Die KfW Bankengruppe hat im ersten Halbjahr 2016 ein Fördervolumen von insgesamt 36,2 Mrd. EUR ausgereicht (Vorjahreszeitraum 41,5 Mrd. EUR, 13 %). Die inländische Förderung entwickelte sich in diesem Zeitraum mit 26,7 Mrd. EUR sehr erfolgreich und übertraf den Vorjahreswert (25,7 Mrd. EUR, +4 %) um rund 1 Mrd. EUR.
Insbesondere die starke Nachfrage nach Finanzierungen für energieeffizienten Wohnungsbau und in Energieeffizienzvorhaben von Unternehmen hat zum Anstieg des Fördervolumens bei der KfW beigetragen. Bild: Intemann / Redaktion
Insbesondere die starke Nachfrage nach Finanzierungen für energieeffizienten Wohnungsbau und in Energieeffizienzvorhaben von Unternehmen hat zum Anstieg beigetragen.
Die Nachfrage in der allgemeinen Unternehmensfinanzierung blieb indes angesichts verhaltener Investitionsneigung der Unternehmen in Deutschland unterhalb des Vorjahresniveaus. Die Neuzusagen für das Internationale Geschäft der KfW fallen mit 9,0 Mrd. EUR deutlich niedriger aus als im Vorjahr
(15,4 Mrd. EUR, 42 %). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die erwartungsgemäße Normalisierung der Zusagen bei der KfW IPEX-Bank zurückzuführen, die mit 5,4 Mrd. EUR (13,1 Mrd. EUR, -59 %) deutlich unterhalb des durch Sondereffekte geprägten Vorjahrs liegen, aber in etwa dem Durchschnitt der fünf vorangegangenen Jahre (5,7 Mrd. EUR) entsprechen. Besonders positiv entwickelten sich die Zusagen des Geschäftsbereichs KfW Entwicklungsbank, die sich mit 3,1 Mrd. EUR
(1,6 Mrd. EUR) fast verdoppelten. Die DEG sagte Finanzierungen in Höhe von 0,43 Mrd. EUR (0,67 Mrd. EUR) zu.
"Die Nachfrage nach KfW-Förderung reflektiert erwartungsgemäß die moderate Konjunkturentwicklung in Deutschland. Zugleich zeigen die Förderzahlen der KfW das starke Interesse an langfristigen Finanzierungen in der Niedrigzinsphase insbesondere im Wohnungsbau", sagt Dr. Ulrich Schröder, Vorstandsvorsitzender der KfW.
Die Ertragslage hat sich im ersten Halbjahr 2016 mit einem Konzerngewinn von 779 Mio. EUR (1.152 Mio. EUR) zwar wie prognostiziert rückläufig entwickelt, bewegt sich aber dennoch oberhalb unserer Erwartungen. Diese Entwicklung resultiert insbesondere aus positiven Sondereffekten im Bewertungsergebnis.
"Das Ergebnis der KfW hat sich im zweiten Quartal 2016 positiv entwickelt. Hierbei profitiert die KfW auch in diesem Jahr von verschiedenen Sondereffekten. Für das Gesamtjahr erwarten wir ein gegenüber 2015 rückläufiges, aber dennoch überdurchschnittliches Ergebnis", sagt Dr. Schröder.
Das Betriebsergebnis vor Bewertungen (vor Förderleistung) beträgt 949 Mio. EUR (1.009 Mio. EUR). Dabei stellt der Zinsüberschuss (vor
Förderleistung) in Höhe von 1.363 Mio. EUR (1.415 Mio. EUR) auf Basis der weiterhin guten Refinanzierungsmöglichkeiten der KfW unverändert die wesentliche Ertragsquelle dar.