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News vom 21.08.2002

Intelligente Wärmestrahlung steigert das Betriebsklima


Deckenstrahlplatten etablieren sich als ökonomisch und ökologisch effizientes Heizsystem für den Großraumbereich.

Deckenstrahlplatten sind wirtschaftlich und vielseitig einsetzbar. Sie garantieren optimale Behaglichkeit bei freizügiger Integration in architektonische Raumkonzepte. Gleichzeitig haben sie sich als energiesparend und umweltschonend bewährt. Ihre Nutzung ist besonders in Produktions- und Lagerhallen sowie in Sporthallen und Ausstellungsräumen von großem Vorteil.

Die Funktion von Deckenstrahlplatten ist mit hohen Auslegungstemperaturen (Heißwasser) genauso gewährleistet wie bei den heute verwendeten Brennwert- und Niedertemperaturanlagen mit Vorlauftemperaturen bis zu 35°C. Außerdem bieten sie darüber hinaus die Option der Kühlung. Die Wärmeverteilung erfolgt gleichmäßig. Einzelne Raumzonen können mit unterschiedlichen Temperaturen beheizt werden, ohne Mauern und Trennwände. Wirtschaftlich ist ihr Einsatz bei Raumhöhen ab 3 m bis zu 40 m.

"Die Sonne scheint!" - Das Strahlungsprinzip der Deckenstrahlplatte

Deckenstrahlplatten geben Ihre Wärme bis zu 70% als Strahlung ab. Die restliche Wärme wird durch Berührung an die umgebene Luft übertragen. Vergleichbar mit der Sonne, wird die Wärme also in Form von Strahlung an die Arbeits- bzw. Aufenthaltsbereiche gelenkt. Der Vorteil dieses Heizenergietransports durch Strahlung liegt in er unmittelbaren Wärmewirkung auf den Körper.

Die angestrahlten Flächen geben die Wärme wiederum durch Strahlung und Konvektion an ihre Umgebung ab. Der dabei von den Strahlen überbrückte Luftraum erwärmt sich nicht. Das Temperaturempfinden des Menschen wird durch den Wärmeaustausch der im Körper erzeugten Wärme mit der Umgebung bestimmt.

Infolge der Erhöhung der Umgebungstemperatur durch die Strahlung empfindet der Mensch die Temperatur im Raum 2°C bis 3°C höher als die tatsächlich messbare Lufttemperatur (Behaglichkeit). Dadurch wird viel Heizenergie eingespart, die ansonsten bei Luft- und Fußbodenheizungen verloren ginge.

Für das Behaglichkeitsempfinden ist es in weiten Bereichen unerheblich, auf welche Weise der Ausgleich erfolgt. Bei den Strahlungsheizungen wird der Ausgleich der Wärmebilanz durch eine erhöhte Strahlungstemperatur (Ungebungstemperatur) des Raumes bei niedriger Lufttemperatur erzielt.

Für den Wärmetransport selbst ist keine Luftumwälzung notwendig. Staubaufwirbelung, Bazillenverteilung und Zugluft entfallen. Auch entsteht keine Staubverbrennungverschwelung wie dies bei Hochtemperatur- und Direktverbrennungsheizsystemen der Fall ist. Ein entscheidender Vorteil für die Gesundheit.

Somit fördert die Deckenstrahlheizung nicht nur ein gutes "Betriebsklima", sondern beugt auch Erkrankungen der Atemwege vor: Ein wichtiger Schritt zur Vermeidung des sogenannten "Sick-Building-Syndroms", also des Phänomens der gesundheitschädlichen Raum- und Gebäudeeinflüsse.

Optimale Temperaturbehaglichkeit - Das angenehme Plus der Deckenstrahlplatten

Wasserdurchflossene Deckenstrahlplatten gehören zu den Mitteltemperaturstrahlern im Bereich von 35°C bis 140°C. Ihre Montagehöhe liegt in der Regel zwischen 3 und 40 m. Sie werden unter dem Hallendach montiert. Damit kann die Nutzung der Räume unabhängig vom Heizsystem erfolgen und jederzeit verändert werden. Auch steht mehr Fläche zur Verfügung, da keine Heizkörper am Fußboden benötigt werden. Bei wasserdurchflossenen Deckenstrahlplatten entsteht zudem keine Stauwärme unter dem Dach, da die Platten nach oben hinab Werk mit Isoliermatten ausgestattet sind. Somit strahlt die Wärme nach unten, wohingegen sich die warme Luft bei der Luftheizung unter dem Hallendach sammelt.

