News vom 05.05.2017

Sanierung der Heizungsanlage für die Deutsche Post Direktion Köln

Einbau einer effizienten Brötje EuroCondens SGB-Kaskade

Das 11-geschossige Bürogebäude der Deutschen Post AG in der Eupener Straße in Köln war in die Jahre gekommen. 2016 stand die Sanierung an – wohlgemerkt im laufenden Betrieb. Das Bürohochhaus, 1971 errichtet, zeigt sich heute in neuer Fassade und energetisch für die Zukunft gerüstet. Die alte Heizungsanlage wurde im Zuge der Sanierung durch eine hocheffiziente Brötje EuroCondens SGB-Kaskade ausgetauscht.

Bereits seit 1971 durchgängig im Betrieb stand 2016 die dringend notwendige Sanierung an: Das Postverwaltungsgebäude in der Eupener Straße 80 in Köln.
Bereits seit 1971 durchgängig im Betrieb stand 2016 die dringend notwendige Sanierung an: Das Postverwaltungsgebäude in der Eupener Straße 80 in Köln.
Ein Blick in die alte Heizzentrale in der 11. Etage des Verwaltungsbaus. Dominant im Bild sind die üppigen Gas-Gebläsekessel von 1985 mit einer Heizleistung von jeweils fast 830 kW – vollkommen überdimensioniert nach heutigen Maßstäben.
Ein Blick in die alte Heizzentrale in der 11. Etage des Verwaltungsbaus. Dominant im Bild sind die üppigen Gas-Gebläsekessel von 1985 mit einer Heizleistung von jeweils fast 830 kW – vollkommen überdimensioniert nach heutigen Maßstäben.
Das Foto zeigt den alten Verteilerschrank der Heizkreisverteiler (drei im Bestand, der heute nicht mehr im Betrieb ist.
Das Foto zeigt den alten Verteilerschrank der Heizkreisverteiler (drei im Bestand, der heute nicht mehr im Betrieb ist.
Dank der geringen Abmessungen ließen sich die zwei Kessel problemlos in den Heizraum einbringen. Insgesamt ist es viel luftiger als früher geworden.
Dank der geringen Abmessungen ließen sich die zwei Kessel problemlos in den Heizraum einbringen. Insgesamt ist es viel luftiger als früher geworden.
Die zwei EuroCondens SGB 540 H. Der Linke Kessel übernimmt die Steuerung der Kaskade. Er ist der Masterkessel und über seine Regelung läuft der zweite Wärmeerzeuger
Die zwei EuroCondens SGB 540 H. Der Linke Kessel übernimmt die Steuerung der Kaskade. Er ist der Masterkessel und über seine Regelung läuft der zweite Wärmeerzeuger
Die Steuerung der beiden Kessel übernimmt das Brötje-System ISR/SSR: Klarer Aufbau des Displays und alle Regelungsmöglichkeiten sind leicht zu finden.
Die Steuerung der beiden Kessel übernimmt das Brötje-System ISR/SSR: Klarer Aufbau des Displays und alle Regelungsmöglichkeiten sind leicht zu finden.
Die Abgase werden separiert mit einem Abgassystem aus Polypropylen PP und einem Edelstahlhüllrohr vier Meter über das Dach des 11-geschossigen Gebäudes geführt.
Die Abgase werden separiert mit einem Abgassystem aus Polypropylen PP und einem Edelstahlhüllrohr vier Meter über das Dach des 11-geschossigen Gebäudes geführt.
Bihler und Gassen Geschäftsführer Hubert Bihler vor der Brötje Kaskade in der Eupener Straße 80.
Bihler und Gassen Geschäftsführer Hubert Bihler vor der Brötje Kaskade in der Eupener Straße 80.
Zwei Neutralisationseinrichtungen vom Typ Kondensat-Neutrabox NEOP 300.
Zwei Neutralisationseinrichtungen vom Typ Kondensat-Neutrabox NEOP 300.
Die Druckhalteanlage ist beim Kölner Verwaltungsbau ein System mit Kompressorunterstützung.<br />Bilder: August Brötje
Die Druckhalteanlage ist beim Kölner Verwaltungsbau ein System mit Kompressorunterstützung.
Bilder: August Brötje

Sanierung im laufenden Gebäudebetrieb

Die Deutsche Post AG ist mit der Tochter DHL aktuell das größte Logistik- und Postunternehmen der Welt. Allein in Deutschland beschäftigt sie zusammen mit DHL 211.000 Mitarbeiter (Stand 2016). Führt man sich diese Größe vor Augen, wird deutlich, dass der Verwaltungsaufwand immens ist und entsprechend große Büroflächen und -Immobilien zur Verfügung stehen müssen. So kam dann für die Deutsche Post, nachdem ihr Bürogebäude in der Eupener Straße nach 45 Jahren im Betrieb umfassend saniert werden musste, kein Umzug infrage. Die besondere Herausforderung, unter anderem für das ausführende SHK-Fachunternehmen, war es also, die Sanierung im laufenden Betrieb zu gewährleisten.

