Entgegen der allgemeinen Annahme, große Unternehmen sind in Sachen Online Marketing deutlich fortschrittlicher als die kleinen, gibt jetzt eine von Saxoprint herausgegebene Studie Aufschluss über das Gegenteil: Kleine Unternehmen sind Vorreiter im Online Marketing. Im Rahmen der Studie wurden durch TNS Infratest die Marketingverantwortlichen aus 960 Unternehmen des technischen Mittelstands befragt – darunter auch die Branche für Energieversorgung. Auch hier zeigen sich kleine Unternehmen dynamischer und innovativer, als vielfach angenommen.
Die wichtigsten Online Maßnahmen zur erreichung der Marketing Ziele.
Bild: Saxoprint Der Gesamtbericht mit den wichtigsten Erkenntnissen der Studie sowie Handlungsempfehlungen für Unternehmen stehen hier zum kostenlosen Download bereit. Darüber hinaus können die branchenspezifischen Auswertungen für elf verschiedene Wirtschaftszweige – darunter auch der Bericht für die Energie-Branche – heruntergeladen werden. Das kostenlose Benchmarking-Tool ermöglich einen direkten Vergleich der eigenen Unternehmenswerte mit denen der Branchendurchschnitte oder Best-Practice-Unternehmen.
Online Marketing Investitionen der mittelständischen Energie-Branche
Kleine und mittlere Betriebe der Branche für Energieversorgung haben die Relevanz des Online Marketings längst erkannt und investieren bereits 22% ihres gesamten Marketingbudgets in Online Marketing Aktivitäten. Im Vergleich kleiner Unternehmen mit 20 bis 29 Mitarbeitern mit größeren Unternehmen mit 200 bis 500 Mitarbeitern zeigt sich, dass vor allem die kleinen Betriebe schneller auf den Trend des Online Marketings reagieren können. Somit geben kleinere Betriebe etwa 27% ihres gesamten Marketingbudgets für Online-Maßnahmen aus, wogegen größere Betriebe mit 17% deutlich dahinterliegen. Während größere Unternehmen ihre Größenvorteile bei klassischen Marketing-Instrumenten ausspielen können, sind kleinere Betriebe auf zielgenaue, spezifische Maßnahmen angewiesen und bevorzugen daher eher die Instrumente des Online Marketings.
Offline Marketing bleibt in Zukunft weiterhin wichtig
Auch wenn die Relevanz des Online Marketings stetig zunimmt, sind Offline-Maßnahmen nach wie vor zentral für die Erreichung der Marketingziele in der mittelständischen Energie-Branche. 61% der befragten Unternehmen schätzen beispielsweise Druckprodukte wie Broschüren oder Flyer als wichtig oder sehr wichtig ein. Ebenso beliebt sind nach wie vor Produktkataloge und Druck-Mailings. Als wichtigste Maßnahme zur Kunden- und Interessentengewinnung im Offline-Bereich wird die Messe eingestuft. Je nach Unternehmensgröße variieren die Präferenzen für Offline-Aktivitäten. So sehen größere Betriebe die klassischen Druckprodukte als bedeutend wichtiger an als kleinere Unternehmen des Mittelstands. Bei den Best-Practice-Unternehmen ist ein Trend zur Pressearbeit und Networking-Veranstaltungen abzusehen.
Die Zukunft des Digitalisierungsfortschritts im Marketing
Auch in der Zukunft plant die Energie-Branche, weiter in Online Marketing zu investieren. Energieversorgerbetriebe rechnen in den kommenden zwei Jahren mit einem Anstieg von aktuell 30% auf 43%. Dabei betrachten die mittelständischen Energieversorger die weitere Einführung und Entwicklung neuer Online-Maßnahmen als zentrale Herausforderung des Marketings. Allerdings kristallisieren sich bei dieser Einschätzung große Unterschiede zu anderen Branchen heraus. So haben 77% der befragten Unternehmen der IT-Branche den Einsatz von Online-Maßnahmen als sehr wichtig erkannt, dagegen teilen beispielsweise bloß 40% der Unternehmen der Kraftwagen-Branche diese Meinung. 85% der IT-Betriebe definieren zudem Content-Marketing als zentralen Leitansatz für ihre Marketingaktivität, der in Zukunft stärker verfolgt werden soll. In der Energie-Branche teilen 79% der Unternehmen diese Einschätzung.
Digitalisierungsgrad und Marketing-Maßnahmen stark branchenabhängig
Mittelständler der Energieversorgung haben Druckmaterialien wie Flyer und Broschüren als wichtigstes Marketing-Instrument für die Gewinnung von Neukunden und Interessenten erkannt (31%), dicht gefolgt von der Unternehmenswebseite mit 21%. Die Einschätzungen sind jedoch sehr branchenabhängig. Das zeigt deutlich: Ein allgemeingültiges Verfahren für alle Branchen und einen idealen Grad der Digitalisierung gibt es nicht. Umso wichtiger sind branchenspezifische Aussagen, um zu realistischen Einschätzungen zu gelangen.