Die Ausstattung größerer Objekte mit Deckenstrahlplatten bewirkt ein angenehmes Raumklima mit gleichmäßiger Temperaturverteilung in horizontaler wie in vertikaler Richtung. Dies bedeutet eine 2°C bis 3° höhere Fußbodentemperatur, gegenüber der Lufttemperatur in einem Meter Höhe.

Deckenstrahlplatten gibt es in unterschiedlichen Breiten mit eingelegter Wärmedämmung. Dadurch ist eine optimale Anpassung an den jeweiligen Wärmebedarf der unterschiedlichen Zonen eines Raumes möglich. Eine auf das jeweilige Gebäude abgestimmte Strahlplattenlänge führt zu kurzen Rohranbindungen. Dies führt wiederum zu geringen Investitions- und Installationskosten.

Die Wirtschaftlichkeit des Heizsystems - Strahlungswärme zahlt sich aus

Ein entscheidender Faktor für die Beheizung von Räumen mit Deckenstrahlplatten ist die Wirtschaftlichkeit dieses Systems.
Eine optimale Regelbarkeit, die zonenweise beheizbaren Felder sowie der Strahlungseinfluss führen zu einer deutlichen Verringerung der benötigten Heizenergie. Antriebsenergie zur Wärmeverteilung (Ventilatoren) wird nicht mehr benötigt. Dadurch werden u.a. Zug- und Luftströmungen in Sporthallen vermieden. Diese können bei Badminton und Tischtennis negativ auf die Fluglinie des sehr leichten Balles und somit auf das Spielverhalten auswirken. Deckenstrahlplatten sind außerdem wartungsfrei und haben eine sehr hohe Lebenserwartung. Selbst Abwärme (Prozesswärme) auf niedrigem Temperaturniveau kann mit diesem System genutzt werden.

Der "beispielhafte" Einsatz der Deckenstrahlheizung in einem ungewöhnlichen Anwendungsfeld

Wie erfolgreich sich der Einbau eines Deckenstrahlheizsystems auf das "Betriebsklima" auswirken kann zeigt das Beispiel einer Schreinerei aus Vohburg. Die 430 m2 große Produktionshalle entstand zusammen mit einem Büro- und Wohntrakt in einem Gewerbegebiet. Die Beheizung der 4,20 m bis 6,35 m hohen Halle erfolgte mit Deckenstrahlplatten der Zehnder Wärmekörper GmbH, Lahr.

Bedingt durch deren Einsatz wird die für die Mitarbeiter geforderte Empfindungstemperatur von 18°C bereits bei einer Lufttemperatur von 15°C erreicht. Folglich konnte das Heizsystem entsprechend begrenzt werden. Da bei der Absenkung der Lufttemperatur um l°C in der Heizungs- und Klimatechnik heute mit einer Einsparung von 6% Energie gerechnet wird, konnte beim dargestellten Objekt eine 25 bis 36%ige Energieeinsparung gegenüber der normalen Luftheizung erzielt werden.

Betrieben wird die Heizungsanlage von einem Spänekessel mit einer Heizleistung von 160 KW. Er versorgt Werkstatt, Büros und Wohnhaus sowie zwei Brauchwasserspeicher. Die Späne werden in allen spanabhebenden Maschinen abgesaugt, in einem Silo gebunkert und von dort der Heizung zugeführt. Die angesaugte Raumluft wird durch einen Filter gereinigt und über eine Wärmerückgewinnungsanlage in die Halle zurückgeführt.

Das Beispiel demonstriert die hervorragenden energie- und umweltschonenden Eigenschaften der Deckenstrahlheizung eindrucksvoll. Das Heizsystem reagiert schnell mit minimaler Speicherkapazität. Kalte Materialien werden schneller erwärmt. Dadurch tritt keine Kondensation auf. Die Strahlung erwärmt alle Gegenstände unterhalb der Heizkörper ohne die Luft aufzuheizen und Verwirbelung zu erzeugen. In einer Schreinerei mit erheblichen Staub- und Feinststaubanfall ist dies ein wichtiger Aspekt, denn Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter tragen in erheblichem Umfang zu einem guten Betriebsergebnis bei. Und nicht nur dort.
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