Der VDI lädt im September, Oktober und November zu folgenden Seminaren ein:
GEBÄUDEAUTOMATION
12. Oktober 2000 in Essen, Johnson Control GmbH
23. November 2000 in München, IHK-Akademie
Teilnahmegebühr: 720DM
Inhalt:
Die Gebäudeautomation steht in einem Umbruch. Einerseits hat die Komplexität an Funktionen stetig zugenommen - andererseits besteht ein zunehmender Kostendruck auf die Lieferanten der Systeme, die beratenden Ingenieure und die Anlagenerrichter. Auch die Wartungs- und Instandhaltungskosten spielen eine gewichtige Rolle.
Bisher wurden die verschiedenen Gewerke in der Gebäudetechnik von der Planung bis zum Unterhalt als Einzelsysteme betrachtet. Die Vision der zukünftigen GA sieht sich als gewerkeübergreifendes, integrales Gesamtsystem. Diese Sichtweise hat auch in Normen und Richtlinien Einzug gehalten: z. B. die neue GA-Informationsliste.
Das Seminar vermittelt die Anwendung der neuen genormten Funktionen als Basis für die regelkonforme Planung und Ausschreibung. Es soll u. a.
- Anreiz für Planer schaffen, nach den neuen Regeln zu planen,
- durch Anwendung der Regeln und normenkonforme Planung das Projektrisiko für alle Beteiligten reduzieren,
- aufzeigen, wie mit modernen Werkzeugen nach den neuen Regeln rationell geplant, ausgeschrieben und angeboten werden kann sowie erläutern, wie man mit VDI 3814 und GAEB StEB 071 /072 arbeitet,
- motivieren, wirtschaftlich betreibbare Anlagen zu planen und technische Konzepte dafür aufzustellen.
Die Referenten sind Experten aus der Praxis und Mitwirkende im VDI 3814 Richtlinienausschuß sowie im GAEB AK 071 (Automationsebene).
DAS BAUSCHADENSGUTACHTEN
16. – 17. Oktober 2000 in Ratingen, Relexa Hotel
Teilnahmegebühr: 1380DM
Inhalt:
Seit Jahren ist im Bauwesen eine zunehmende Verrechtlichung zu beobachten. Die Anzahl der Bauprozesse steigt kontinuierlich. Eine wesentliche Prozeß- und Entscheidungsgrundlage zur Beurteilung von strittigen Sachlagen stellen Baugutachten dar. Sowohl von Gerichten als auch Privatpersonen werden zunehmend Gutachterleistungen nachgefragt. Neben der beratenden Funktion bietet die gutachterliche Tätigkeit für den Ingenieur eine interessante Ergänzung seines Dienstleistungsangebotes. Insbesondere in konjunkturell schwachen Zeiten bietet die Tätigkeit als Gutachter eine zusätzliche Sicherung des Kerngeschäfts.
Ziel dieses Seminares ist es, in die rechtlichen, theoretischen und praktischen Grundlagen der Erstellung von Schadensgutachten im Konstruktiven Ingenieurbau unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen der Bauschadensforschung und Normung einzuführen.
Die Seminarteilnehmer sollen nach Abschluß des Seminares in der Lage sein, Bauschadensgutachten in Bezug auf Vollständigkeit und Richtigkeit beurteilen zu können. Weiterhin werden die Seminarteilnehmer anhand der Seminarthemen mit der selbständigen Anfertigung von Bauschadensgutachten vertraut gemacht.
Ein weiteres Lernziel ist die genaue Kenntnis der rechtlichen Rahmenbedingungen der Sachverständigentätigkeit sowie die Vorgehensweise im Rahmen der öffentlichen Bestellung und Vereidigung als Sachverständiger.
Zielgruppe:
Ingenieure, Architekten, Handwerker, Immobilienwirte, Facility-Manager, Projektentwickler, Baugewerbebetreibende, Rechtsanwälte, Bausachverständige und sonstige Interessierte.
FUNKTIONALE AUSSCHREIBUNG
17. Oktober 2000 in Düsseldorf, Novotel-Süd
Teilnahmegebühr: 860DM
Inhalt:
Die funktionale Ausschreibung ist im Bauwesen seit Jahrzehnten insbesondere im Bereich des Bauträgergeschäfts bekannt. Erst in den letzten ]ehren hat diese Ausschreibungs- und Vergabetechnik eine gewisse Verbreitung auch bei Großprojekten erlangt.
