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News vom 09.03.2018

Infrarot-Heizung – immer stärker gefragt

Die Nachfrage nach Infrarot-Heizelementen steigt beständig. Doch ist eine Infrarotheizung eine echte Alternative zu konventionellen Systemen? Clever geplant und kombiniert, hat sie große Vorteile. Wer dazu seine Fenster ordentlich dämmt und sich eine Photovoltaikanlage auf dem Dach gönnt, erspart sich kalte Füße, Wartungskosten und bares Geld.

Bilder: www.hausundenergie.de
Bilder: www.hausundenergie.de

Umrüsten auf Infrarot?

Nachtspeicheröfen sind häufig veraltet und vollgepackt mit schädlichen Materialien. Die ältesten Modelle enthalten Asbest und nehmen obendrein ordentlich Platz weg. Noch in den 1970er Jahren wurden sie häufig als Allein-Heizung verbaut. Der Strom war preiswert und die Heizform galt als fortschrittlich.
Dafür fehlen in vielen Häusern aus dieser Zeit oft sogar Gasleitungen oder Kamine. Eine Nachrüstung auf Öl-, Gas-, Pellet- oder Holzheizung erfordert dann oft eine fünfstellige Investition.

Ein großer Nachteil der Nachtspeicher: Was tun, wenn der gespeicherte Strom verbraucht ist, es ist aber immer noch kalt? Zwar haben die meisten dieser Geräte eine Art integrierter Heizlüfter-Funktion, doch die zieht so richtig „Saft“ aus der Leitung und sorgt für trocken-staubige Raumatmosphäre.

Hoher Stromverbrauch bei Infrarot?

Der Stromverbrauch wird als häufiges Argument gegen die Infrarotheizung angeführt. Doch der hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Wurde der Wärmebedarf für den zu beheizenden Raum korrekt berechnet? Andernfalls „glüht“ zwar der Heizkörper, aber der Raum wird nicht ausreichend erwärmt.
  • Wie gut ist die Dämmung? Hier schlagen beispielsweise veraltete, schadhafte Fenster negativ zu Buche. Das Thermostat befiehlt dem Heizkörper permanent Höchstleistung, wenn es zieht.

In beiden Fällen rattert der Stromzähler und möglicherweise werden die Heizelemente so heiß, dass Kinder oder Haustiere gefährdet sind – ohne dass eine wirklich gemütliche Raumtemperatur aufkommt.

Planung ist alles.

Qualitativ hochwertige Infrarot-Heizkörper, die richtig dimensioniert sind, halten den Stromverbrauch im vernünftigen Rahmen. Je nach Energie-Status des jeweiligen Wohnraumes (Altbau oder, am Ende der Skala, Niedrigenergie- oder Passivhaus) werden 40 bis 75 Watt Leistung je Quadratmeter veranschlagt. In einem Badezimmer machen 100 Watt pro Quadratmeter Sinn: Umso schneller breitet sich wohlige Wärme aus.

Sinnvolle Dämmung vor allem im Bodenbereich und rund um die Fenster und Außentüren zahlen sich sofort aus.

Selbstverständlich spielt das verwendete Material eine Rolle: Natursteinplatten beispielsweise speichern Wärme und geben sie auch dann noch ab, wenn die Heizung ausgeschaltet wurde. Ihr Heiz-Effekt gleich dem eines Kachelofens. Bereits im Gespräch sind Infrarot-Heizleisten, in denen Warmwasser erwärmt wird.
Metall- oder Glasplatten dagegen geben die erzeugte Wärme recht schnell wieder ab. Entsprechend wird erneut mehr Strom verbraucht, wenn die Raumtemperatur gehalten werden soll.

Der Stromverbrauch ist nur eine Seite

Wer tatsächlich eine veraltete Nachtstromheizung ersetzt oder Infrarotheizung anstelle fehlender anderer Heizmöglichkeiten einbaut, verbraucht natürlich im Verhältnis zu anderen Haushalten mehr Strom. Das ist der Haupt-Kritikpunkt.

Dem gegenüber stehen hohe Einbaukosten für eine Gas-, Öl-, Pellet- oder Holzheizanlage. Dazu kommen die Kosten einer regelmäßigen Wartung und für die Anschaffung der Brennstoffe.

Anzuschaffen wären für eine Infrarotheizung also nur die Heizelemente und passende Thermostate, dazu kommt der Arbeitslohn für den Elektriker bei der Installation. Fertig.

Zu berechnen wäre dann noch die Warmwasseraufbereitung: Durchlauferhitzer oder Heißwasserboiler bieten sich hier an. Wer mehr investieren möchte: Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach lässt sich mittlerweile sogar leasen statt kaufen. Luft-Wärme-Pumpsysteme können das Gesamtkonzept sinnvoll ergänzen.

Tipps zum Kostensparen

Position der Heizelemente

Die Position der Heizelemente entscheidet darüber, wie effizient sie sind. Weil sich die Raumluft nicht auf direktem Weg erwärmt, sollte ein Infrarot-Heizkörper nie „zugestellt“ werden. Vertikal an einer freien, nicht mit Möbeln verstellten Wand, in strategischer Nähe zu einer Sitzgruppe oder einem Arbeitsplatz oder an der Decke installiert, entfalten sie ihre Wärme ungehindert.

Hoch- und Niedertarif-Zähler beibehalten

Beim Umstieg von Nachtspeicher- auf Infrarotheizung sollten Verbraucher unbedingt die beiden Stromzähler beibehalten. Sie nutzen nun zwar seltener Nachtstrom, trotzdem sind die Angebote, bei denen zwischen Hoch- und Niedertarifstrom unterschieden wird, oft wesentlich günstiger als Angebote für Einheitstarife.

Stromanbieter vergleichen

Viele Stromanbieter punkten zum Einstieg mit Superpreisen. Doch kaum ist das erste Vertragsjahr vorbei, wird kräftig aufgeschlagen, oft über 50%. Das reißt bei Heizstrom ein großes Loch in die Haushaltskasse. Diverse Vergleichsportale helfen – beim regelmäßigen Anbieterwechsel. Wer von vornherein „trickst“, darf nicht mit Kundenbindung rechnen.

Weitere nützliche Tipps rund um das Thema Kosten und Größenberechnung bei einer Infrarotheizung finden Sie hier.

Elektrosmog?

Auch über eventuellen Elektrosmog entscheidet die Qualität des Produktes. Günstige Angebote vom Baumarkt oder Discounter können, müssen aber kein TÜV-Zertifikat mitbringen. Doch darauf sollte der Verbraucher achten.

Die durch Infrarot-Heizkörper ausgestrahlte Wärme wird von Mensch und Tier überwiegend als angenehm empfunden, die Infrarotstrahlung als solche ist vollkommen ungefährlich.

Starkes Austrocknen der Luft und Staubbelastung? Auch das gehört mit Infrarotheizung der Vergangenheit an.

Aktuelle Forenbeiträge
lefloe schrieb: Hallo, Danke für eure Antworten. Das beruhigt mich schonmal, dass ich mit meiner Einschätzung richtig lag, dass die ermittelte...
schorni1 schrieb: Vor allem: mach mal den Schieber auf und fotografiere DANN ! Mich würde interessieren was und wieviel da drinliegt, das lässt...
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