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News vom 15.08.2002

Stiftung Warentest lobt Energieausnutzung aktueller Ölheiztechnik


"Moderner Kessel verbraucht weniger Öl und die Heizkosten sinken spürbar".

Die Modernisierung einer veralteten Ölheizung reduziert die Heizölrechnung eines Haushalts deutlich – dank der hohen Effizienz heutiger Ölheiztechnik. Das beachtliche Energiesparpotenzial der modernen Ölheizung wird auch von der Stiftung Warentest bestätigt. "Die modernen, getesteten Ölheizkessel heizen Energie sparend und zuverlässig. Die Ölheizkessel erreichten durchweg eine ‘gute’ Energieausnutzung, alle etwas teureren Öl-Brennwertgeräte sogar eine ‘sehr gute’." So urteilten die Warentester nach einem Test von 16 modernen Ölheizkesseln (test, 6/02).

In der Einzeldisziplin "Umwelteigenschaften" gab es zwölfmal "gute" Noten, beim Prüfkriterium "Sicherheit" erreichten 13 Ölheizkessel die Bestnote "sehr gut". Im Gesamt-Qualitätsurteil erhielten 14 Kessel ein "gut”, zwei ein "befriedigend”.

Grundsätzlich stellt sich die Frage nach einer Heizungsmodernisierung für alle Betreiber veralteter Ölheizkessel, unabhängig von verschärften gesetzlichen Verordnungen. "Der Tausch eines Kessels sollte erwogen werden, wenn er länger als 15 Jahre in Betrieb ist", raten die Warentester und erklären sogleich, warum: "Kesselveteranen verbrauchen meistens zu viel Heizöl." Vor allem aber für den Fall, dass der Schornsteinfeger einen solchen Oldtimer wegen überhöhter Abgasverluste beanstandet hat, untersuchten die Experten der Stiftung Warentest: Soll der Heizungsinstallateur "die Heizanlage so hintrimmen, dass die Abgasverluste den Grenzwert nicht mehr überschreiten? Oder wäre es besser, den Kessel samt Brenner herauszureißen und Energiespartechnik einzubauen?" Die Warentester plädieren für eine Komplett-Sanierung: "Das kostet zwar, sollte sich aber in jeder Heizsaison auszahlen."

Wer sich nämlich für einen der getesteten Ölheizkessel entscheidet, "bekommt sparsame und gut funktionierende Heiztechnik für sein Geld: mit einer besseren Energieausnutzung als bei seiner alten Kessel-Krücke", ermittelten die Warentester und fassen zusammen: "Das macht sich im Geldbeutel und in der Umwelt bemerkbar." Denn: "Ein moderner Kessel verbraucht weniger Öl und die Heizkosten sinken spürbar." Um bis zu 30 Prozent reduziert sich der Verbrauch beim Austausch der Altanlage gegen einen neuen Niedertemperaturkessel, konkretisiert das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO).

Mit einem noch größeren Einsparerfolg kann rechnen, wer seine veraltete Ölheizung gegen eine moderne Öl-Brennwertanlage austauscht. "Ölkessel mit Brennwerttechnik", so erklärt die Stiftung Warentest, "holen mehr Energie aus der Heizölmenge als normale Niedertemperaturkessel", weil sie zusätzlich die in den Abgasen versteckte Wärmemenge nutzen. Das Einsparpotenzial von Öl-Brennwertanlagen kann IWO ebenfalls exakt beziffern: "Im Vergleich zu einem veralteten Heizkessel verbraucht ein Öl-Brennwertkessel bis zu 40 Prozent weniger."
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