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News vom 11.07.2002

Sanitärhersteller stärkt deutsche Standorte


Grohe bündelt Kernkompetenzen und optimiert Fertigungsstätten.

Eine Reduzierung der Komplexität und Kosten sowie eine Verbesserung des Services an den Grohe Produktionsstandorten ist das Ziel der internationalen Fertigungsstrategie, die mit dem Jahr 2003 startet, langfristig angelegt ist und jetzt konzeptionell von Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens verabschiedet wurde.

Einer Studie zufolge, die Grohe mit Unterstützung der Boston Consulting Group erstellte, wird die Strategie eine Optimierung der Fertigungstiefe, die Konzentration auf Kernkompetenzen der Werksstandorte, ein erhöhtes Fertigungsvolumen einzelner Standorte und verbesserte Abläufe innerhalb und zwischen den Werken erbringen. „Die komplexen Lieferbeziehungen zwischen den Standorten, die Prozesse und Produktstrukturen der Werke werden im Rahmen dieser Strategie optimiert und verbessern die Wettbewerbsfähigkeit der Grohe Gruppe“, sagt Detlef Spigiel, Grohe-Vorstand für Technik.

In das Projekt einbezogen sind die Werke Hemer, Lahr, Porta Westfalica, Haldensleben, Herzberg, Iserlohn, Portugal und Thailand. Das Stammwerk in Hemer richtet sich auf die Herstellung großer Stückzahlen auf höchstem Qualitätsniveau aus. Wegen der Vorteile des Werksverbundes für alle Produktionsstufen wurde entschieden, das Fertigungsvolumen des Standorts Iserlohn in Hemer zu produzieren.

Hintergrund ist die Perspektive des Unternehmens im wachsenden Hausmarkengeschäft, das als große Zukunftsaufgabe in Form einer „Fabrik in der Fabrik“ im Werk Hemer angesiedelt wird. Die Werke Hemer und Portugal richten ihr Programm ausschließlich auf GroheTec-Produkte aus. Eichelberg bleibt als eigenständig geführtes Unternehmen erhalten.

Der größte Grohe Fertigungsstandort in Lahr verstärkt zukünftig seine speziellen Fertigungstechnologien, insbesondere die Oberflächenbearbeitung sowie das Kunststoff Know-how. Hier werden neben der bestehenden Brausenfertigung zukünftig die Produktsortimente GroheArt und Küchenarmaturen hergestellt. Porta Westfalica bleibt das Grohe Kompetenzzentrum für Installations- und Spülsysteme und für elektronische Armaturen.

Der Standort Herzberg erhält mit der Verantwortung für den Wachstumsmarkt Duschsysteme eine eigene Zukunftsaufgabe. Hier wird die vorhandene Kompetenz für Montagearbeiten genutzt. Das Konzept sieht vor, die Herstellung der Produkte aus Haldensleben in Lahr zu konzentrieren. Das Produktionsvolumen im Werk Portugal wird erheblich erweitert und der Standort weiter gestärkt. Diese Erweiterung war bereits 1997 mit der Gründung des Werkes beschlossen. In Siam/Thailand bleibt der Standort nahezu unverändert und unterstützt im Verbund mit China und Indien die Präsenz in Süd-Ost Asien.

Das Szenario für die Armaturenfertigung sieht vor, in zwei Schritten Gießerei, Mechanische Bearbeitung, Schleiferei, Galvanisierung und Montage der Standorte Hemer, Lahr und Portugal zu optimieren. Hierbei werden Konzentrationseffekte genutzt, um zu besseren Ergebnissen als bisher zu gelangen. Das Produktionsvolumen im Werk Portugal soll innerhalb der nächsten Jahre weiter ausgebaut werden.

Mit der neuen Fertigungsstrategie werden außerdem die Zentralbereiche strategisch neu ausgerichtet, ihr Leistungsumfang in Verbindung mit den Werksstrukturen optimiert, eine Kostenreduktion und –flexibilisierung sowie eine höhere Transparenz der Abläufe erreicht. Das Know-how wird innerhalb der Organisation gebündelt und in Basisfunktionen, wertsteigernde und Servicefunktionen gegliedert. Das Ziel ist dabei die Optimierung der Schnittstellen zwischen den Werken und der Zentrale. Die Einführung von SAP unterstützt die Wachstumsstrategie auf dem Weg zum Weltmarktführer.
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