Der Pool braucht viel Pflege. Das wichtigste Zubehör dient dazu, den Pool sauber und Keime in Schach zu halten. Beginnen wir mit der Pumpe und der Filteranlage. Beide gehören untrennbar zusammen. Die Pumpe wälzt das Wasser im Pool um und führt das dazu durch einen Filter. Hier bleiben Verunreinigungen hängen. Würde die Pumpe nicht ihren Dienst tun, wäre der Pool ein stehendes Gewässer. Dessen Inhalt kippt in kürzester Zeit. Das bedeutet folgendes: Algen bilden sich , meist an einem grünen Schleim leicht zu erkennen. Sie verbrauchen Sauerstoff, dadurch wird das Wasser sauerstoffarm. Letztlich bekommen die Alten die Oberhand, das ganze Wasser wird grün.
Pumpen und Filter sind für Pools Voraussetzung. Sie halten das Wasser sauber und weitgehend keimfrei.
Bild: Speck Pumpen
Ohne Pumpe, Filter und Pflege sieht ein Pool schnell so aus.
Bild: fy Wird das Wasser regelmäßig mit einer Pumpe umgewälzt und gefiltert, besteht die Gefahr des Kippens nicht oder nur an extrem heißen nun sehr sonnigen Sommertagen. Ein Zusatz von Chlor, das in einem späteren Teil dieser Serie beleuchtet wird, unterstützt den Prozess des Klarhaltens.
Da die Pumpe und der Filter also zuverlässig arbeiten müssen, sollte man hier nicht knauserig sein. Denn eine gute Pumpe muss, wie wir nun wissen, regelmäßig laufen. Das wiederum kostet Strom. Deswegen sollte bei der Auswahl auf Stromsparmodelle gesetzt werden. Allerdings, das ist der Wermutstropfen, lohnen die sich nur für großer oder sehr große Pools. Erst bei großen Wassermengen von mehr als 20 Kubikmeter je Stunde macht sich der Unterschied der Pumpen auch finanziell bemerkbar.
Stromsparpumpen bei großen Pools
Dazu eine kleine Rechnung: Für einen wie in der zweiten Folge beschriebenen Pool von 3 x 6 x 1,5 Metern braucht man eine Laufzeit von etwa sechs Stunden täglich bei 150 Pooltagen. Eine normale Pumpe mit einer Leistung von rund 400 W braucht für etwa 100 Euro Strom. Eine Stromsparpumpe kann etwa 10 Prozent davon einsparen, also 10 bis 15 Euro.
Noch zu den Laufzeiten: Die richten sich nach der Wassermenge. Als Regel kann gelten, dass je Stunde ein Drittel des Poolinhaltes umgewälzt werden muss. Unser Musterbecken hat insgesamt 27 Kubikmeter Wasser. Ein Drittel wäre 9 Kubikmeter. Also muss eine Pumpe eingeplant werden, die 9 Kubikmeter Wasser je Stunde umwälzen kann. Pumpen dieser Größe sind schon ab 200 Euro in sehr guter Qualität zu erhalten. Übrigens: Wer seinen Pool beheizen möchte - auch diese Funktion kann eine Pumpe abdecken.
Mehrschichtfilter empfehlenswert
Nun zum Filter: Er sorgt letztlich dafür, dass unser Poolwasser nicht stinkt und klar bleibt – also im wahrsten Sinne des Wortes einen ungetrübten Badespaß garantiert. Am verbreitetsten in privaten Pools sind Sandfilter. Sie enthalten Quarzsand, durch den das Wasser hindurch geleitet und damit gefiltert wird. Diese Sandschicht kann nur in einer Schicht vorhanden sein, dann spricht man – logisch – von Einschichtfiltern. Sind mehrere Schichten, zudem meist eine aus Aktivkohle, vorhanden, handelt es sich – ebenso logisch – um Mehrschichtfilter. Letztere sind empfehlenswerter, weil sie eine höhere Reinheit des Wasser garantieren, auch wenn sie etwas teurer sind und etwa 500 Euro kosten im Gegensatz zu etwa 100 Euro für Einschichtfilter. Im Filter wird das Wasser über die ganze Filterfläche verteilt. Auch das garantiert bestmögliche Verwendung. Einen Vorteil haben gute Filter: Sie reduzieren den Bedarf an Poolpflegemitteln, auch den von Chlor.
Allerdings: Je besser ein Filter arbeitet, um so schneller verdreckt er auch. Doch bei seiner Reinigung kommt unser Poolpumpe zum Einsatz. Sie wird einfach in die andere Fließrichtung geschaltet und treibt so den Schmutz aus dem Filter. Aber bitte beachten: Die so entstandene Brühe nicht in den Pool leiten, sondern lieber gleich in die Kanalisation!
Wie nun aber kommt das Wasser zum Filter? Dafür bedarf es eines Skimmers, also eines Ansaugschachts, der bei privaten Pools meist an der Wasseroberfläche zu finden ist. Er enthält einen gitterähnliche Korb, der grobe Verunreinigungen schon im Vorfeld aussortiert und der auch ab und an geleert werden muss. Skimmer aus Kunststoff sind schon für 30 Euro erhältlich.
Um die Planung des Pools geht es in unserem nächsten Teil, der am 02.05.2017 erscheint.
Bisher erschienen:
1 Pools im Überblick: Wannen aus Kunststoff, Stahl oder Beton
2 Pool-Kosten: Systeme im Vergleich
3 Pool-Zubehör: Technik, Filter, Leitern
Erscheinen demnächst:
4 Pool-Planung: Auslegung, Platzwahl, Fundament
5 Pool-Einbau: Baurechtliches, Genehmigungen, Dichtheit
6 Pool-Pflege: Algen, Käscher, Poolchemie, Sauger
7 Pool-Schutz: Abdeckungen
8 Pool im Winter: Wasser ablassen, Reinigung
9 Pool im Frühjahr: Wiederinbetriebnahme
10 Pool-Praxisbeispiele: Größe, Formen, Ausstattung