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News vom 17.05.2017

Sommerzeit – Wechselzeit für die Heizung

Neue Heizung - Brennwerttechnik

Wer im Jahre 2017 einen alten Öl- oder Gastkessel tauscht, kommt um Brennwerttechnik nicht mehr herum. Das hat zwei Gründe: Zum einen ist dies der State of the Art. Besser geht es nicht. Spitzenkessel dieser Bauart erreichen 96 Prozent Wirkungsgrad, das heißt nur vier Prozent der Energie aus Öl und Gas geht verloren, der Rest wird in nutzbare Wärme oder Warmwasser umgewandelt. Der zweite Grund: Diesen Vorteil hat auch der Gesetzgeber erkannt.

So funktioniert eine Brennwertheizung.<br />Bild: Kino/Wikimedia
So funktioniert eine Brennwertheizung.
Bild: Kino/Wikimedia
Abgasanlage eines großen Brennwertkessels.<br />Bild: Dunnd74/Wikimedia
Abgasanlage eines großen Brennwertkessels.
Bild: Dunnd74/Wikimedia

Seit letztem Jahr sind deswegen praktisch nur noch Brennwertkessel als neue Öl- oder Gas-Heizungen erlaubt (für Pellets oder Flüssiggas gibt es sie natürlich auch). Die bis dahin üblichen und nach wie vor weit verbreiteten Niedertemperaturkessel sind eigentlich unverkäuflich. Nur noch Restbestände dürfen an den Mann oder die Frau gebracht werden.

Doch was macht die Brennwerttechnik so effizient? Das ist ganz einfach. Denn diese Technik, die in den 70er Jahren entwickelt und in den 80ern zur Serienreife geführt wurde, nutzt die Wärme, die im Abgas enthalten ist. Bei bisherigen Kesseln wurde diese einfach in die Luft geblasen. Brennwerttechnik hingegen kühlt das Abgas mit einem speziellen Zug im Schornstein (dazu gleich mehr) und entzieht der so entstehende Kondensationswärme mittels Wärmetauscher eben die Wärme. Das hört sich toll an, erfordert technisch jedoch einen höheren Aufwand.

Hydraulik
Damit der Brennwerteffekt durch Kühlung des Abgases auch wirklich eintreten kann, ist die Durchführung eines hydraulischen Abgleiches und die richtige Einstellung der Pumpenförderhöhe und der Regelkurve erforderlich. Dieser Aufwand sollte nicht gespart werden, damit die neue Heizung auch wirklich effizient arbeiten kann. Und er ist bei vielen KfW-Programmen in den technischen Mindestanforderungen vorgeschrieben.

Saures Konzentrat
Denn das Kondensat ist, eben durch eine Verbrennung fossiler Energieträger, sauer und könnte also das Material angreifen. Deswegen wird säurefestes Material für Schornsteinzug und Kondensatsammler benötigt. In Frage kommen Kunststoffe wie Polypropylen oder PTFE. Auch Edelstahl kann verwendet werden, ist jedoch deutlich teurer. Diese Nachrüstung ist auch beim Nutzen vorhandener Kamine nötig. Das Kondensat wird dann vermischt mit häuslichem Abwasser und durch basische Ablagerungen in den Grundstücksentwässerungsanlagen neutralisiert und kann ganz normal in die Kanalisation abgeleitet werden – jedenfalls bei allen Heizungen bis 200 kW. Und das dürften in Ein- oder Zweifamilienhäusern alle sein. Bei älteren Varianten wurde es noch extra gesammelt und entsorgt.

Aus diesem Grund ist auch klar, dass nur Heizöl schwefelarm (HEL sw) in Brennwerttechnik verbrannt werden darf, also Heizöl, dass nur noch 50 ppm (Teile pro Million) Schwefel enthält. Denn das sonst entstehende Schwefeldioxid wäre schädlich für die Heizungstechnik, da es gemeinsam mit dem Kondensationswasser schwefelige Säure bilden würde. Wie gut, dass das gute alte normale Heizöl mit einem Anteil von 1.000 ppm am Markt so gut wie nicht mehr verfügbar ist. Bei Erdgas treten diese Probleme nicht auf. Es war schon immer einheitlich genormt und ist deutlich schwefelärmer als Heizöl.

Modulierend heizen
Die Brennwerttechnik hat noch einen weiteren Vorteil. Konnten mit einem Niedertemperaturkessel alter Bauart (und um die geht es ja bei einer Umrüstung meistens) nur eine oder vielleicht zwei Heiztemperaturen generieren, passen Brennwertkessel sich modulierend an den Bedarf an. Sie können also eine geringe Heizlast in der Übergangszeit etwa von 2 kW locker herunterregeln, aber auch Spitzenlasten in bitterkalten Wintern, und dann werden auch in einem gut gedämmten Haus 13 kW gebraucht, abdecken.


In der nächsten Folge am 19.05.2017 zeigen wir, wie sich erneuerbare Energien in ein bestehendes oder neues Heizsystem einkoppeln lassen.

Bisher erschienen:
1 Wann eine Heizung raus muss
2a Neue Heizung - Brennwerttechnik

Erscheinen demnächst: 
2b Neue Heizung - Hybride
2c Neue Heizung - Strombasierte Heizsysteme
3 Kostenvergleich für Erwerb und Installation sowie Wartungen
4 Kostenvergleich Brennstoff und Strom
5 Rechtliches: Heizungslabel, Verordnungen und Gesetze
6 Kamine als Alternative

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Heizungsnewbie123 schrieb: Hallo zusammen, ich beobachte seit gut 2 Monaten unsere Heizung (Vaillant VKS 33) in unserem neuen Eigenheim, um den Verbrauch genauer zu beobachten (ggf. kommt eine Wärmepumpe ins Haus, aber das ist...
mikkahb schrieb: Pumpe läuft aber fördert nicht. Es gab schon mehrere Themen hierzu. http://my-htd.de/Forum/t/208128/Fehlersuche-Solaranlage- Habe auch die Tipps aus den Beiträgen angewendet. Jedoch ohne Erfolg. Nun...
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