Mit dem Austausch der Altanlage, der Dimensionierung, Verlegung sowie dem Einbau der Brötje Heizungssysteme, wurde die Bihler und Gassen GmbH aus Köln beauftragt. Die alten Bestandskessel waren zwei Gas-Gebläsekessel von 1985 mit einer Heizleistung von jeweils fast 830 kW – und daher vollkommen überdimensioniert für den anfallenden Wärmebedarf nach der Sanierung.

Bihler und Gassen arbeiten seit vielen Jahren gern und oft mit Brötje und dessen Technischen Außendienst Thomas Pawlowski zusammen. Bihler und Gassen Geschäftsführer Hubert Bihler stellt die fruchtbare Zusammenarbeit wie folgt dar: „Wir bekommen gute Qualität und einen super Service, bei dem der telefonische Support eingeschlossen ist. Darüber hinaus stimmt die Ersatzteilversorgung über den Brötje Partner, die GC-Gruppe. Und Brötje ist eine Handwerkermarke mit einer optimalen Betreuung vor Ort!“

Kaskade als optimale Lösung

Bihler und Gassen wählten für die Heizungsanlage ein kaskadierendes System aus zwei Brötje EuroCondens SGB 540 H. Die grundsätzlichen Vorteile bei dieser Bauform liegen auf der Hand: eine hohe Ausfallsicherheit durch den redundanten Aufbau der in Reihe geschalteten Kessel und der optimale Betrieb der freu modulierbaren Heizkessel, die bei der Arbeit nie bis an ihre Leistungsgrenzen gefordert sind.

Die EuroCondens-SGB-Kessel punkten speziell mit ihrer sehr guten Energieausnutzung Der Normnutzungsgrad liegt bei allen Kesselgrößen über 109 %. Dies liegt u. a. am Wärmetauscher aus Aluminium-Silizium, der eine bestmögliche Wärmeübertragung garantiert. Zusätzlich ist ein emissionsarmer, modulierender Gas-Vormischbrenner integriert, der dafür sorgt, dass bei der Verbrennung nur geringe Mengen an NOX (< 20 mg/kWh) sowie CO (< 10 mg/kWh) entstehen. Die Emissionswerte liegen damit weit unterhalb der gültigen Grenzwerte.

Ausgeklügelte Systemtechnik und bauliche Herausforderungen bei der Installation

Die Heizzentrale in der Eupener Straße befindet sich in der 11. Etage des Bürohauses. Die Abgase werden von hier aus separiert mit einem Abgassystem aus Polypropylen PP und einem Edelstahlhüllrohr mehr als vier Meter über das Dach des Hochhauses geführt. Die Anlage ist raumluftabhängig geführt: Die Zuluft wird über einen Schacht von außen in den Heizraum geführt. Um die Verbrennungsgase aus dem sauren Rauchgaskondensat der Gasbrennwertkessel zu neutralisieren, kommt eine Kondensat-Neutrabox zum Einsatz. Bei der beträchtlichen Gesamtanlagengröße griffen die Fachhandwerker auf einen geschraubten Plattenwärmetauscher zurück. Bei der notwendigen Druckhalteanlage handelt es sich um ein System mit Kompressorunterstützung, für die Reinhaltung des Heizungswasser kommt ein Magnetitabscheider zum Einsatz. Er schützt die Anlagenkomponenten wie Wärmeerzeuger, Pumpen, Ventile oder Wärmemengenzähler vor Fehlfunktionen und minimiert Schmutzablagerungen in den Heizungskreisen. Damit sinkt das Risiko des Zusetzens oder gar Verstopfens auf nahezu Null.