Während der Auftraggeber einen geringeren Aufwand im Rahmen der Ausschreibung hat und auf die Kreativität der Bieter hinsichtlich der angebotenen Leistungen hofft, kann ein Bieter im Idealfall die erheblichen Spielräume in der Definition der Bauleistung zur Erzielung technisch intelligenter und ggf. preiswerterer Lösungen nutzen.
Das Seminar greift die vergaberechtlichen Implikationen der funktionalen Ausschreibung ebenso auf wie die Risiken und ihre Beherrschung im Rahmen der Ausführung. Typische Konfliktsituationen werden anhand von Fallbeispielen erörtert und Lösungswege aufgezeigt.
Die Referenten sind erfahrene Rechtsanwälte aus einer baurechtlich spezialisierten Kanzlei. Sie bringen eine langjährige Erfahrung aus der Betreuung zahlreicher Großprojekte im Hoch- und Tiefbau ein, was die Kompetenz und Praxisnähe der Veranstaltung gewährleistet.
Diskussionswünsche der Teilnehmer werden im Rahmen der Veranstaltung flexibel aufgegriffen.
Zielgruppe:
Projektleiter und -steuerer, Architekten, Bauunternehmen und Anlagenbauer, Planungs- und Bauüberwachungsbüros, Bauherren und Generalunternehmer
RECHTSSICHERE DURCHFÜHRUNG VON BAUVORHABEN
19. – 20. September 2000 in Berlin, Novotel
Teilnahmegebühr: 1140DM
Inhalt:
Größere Bauvorhaben werden mit vielen Beteiligten ausgeführt. Bei der Koordination und Aufteilung der Verantwortung und Haftung sind Konflikte an der Tagesordnung. Ohne baurechtliche Grundkenntnisse können komplexe Maßnahmen heute nicht mehr realisiert werden. Zunehmend schalten Auftraggeber wie Auftragnehmer schon zu Beginn eines Bauvorhabens juristische Berater ein.
Der günstige Preis, zu dem nach einer Ausschreibung der Zuschlag erteilt wurde, ist aus Sicht des Auftragnehmers häufig durch Nachträge "aufbesserungsbedürftig". Der Auftraggeber hingegen wünscht sich das Bauvorhaben, das am Ende soviel kostet wie am Anfang festgeschrieben, selbst wenn „Kleinigkeiten“ anders auszuführen waren.
Die Projektleitung muß die VOB perfekt beherrschen. Versäumnisse im Vertrags-Handling kann auch der Rechtsanwalt später nicht mehr heilen.
Das Seminar behandelt die konfliktträchtigen "Standardsituationen" im gesamten Bauvorhaben. Es wird das juristische Handwerkszeug vorgestellt, um typische Konflikte auf der Baustelle zu erkennen, richtig zu steuern und - je nach Interessenslage - Ansprüche abzuwehren oder durchzusetzen.
Die Referenten sind erfahrene Rechtsanwälte aus einer baurechtlichen Spezialkanzlei. Ihre Erfahrungen aus der Beratung von Großprojekten wie U-Bahn-Bau, Eisenbahn- und Autobahnbau, Büro- und Gewerbeparks, Flughäfen etc. gewährleisten die Kompetenz und Praxisnähe der Veranstaltung.
Zusätzlich zu den Seminarunterlagen erhalten die Teilnehmer das Buch: „Die Bezahlung der Bauleistung“, R. Leinemann, Köln, 2. Auflage 1999.
Zielgruppe:
- Führungskräfte der Bauwirtschaft, Projektleiter, Architekten, Projektsteuerer
- Geschäftsführer und Niederlassungsleiter von Bauunternehmen
- Bausachverständige, Planungs- und Bauüberwachungsbüros
- Fonds und bauträger sowie Behörden, die mit der Erstellung von Bauvorhaben befasst sind
Bei allen Seminaren sind die Pausengetränke und an jedem vollen Seminartag ein Mittagessen enthalten. Ein ausführliches Handbuch wird den Teilnehmern am Veranstaltungsort ausgehändigt.
Weitere Informationen unter Tel. 0211 / 3214 – 201, Fax 0211 / 3214 – 154, im Internet oder per e-mail.