modellen die Bedeutung des hydraulischen Abgleichs.

Grundfos hat zudem die richtigen Produkte im Angebot: Nassläufer-Umwälzpumpen der Baureihen Alpha2, Alpha3 und Magna3 (alle mit einem EEI ≤ 0,20), Trockenläufer-Umwälzpumpen TP, NK und NB mit IE4-Antrieb sowie Trinkwarmwasser-Zirkulationspumpen Comfort PM.

Geradezu perfekt und wie für diese Initiative geschaffen ist die elektronisch geregelte Heizungsumwälzpumpe Alpha3. Sie ist nicht nur hocheffizient, sondern besitzt darüber hinaus als Besonderheit eine spezielle Funktion für den einfachen hydraulischen Abgleich. "Wo in der Praxis bislang mit groben Schätzwerten gearbeitet oder gar nicht abgeglichen wurde, ermöglicht die neue Lösung einen einfachen, aber zielgenauen Abgleich. Der Installateur profitiert von dem geringen Aufwand, der Hausbesitzer von der Möglichkeit, die Heizkosten erheblich zu reduzieren", erläutert Martin Palsa, D-A-CH Area Manager bei Grundfos.

Mit dieser Pumpensystem-Lösung kann der Hausbesitzer also die komplette Förderung einstreichen: 30 % für den Pumpenkauf und deren Installation und weitere 30 % für den hydraulischen Abgleich.

Fazit: Den ersten Schritt – die Registrierung – muss der Eigentümer des Gebäudes tun. Das SHK-Handwerk ist gut beraten, dem privaten Ein- und Zweifamilienhausbesitzer und auch dem Eigentümer von gewerblich genutzten Nichtwohngebäuden bereits dazu aktiv tatkräftige Unterstützung anzubieten.

Heizung modernisieren – mit Fördergeld vom Staat!

So sieht der Zeitplan aus:
  • 1. August: „Go Live“ des Registrierungsformulars auf BAFA-Homepage
  • 15. August: „Go Live“ des Antragsformulars auf BAFA-Homepage
  • 15. August: Start Telefonauskunft zu einzelnen Anträgen im BAFA
  • 30. August: Start der Antragsbearbeitung im BAFA

1. Schritt:
  • Registrierung auf der Homepage des BAFA vor Beginn der Maßnahme (eine Antragsstellung durch den Hausverwalter oder andere Vertretungsberechtigte ist möglich)
  • Die BAFA übermittelt eine elektronische Eingangsbestätigung mit persönlicher Vorgangsnummer

2. Schritt:
  • Durchführung der Maßnahme durch den Eigentümer des Gebäudes
  • Nach Umsetzung der Maßnahmen werden förderrelevante Daten über das Onlineportal auf der BAFA-Homepage gesendet
  • Ausgefülltes Antragsformular ausdrucken und unterschreiben
  • Antragsformular mit Kopie der Rechnungen entweder über das BAFA-Portal hochladen oder per Post beim BAFA einreichen (separate Rechnung für die förderfähige Maßnahme - Mischrechnungen können aufgrund des damit verbundenen hohen Verwaltungsaufwandes nicht anerkannt werden)
  • Unternehmer fügen zusätzlich die De-minimis-Erklärung bei
  • Spätestens nach 6 Monaten ab Registrierungsdatum muss die Umsetzung der Maßnahmen abgeschlossen sein
  • Förderfähige Pumpen werden bei der BAFA auf einer Positiv-Liste geführt:
  • Nassläufer-Umwälzpumpen: Energieeffizienzindex (EEI) ≤ 0,20
  • Trockenläufer-Umwälzpumpen: Wirkungsgradklasse IE4
  • Bei Warmwasser-Zirkulationspumpen (hydraulische Leistung über 1 W) gilt mangels rechtlicher Mindestanforderungen: Energieeffizienzindex (EEI) ≤ 0,20.
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