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News vom 18.08.2016

Der globale Siegeszug der Solarenergie: Deutschland droht den Anschluss zu verpassen

Namhafte Experten diskutieren, was die künftige Preisführerschaft der Solarenergie für Deutschland bedeutet.

Eindruck vom Solarbranchentag Baden-Württemberg 2015. Bild: SolarCluster
Eindruck vom Solarbranchentag Baden-Württemberg 2015. Bild: SolarCluster
Insgesamt zehn Vorträge in zwei thematischen Blöcken und eine Podiumsdiskussion stehen auf dem Programm. Parallel präsentieren innovative Firmen der Solarbranche ihre technischen Neuentwicklungen und Dienstleistungen. Der Solarbranchentag findet im Bildungszentrum Hospitalhof statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 100 Euro. Für Solar-Cluster-Mitglieder gilt ein ermäßigter Eintrittspreis von 60 Euro.

Weitere Informationen: www.solarcluster-bw.de/blog/veranstaltungen/solarbranchentag-2016.

Die Richtung ist klar: Es geht nach oben. Nur Deutschland und Europa schwächeln

Weltweit geht es mit der Photovoltaik steil nach oben: Im Jahr 2014 installierte die Branche Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 40 Gigawatt. 2015 stieg der Zubau auf rund 50 Gigawatt, ein neuer Rekord trotz widriger Umstände wie dem Preisverfall bei den fossilen Energieträgern Kohle, Gas und Öl. Mehrere Prognosen gehen davon aus, dass die Zahl von Solarstromanlagen global weiter wachsen wird. Experten erwarten in vier Jahren ein jährliches Marktvolumen von rund 100 Gigawatt.

Im krassen Gegensatz dazu verläuft die Entwicklung in Deutschland. Letztes Jahr verringerte sich der Zubau erneut, nun auf nur noch 1,5 Gigawatt, fünfmal weniger als noch vor fünf Jahren. China dagegen vergrößerte 2015 sein Wachstum auf 15 Gigawatt und verdrängte Deutschland im letzten Jahr mit einem Bestand von über 40 Gigawatt erstmals von Platz 1. In der Zell- und Modulproduktion geschah dies bereits vor einigen Jahren. Wie eine Energie- und Industriepolitik aussehen sollte, die die Arbeitsplätze in dieser zukunftsträchtigen Branche hierzulande sichert, ist eines der zentralen Themen des Kongresses. Den deutschen Unternehmen fehlt derzeit der Rückenwind im Inland, um auch international langfristig erfolgreich sein zu können.

Wie lässt sich die Kluft zwischen deutschem und globalem Markt überwinden?

Am Vormittag geht es um die globalen Perspektiven der Solarenergienutzung. Dr. Roland Rösch von der Internationalen Organisation für erneuerbare Energien (IRENA) gibt einen Überblick über den Status quo der Solarenergie und die künftigen Entwicklungen. Die Bedeutung der Solarenergie für die Energiewende und das Pariser Klimaschutzabkommen verdeutlicht Jochen Flasbarth, Staatsekretär im Bundesumweltministerium. Umweltminister Franz Untersteller zeigt, wie die Landesregierung das Bundesland Baden-Württemberg zu einem „Sonnenland“ machen will. Welche Perspektiven die deutsche Solarwirtschaft hat angesichts des derzeitigen nationalen Stillstandes, thematisiert Joachim Goldbeck, Präsident des Bundesverbandes Solarwirtschaft und Geschäftsführer der Goldbeck Solar GmbH. Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHT) erläutert, welche künftige Solarenergienutzung aus Sicht des Handwerks sinnvoll ist.

Thema der Diskussion mit dem Publikum am Mittag ist die Zukunft der Solarenergie in Deutschland und welche industriepolitischen Weichenstellungen nötig sind, um die Branche gegenüber der ausländischen Konkurrenz zu unterstützen. Teilnehmen werden Franz Untersteller, Jochen Flasbarth, Dr. Roland Rösch, Joachim Goldbeck, Ralf Homann, Vorsitzender des Solar Clusters Baden-Württemberg, und Rainer Reichhold.

Neue Technologien, Produkte und Geschäftsmodelle

Der Nachmittag hat neue technische Entwicklungen, neue Produkte und neue Geschäftsmodelle zum Thema. Thomas Pauschinger vom Forschungsinstitut für solare und zukunftsfähige thermische Energiesysteme (solites) spricht über den Beitrag der solaren Wärmeerzeugung zur Energiewende. Über den Stand der Forschung, aktuelle Trends und neue technische Entwicklungen in der Photovoltaik berichtet Prof. Dr. Michael Powalla, Vorstand am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Wie Batteriespeicher mehr Flexibilität in die Energiewende bringen, zeigt Thomas Speidel, Präsident des Bundesverbandes Energiespeicher und Chef des Solar-Cluster-Mitglieds ads-tec aus Nürtingen. Dr. Holger Krawinkel vom Energieversorger MVV Energie informiert über neue Produkte, neue Vertriebswege, neue Kommunikationsansätze und das neue Selbstverständnis von Energieversorgern. Und Benjamin Schott von der sonnen GmbH gibt einen Ausblick darauf, wie Solarstromspeicher die Energieversorgung der Zukunft prägen werden.

Aktuelle Informationen zur Solarenergie gibt es auch auf https://twitter.com/SolarClusterBW.

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Titel: Solarbranchentag Baden-Württemberg

Veranstalter: Solar Cluster Baden-Württemberg

Zeit: 28. November 2016, 9:15 bis 17:00 Uhr

Programm: Zwei Vortragsblöcke mit insgesamt zehn Vorträgen und einer Podiumsdiskussion

Ort: Evangelisches Bildungszentrum Hospitalhof, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart (direkt bei der S-Bahn-Haltestelle Stadtmitte)

Zielgruppen: Die Veranstaltung richtet sich an Vertreter von Unternehmen, Stadtwerken, Kommunen, Verbänden und der Politik/Verwaltung.

Kosten:
Teilnahmegebühr inkl. Verpflegung 100 € (zzgl. 19 % USt.), für Mitarbeiter von Mitgliedsorganisationen des Solar Clusters BW sowie für Schüler und Studenten 60 € (zzgl. 19 % USt.)

Anmeldung: www.solarcluster-bw.de/blog/veranstaltungen/solarbranchentag-2016

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Über das Solar Cluster

Das Solar Cluster Baden-Württemberg e.V. will den finanziellen, ökologischen, industriepolitischen und volkswirtschaftlichen Nutzen der Solarenergie stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Ziel der südwestdeutschen Branchenvereinigung ist zudem das Mitwirken an gesetzlichen Rahmenbedingungen zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien und die Schaffung eines dauerhaften Marktes für die Solarenergie. Auch sollen Forschung und Ausbildung sowie neue Technologien zur Stromspeicherung und Netzintegration vorangebracht werden. Das Solar Cluster vertritt rund 40 Mitglieder, neben Industrie und Handwerk der Solarbranche auch Energieunternehmen, Forschungsinstitute und Stadtwerke.
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