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News vom 22.08.2002

Schornstein gewährleistet freie Wahl der Wärmeenergie


Bauherren setzen zunehmend auf mehrzügige Abgasanlagen.

Sparen an der falschen Stelle kann beim Hausbau am Ende womöglich teuer werden. "Ein Schornstein sollte drin sein", erklärt Wolfgang Wegener, Geschäftsführer der "Initiative Pro Schornstein e.V." (IPS), "weil er dauerhaft die Freiheit bei der Wahl der Wärmeenergie gewährleistet. Bauherren, die in Zukunft autark sein wollen, sollten deshalb neben einer modernen Ölheizung nicht auf einen Schornstein mit keramischem Innenrohr verzichten", empfiehlt IPS.

Eine solche Kombination bildet nach Ansicht der IPS auch zukünftig eine verlässliche und langlebige Grundlage zur Nutzung aller Möglichkeiten in der häuslichen Wärmeversorgung. "Am besten", so ergänzt IPS-Vorstandsmitglied Johann Haidlmair, "entscheidet man sich von Beginn an für einen dreizügigen Schornstein. Damit ist man langfristig flexibel. Ein Schacht ist beispielsweise für die moderne Ölheizung reserviert, der andere für einen eventuell auch erst später eingebauten Kamin oder Kachelofen, der dritte dient als Installationsschacht, etwa für die Vor- und Rücklaufleitung einer Solaranlage."

Den hohen Nutzen eines Schornsteins erkennen offensichtlich immer mehr Bauherren. Laut Untersuchungen der Institute EMNID, (Bielefeld) und Krämer (Münster) werden zurzeit in fast 83 Prozent aller privaten Neubauten in Deutschland mineralische Schornsteine eingebaut. Auch der Anteil der mehrzügigen Abgasanlagen steigt wieder: 58 Prozent aller Schornsteinsysteme werden heute mit zwei und mehr Zügen gebaut.

Eine Schornsteinanlage schlägt sich zugleich im Wert selbstgenutzter Ein- und Zweifamilienhäuser nieder. Aktuelle Studien, etwa die der Deutschen Immobilien-Akademie an der Universität Freiburg (DIA), bestätigen, dass sich Ausstattungsmerkmale wie ein separater Heizraum sowie ein Schornstein bei der Gebäudebewertung durch potenzielle Immobilienkäufer durchaus positiv auswirken.

Auch Kostenvergleiche mit anderen Varianten, so IPS, fallen zugunsten des mineralischen Schornsteins aus. Zu demselben Ergebnis kommt der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks, ein Kooperationspartner der IPS. Nach Berechnungen der Schornsteinfeger verursacht eine Abgasanlage mit senkrechter Dachdurchführung, wie sie bei Dachheizzentralen oft verwendet wird, pro Jahr rund 72 Prozent mehr Kosten als ein dreischaliger Schornstein. Der Kostenunterschied ergibt sich laut Bundesverband aufgrund der längeren Lebensdauer eines Schornsteins.

Ein Schornstein bietet zudem den Vorteil, dass er stets den Erfordernissen angepasst werden kann, etwa bei einer Heizungsmodernisierung. Überdies sind mineralische Schornsteinsysteme nach IPS-Angaben in der Lage, Versorgungsleitungen brandsicher durch die einzelnen Geschosse zu führen. "Eine mehrzügige Schornsteinanlage erfüllt heute alle technischen Anforderungen, die zeitgemäße Heizkonzepte zur Realisierung benötigen", fasst IPS-Geschäftsführer Wegener zusammen.
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