Wenn es brennt, muss es schnell gehen. Damit Brände in großen Bauwerken leichter kontrolliert und gelöscht werden können, sind Gebäude in Brandabschnitte unterteilt. Brandwände unterteilen die Abschnitte und bieten einen feuerbeständigen Schutz, die einzigen Schwachstellen sind Öffnungen wie Türen oder Tore. Um Betreiber, Bauherren, Planer und Architekten umfassend über die Bedeutung von Brandschutztüren und -toren und deren Wartung zu informieren, hat TÜV Hessen gemeinsam mit den Unternehmen dormakaba, ECO Schulte, GEZE, Hekatron, Hörmann und Teckentrup sowie zwei Fachjuristen ein neues Whitepaper veröffentlicht, das alle wichtigen Aspekte detailliert zusammenfasst.
Jedes Jahr gibt es in Deutschland etwa 200.000 Brände – mit verheerenden Schäden. Gebäude mit mehr als 1.600 Quadratmeter Grundfläche oder mehr als 40 Meter Länge werden deshalb in Brandabschnitte unterteilt, Brandschutztüren und -tore verbinden diese Bereiche. Im Brandfall müssen die Türen und Tore zuverlässig schließen, damit der Gebäudebetreiber nicht für Brandschäden haften muss.
„Die regelmäßige Prüfung von Brandschutztüren und -toren ist notwendig, um im Ernstfall Schäden an Personen und Sachwerten zu verhindern“, sagt Ralf Höhmann, Brandschutzsachverständiger bei TÜV Hessen. Häufige Fehler sind mangelnde Dokumentation von Abnahmen und Zulassungen, fehlende Kennzeichnungen von Schließbereichen oder die falsche Montage von Rauchmeldern oder anderen Detektoren. Weil bei Brandschutztüren viele Gewerke fehlerfrei interagieren müssen, ist bereits bei der Installation eine enge Koordination von Planern, Handwerkern und qualifizierten Prüfern lebenswichtig. TÜV Hessen unterstützt Bauvorhaben bereits während der Planung mit Brandschutzkonzepten und wirtschaftlichen sowie rechtssicheren Alternativen
Die Voraussetzung für das einwandfreie Funktionieren von Brandschutztüren und -toren ist eine qualifizierte Wartung aller Komponenten. „Als Sachverständiger für vorbeugenden Brandschutz stelle ich bei Kunden vor Ort fest, dass bei 80 Prozent der installierten Türen und Tore teilweise erhebliche Mängel bestehen – bereits direkt nach der Installation“, erläutert Ralf Höhmann. Hier bietet das neue Whitepaper von TÜV Hessen eine wertvolle Unterstützung für Planer und Gebäudebetreiber. Es wurde herstellerunabhängig mit den Unternehmen dormakaba, ECO Schulte, GEZE, Hekatron, Hörmann und Teckentrup sowie zwei Fachjuristen erstellt. Darin enthalten sind die wichtigsten Normen und Richtlinien, häufige Fehler und zahlreiche Checklisten mit nützlichen Tipps rund um die Wartung und Instandhaltung von Brandschutztüren und -toren. „Aufklärungsarbeit alleine reicht aber nicht aus“, ergänzt Ralf Höhmann, „deshalb prüfen qualifizierte Sachverständige von TÜV Hessen Brandschutztüren und -tore und schulen Betreiber bei der ordnungsgemäßen Dokumentation. So entsteht die Basis für einen funktionierenden Brandschutz“.