Eine große Herausforderung war die Anlieferung und der Transport der zwei EuroCondens Heizkessel an ihren Aufstellort im 11. Stock des Postgebäudes. Doch die Installateure wussten sich zu helfen: sie nutzten den Lastaufzug, der die trotz der hohen Heizleistung sehr kompakten Brötje Geräte nach oben beförderte.

Einfache Installation

Für eine einfache Installation der EuroCondens SGB ist umfangreiches Systemtechnik-Zubehör in bewährter Brötje Multilevel-Technologie vorhanden. So ist der grundsätzliche Aufbau jedes Brötje Kessels weitestgehend identisch. Jeder Servicetechniker ist schnell mit dem Produkt vertraut und muss sich nicht zeitaufwändig einarbeiten, Ersatzteile sind sofort und überall verfügbar. Dabei stellten sich vor allem die kompakten Abmessungen der Wärmeerzeuger als Vorteil heraus: Mit einer Breite von lediglich 69,2 cm ließen sich die Kessel nach dem Ausladen aus dem Lastenaufzug problemlos in den Heizungsraum einstellen. Auch der Anschluss an das Rohrleitungssystem gestaltete sich durch die vorbereiteten Anschlüsse auf der Geräte-Oberseite sehr einfach.

Komfortable Regelungstechnik

Damit der Kesselbetrieb mit dem größtmöglichen Komfort einhergeht, erfolgt die Regelung über den integrierten ISR-Systemregler im 1. (linken) Brennwertkessel. Dieser ist nicht nur in der EuroCondens-SGB-Serie, sondern auch in zahlreichen anderen Brötje Produkten als Standard verbaut. Er regelt die Kesseltemperatur witterungsabhängig gleitend und die Modulation des Brenners je nach angeforderter Last. Einen besonderen energetischen Vorzug bietet die serienmäßig integrierte Kaskadenregelung. Dank ihr können ein oder mehrere Wärmeerzeuger bedarfsgerecht und nach Wärmeabforderung geschaltet werden, wovon auch die Deutsche Post während der Heizperiode profitiert. Dabei sind unterschiedliche Laufzeitstrategien möglich – das Optimum entwickelt der Heizungsbauer für jeden individuellen Fall.

Es gibt noch weitere Pluspunkte der ISR: Mehrere gemischte Heizkreise lassen sich direkt vom Kessel aus ansteuern, umfangreiche Solarfunktionen, inklusive Pufferregelung, sind mit enthalten. Daher werden für individuell konzipierte Anlagen wie in der Eupener Straße in Köln keine weiteren Bauteile mehr benötigt. Zusätzlich kann über die einstellbare Drehzahlregelung der Kesselpumpe eine Anlagenoptimierung erzielt werden – sowohl bei einem angeschlossenen Pufferspeicher als auch bei einer hydraulischen Weiche.

Ebenfalls positiv fällt die einfache Verdrahtung auf, da viele Funktionen bereits in der ISR integriert sind. Zusammen mit den genannten Aspekten ergibt sich daraus ein geringerer Installationsaufwand und in der Folge niedrige Kosten. Last but not least lassen sich die Kessel durch die Klartextanzeige leicht einstellen und logisch bedienen.

Fazit

In großen Bürobauten wie in dem Gebäude der Deutschen Post Direktion Köln bietet die Kaskadenlösung ein erhebliches Einsparpotenzial. Durch die kompakten Abmessungen der eingesetzten Kessel vom Typ EuroCondens SGB mit ihrem extrem breiten Modulationsbereich (von 107 - 1.054 kW) sowie hohem Normnutzungsgrad erfüllen sie sämtliche ökologischen Anforderungen und sind technologisch für die Zukunft gerüstet. Hinzu kommt der Multilevel-Gedanke, nach dem die Brötje Geräte immer leicht verständlich, logisch und im System ähnlich aufgebaut sind. Im Zusammenspiel von Brötjes Technischem Außendienst, Großhandelspartner GC-Gruppe und dem Fachhandwerksunternehmen Bihler und Gassen ist das Sanierungsprojekt in Köln einmal mehr ein gutes Beispiel für das optimale Zusammenspiel aller Partner im dreistufigen Vertrieb.




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neubicolt schrieb: Puh, jetzt kommen wir in den Bereich wo ich an meine "fachlichen" Grenzen stoße. Die Leitung Therme > Pumpe würde ich...
lowenergy schrieb: Definitiv keine Heizkörper installieren! Das ist doch sicherlich ein Neubau ... die wasserführenden Wärmeaustauschflächen...
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