Seit Anfang des Jahres gelten mit der neuen Energieeinsparverordnung „EnEv 2016“ verschärfte Energiestandards im Neubau. Dies stellt Planer, Bauträger und Wohnungsbaugesellschaften vor neue Herausforderungen, denn viele bisher bewährte Systeme erfüllen die aktuellen Auflagen nicht. Zumeist ist eine Kombination mit erneuerbaren Energien notwendig, diese ist jedoch häufig mit hohen Kosten verbunden. Mit dem Konzept der Nahwärme bietet die gc Wärmedienste GmbH (german contract) eine kosten- und energieeffiziente Lösung, die sich besonders im Wohnungsbau anbietet, wo gleich mehrere Wohneinheiten mit Wärme versorgt werden müssen.
Umweltfreundliche Alternative: Zwei Pelletkessel der Firma Fröling versorgen die insgesamt 40 Wohneinheiten mit Wärme. Bild: german contract
Nahwärme ist eine moderne, umweltbewusste und wirtschaftliche Alternative zu herkömmlichen Heizungsanlagen, mit der gleich mehrere Haushalte mit Wärme versorgt werden können. Die Wärmeerzeugung erfolgt nicht mehr durch Einzelöfen oder Zentralheizungen bei den Abnehmern selbst, sondern in unmittelbarer Nähe zum beheizten Objekt in einer zentralen Heizstation. Von dort wird sie über ein NahwärmeLeitungsnetz direkt zu einer platzsparenden Übergabestation in den Haushalten transportiert. Ein Konzept, das sich gerade für Neubausiedlungen hervorragend eignet. Hier bietet Nahwärme eine technisch und ökonomisch günstige Lösung, denn sie sorgt für mehr finanziellen Spielraum und spart Platz: Da nicht - wie sonst üblich - jedes Gebäude mit einer Einzelheizung ausgestattet wird, muss kein Raum dafür eingeplant werden. Es bleibt also mehr Fläche, die vermarket werden kann und auch die Investition für Heizung und Schornstein fällt weg. Zusätzlich werden die Instandhaltungs- und Reparaturkosten für den zukünftigen Besitzer der Immobilie reduziert, da in dieser lediglich die Übergabestation installiert ist.
Effizienz durch Kraft-Wärme-Kopplung
Die Wärmeversorgung mit Nahwärme ist besonders umweltschonend und effizient, da durch sie der Einsatz von erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gefördert wird. So kommen in der Heizzentrale vorrangig Blockheizkraftwerke (BHKW) oder Brennstoffzellen zum Einsatz, welche gleichzeitig Wärme und Strom produzieren und die vorgeschriebenen Werte der EnEV 2016 erreichen. Nach der neuen Verordnung wurde unter anderem der höchstzulässige Jahresprimärenergie-Bedarf zum Heizen, Lüften, Kühlen und Wassererwärmen um 25 Prozent gesenkt sowie der maximal erlaubte, mittlere Wärmeverlust durch die Gebäudehülle um 20 Prozent. Auch der Primärenergiefaktor für Strom zum Heizen wurde von 2,6 auf 1,8 herabgesenkt. Durch den Einsatz von KWK werden alle an das Nahwärme-Netz angeschlossenen Wohneinheiten nicht nur mit Wärme, sondern auch mit Strom versorgt. Strom, der nicht benötigt wird, wird ins öffentliche Netz eingespeist. Durch die gemeinsame Nutzung einer Anlage steigt natürlich auch die Wirtschaftlichkeit – je mehr Häuser angeschlossen sind, umso ökonomischer ist die Wärmeversorgung, denn zahlreiche einzelne Anlagen sind zusammen immer teurer als eine größere Anlage.
Auf erfahrene Partner setzen
Noch ökonomischer wird die Nahwärmeversorgung durch die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Contractor. Über 3.500 Wohneinheiten werden bereits von german contract mit Nahwärme versorgt. Das Besondere an einer gemeinsamen Realisierung mit dem Neusser Contracting Spezialisten ist das Full-Service-Paket, das der Kunde zusammen mit seiner neuen Heizstation erhält: Er bekommt die neue Heizungsanlage über einen vertraglich festgelegten Zeitraum gegen eine monatliche Pauschale zur Verfügung gestellt. Wartungen, Reparaturen und ein 24Stunden-Notdienst sind in dieser enthalten. Zusätzlich zahlt der Kunde nur den reinen Wärmeverbrauch, wobei er den Energielieferanten in der Regel eigenständig wählen kann. Ein weiteres Plus: Die Anlagentechnik wird durch den Contractor fernüberwacht. „Durch die kontinuierliche Fernüberwachung können wir unseren Kunden höchste Energieeffizienz über die gesamte Vertragslaufzeit garantieren. Das spart Energie und hilft, die Nebenkosten in einem annehmbaren Rahmen zu halten“, erklärt Roland Gilges, Geschäftsführer von german contract. Außerdem sorgen
wir so dafür, dass Störungen der Heizung umgehend behoben werden. Bei einem plötzlich auftretenden Funktionsausfall oder einer Unregelmäßigkeit, geben wir umgehend unseren Kooperationspartnern aus dem Fachhandwerk Bescheid. Sie sind innerhalb kürzester Zeit vor Ort und sorgen dafür, dass der Betrieb schnellstmöglich weiterläuft“, so Gilges weiter.
Auf regenerative Energien setzen
Egal für welches Heizungsmodell sich Wohneigentümer auch entscheiden: german contract bietet stets die optimale Wärmelösung. Vermehrt werden regenerative Energien wie Solartechnik, Brennstoffzellen, Wärmepumpen, BHKWs und Pelletheizungen in die Energiekonzepte einbezogen. Wie auch beim Bau einer Neubausiedlung in Velbert, welche in zwei Abschnitten gebaut wurde. Geplant waren zunächst zwölf Wohneinheiten. Hierfür wurde eine Heizzentrale mit einem 100 kW Pelletkessel vom Typ P4 der Firma Fröling errichtet. Das Konzept überzeugte das verantwortliche Wohnungsbauunternehmen, die Bonava Deutschland GmbH so sehr, dass ein Jahr später die nächste Anlage samt 150 kW Pelletkessel vom Typ TX 150 für weitere 28 Einfamilienhäuser folgte. Daher versorgen hier nun zwei Nahwärmestationen die insgesamt 40 Wohneinheiten mit Wärme. Eine besonders umweltfreundliche Alternative, denn Holzpellets verbrennen nahezu klimaneutral. Je zwei Pufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von 1500 Litern speichern überschüssige Energie. Für Corinna Tiggelman, Projektleiterin und stellvertretende Regionsleiterin der Bonava Deutschland GmbH, liegen die Vorteile klar auf der Hand: „Die zentrale und auch autarke Wärmeerzeugung in der Siedlung spart jedem Hauseigentümer bares Geld. Außerdem erreichen wir durch die Pelletanlage eine beträchtliche CO2-Reduktion und können so die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Für die Planung und Investition der Anlage fiel unsere Wahl auf german contract, da wir bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit gemacht haben. Wir sehen Contracting als eine äußerst wirtschaftliche Lösung.“