Leistungsgeregelte Wärmepumpen arbeiten energieeffizienter und betriebskostenschonender als ihre herkömmlichen An-Aus-Gegenstücke. Mit den drehzahlvariablen Sole/Wasser-Wärmepumpen F1155 bzw. F1255 bietet NIBE jetzt eine durchgängig leistungsstarke Systemfamilie an. Im Verbund mit weiteren Anlagenkomponenten lassen sich Projekte mit den unterschiedlichsten Anforderungsprofilen umsetzen.
Bild: NIBE Die Familie ist komplett: Nibe hat die Reihe der drehzahlvariablen Sole/Wasser- Wärmepumpen F1155 bzw. F1255 ergänzt. Das Gerät mit 3 bis 12 kW Leistung stellt dabei das Bindeglied dar zwischen der Variante mit dem großem Leistungsbereich 1,5 bis 6 kW und der Variante mit dem kleinen Leistungsbereich von 4 bis 16 kW. In allen drei Leistungsbereichen gibt es die Wärmepumpe ohne Brauchwasserspeicher unter der Bezeichnung F1155. Als Typ F1255 ist das System zusätzlich ausgestattet mit einem Brauchwasserspeicher, das Fassungsvermögen liegt bei 180 Liter.
Das herausragende Familienmerkmal der Sole/Wasser-Wärmepumpen ist die variable Steuerung der Leistung. Heißt: Das System passt seine Arbeitsleistung dem tatsächlichen Wärmebedarf an. Das betrifft unter anderem die Drehzahlregelung des Verdichters und damit einhergehend eine Volumenstromanpassung. Mit dem Ergebnis, dass die Anlage vor allem in den Übergangszeiten Herbst und Frühjahr überwiegend im Teillastbereich arbeitet und entsprechend moduliert. Denn gerade in diesen Phasen fällt der Wärmebedarf deutlich geringer aus im Vergleich zur Auslegung der Wärmepumpe. Das bedeutet: weniger Starts und damit verbunden eine höhere Lebensdauer der Komponenten. Unterm Strich führt das zudem zu wesentlich besseren Leistungszahlen und niedrigeren Betriebskosten. Herkömmliche Systeme, nach klassischem Ein-Aus-Muster betrieben, reichen da nicht mehr heran.
Energieeffizient gestalten die drehzahlgeregelten Anlagen auch den Brauchwasser-Ladebetrieb. Über die Leistungsanpassung entfällt nämlich zudem das vorzeitige Abschalten des Verdichters: die Brauchwasser-Solltemperatur wird schneller erreicht. Mit der variablen Leistungsanpassung kennt sich Nibe schon lange aus: Bereits im Jahr 2005 hat der schwedische Hersteller Sole/Wasser-Wärmepumpen mit drehzahlgeregelten Verdichtern in Serie für den deutschen Markt gefertigt.
Wärmequelle wird nicht überlastet
Sie schonende Betriebsweise der Wärmepumpen hat Nibe auch auf die Wärmequellen übertragen. Der Hersteller hat die Systeme so ausgelegt, dass sie eine Überlastung der Wärmequellen strikt vermeiden. Hier gilt: Die Geräte passen sich an das Leistungsvermögen der Wärmequelle an. Bei Unterschreitung einer zulässigen Quellentemperatur reduziert sich die Arbeitsleistung der Wärmepumpe, um die Quelle zu entlasten.
NIBE weist für die Systemfamilie F1155 bzw. F1255 einen SCOP aus von 5,3 (nach DIN 14825). Das neue Familienmitglied mit 3 bis 12 kW Leistung ist ebenso in der Energieeffizienzklasse A++ für Geräte gelistet wie sein Geschwister. Im Anlagenverbundlabel erreicht das System die Klassifizierung A+++. Im Label für die Warmwasserbereitung liegt die F1255 in der Klasse A (beim Zapfprofil XL). Die Sole/Wasser-Wärmepumpen nutzen das Kältemittel R407C und verfügen über eine integrierte Heizpatrone. Wegen ihrer schlanken Bauweise benötigen sie nur eine geringe Aufstellfläche. In allen Leistungsbereichen messen die Geräte 600 x 620 mm Grundfläche, nur die Höhe variiert von der F1155 (1500 mm) zur F1255 (1800 mm).
Regelung steuert komplette Haustechnik
Die Geräte sind vielseitig verwendbar. Sie eigenen sich für die Aufstellung in Einfamilienhäusern ebenso wie für die Verwendung in Reihen- und Mehrfamilienhäusern. Für die Nutzung in kommerziellen Gebäuden sind die Wärmepumpen ebenfalls ausgelegt. Dabei lassen sich auch die Funktionsmöglichkeiten der Systeme erweitern. So bietet NIBE auf die Geräte abgestimmte Ergänzungen an in Form von Komfortmodulen. Das beinhaltet unter anderem Anlagenkomponenten zur aktiven und passiven Kühlung sowie verschiedene Lüftungssysteme. Der Hersteller hat die Regelung innerhalb der Wärmepumpe bereits so ausgelegt, dass die Komfortmodule regelungstechnisch mit sehr wenig Aufwand eingebunden werden können.
Überhaupt ist die Systemfamilie in Bezug auf digitale Schnittstellen bestens aufgestellt. Die F1155/F1255 ist in der vorliegenden Ausführung Smart-Grid-Ready (SG-Ready). Heißt: Die Geräte können in einen intelligenten Stromnetzbetrieb eingebunden werden. Außerdem sind sie für die Nutzung von selbsterzeugten Photovoltaik-Strom ausgelegt. Und damit die Regelung auch immer auf dem aktuellen Stand bleibt, ist über die Standardfunktion
NIBE UplinkTM ein Fernzugriff zur Systemoptimierung möglich.