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News vom 23.08.2002

Feldtest mit Vaillant Brennstoffzellen-Heizgerät in Düsseldorf gestartet


In einem besonders attraktiven Objekt hat ein Vaillant Brennstoffzellen-Heizgerät (BZH) jetzt den Testbetrieb aufgenommen: In der Düsseldorfer Traditionsbrauerei "Im Füchschen" erzeugt diese wegweisende Technologie seit Anfang Juli dieses Jahres Heizwärme für Büro- und Wohnräume sowie warmes Wasser und Strom für den Brauprozess und für Reinigungszwecke. Gemeinsam mit den Stadtwerken Düsseldorf wurde das "Füchschen" als Feldtestobjekt ausgewählt und für die Installation und den Betrieb des BZHs umfassend vorbereitet. Peter König, Inhaber der Brauerei, Dr. Michel Brosset, Geschäftsführer der Vaillant Hepworth Gruppe, und Karl Otto Abt, Technischer Vorstand der Stadtwerke Düsseldorf AG, erläuterten heute Ziele und aktuellen Stand des Feldtests.

Ziel ist es, die Funktion dieser umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplungstechnologie unter Praxisbedingungen zu erproben und hierfür ein effizientes Energiemanagement zu entwickeln. Das "Füchschen" bietet als Gewerbeobjekt wegen seines konstant hohen Bedarfs an Strom und Wärme besonders gute Voraussetzungen für den optimalen Betrieb eines BZHs. Das Gerät deckt im Durchschnitt zu rund 80% den Heizwärmebedarf der ca. 300 qm Wohn- und Bürofläche ab. Außerdem wird Warmwasser für den Brauprozess sowie für Reinigung und Thekenspülung zur Verfügung gestellt. Der in der Brennstoffzelle erzeugte Strom wird in das Hausnetz des Gesamtobjekts, bestehend aus Brauerei, Gastronomie, Hotel, Wohn- und Bürohaus, eingespeist.

Dr. Michel Brosset, Geschäftsführer der Vaillant Hepworth Gruppe: "Gerade dieses Gewerbeobjekt in Düsseldorf ist sehr wichtig für uns. Nach dem CE-Zertifikat, mit dem wir bereits im Dezember die Betriebssicherheit unserer Geräte nachgewiesen haben, ist dies ein wichtiger weiterer Schritt vom Labor in die Praxis. Hier sammeln wir reichlich Erfahrungen sowohl in der Installation unter Praxisbedingungen, die mit den Fachhandwerksbetrieben, Hans Hering GmbH und Elektro Arnold GmbH, reibungslos vonstatten ging, als auch mit dem laufenden Betrieb. Jetzt lernen wir viel über das Zusammenspiel der Komponenten in der Anlage und über die Fehlerbehebung. Getreu unserem Grundsatz "Qualität geht vor Schnelligkeit" wird die Testphase mit Brennstoffzellen-Heizgeräten insgesamt noch mehr als zwei Jahre in Anspruch nehmen. Das Gerät im "Füchschen" wird noch bis mindestens Ende des Jahres laufen, später wollen wir in diesem Haus weitere Gerätegenerationen erproben."

Eine große Rolle spielt in der Testphase neben der engen Kooperation mit dem Fachhandwerk auch die Zusammenarbeit mit kommunalen Energieversorgern wie den Stadtwerken Düsseldorf. Karl Otto Abt, Technischer Vorstand des Unternehmens, ist von der Zukunft der Brennstoffzellen-Heizgeräte überzeugt: "Diese Technologie wird in unserem zukünftigen Energiemix - der optimalen Kombination aus zentraler und dezentraler Erzeugung - eine wesentliche Rolle spielen. Durch unser Engagement in diesem Projekt werden wir für unsere Kunden zum kompetenten Ansprechpartner im Bereich Brennstoffzelle."

Bei dem Brennstoffzellen-Heizgerät im "Füchschen" handelt es sich um die erste Anlage, die im Rahmen eines vom Landeswirtschaftsministerium geförderten "NRW-Feldtests" in einem Gewerbeobjekt installiert wurde. Im Rahmen dieses Projekts, an dem neben Vaillant, auch wieder die Ruhrgas AG, die E.ON Engineering GmbH, die ELE Emscher Lippe Energie GmbH und die EUS - Gesellschaft für innovative Energieumwandlung und -speicherung mbH beteiligt sind, wurden seit Dezember 2001 bereits zwei Geräte in Nordrhein-Westfalen eingebaut, das erste in einem Siebenfamilienhaus in Gelsenkirchen und das zweite in einem Essener Sechsfamilienhaus.

Funktionsweise des Vaillant Brennstoffzellen-Heizgeräts

Das wärmegesteuerte Vaillant Brennstoffzellen-Heizgerät (BZH) nutzt Wasserstoff, der mittels eines Reformers aus Erdgas gewonnen wird. Der Wasserstoff sowie Luftsauerstoff werden in den Brennstoffzellenstapel geleitet, wo in einer elektro-chemischen Reaktion mit hohem Wirkungsgrad Wärme und Strom entstehen. Mit den bis zu 4 kW Strom, die das Vaillant BZH des NRW-Feldtests erzeugt, wird der Grundlastbedarf eines kleineren Gewerbeobjekts oder eines Mehrfamilienhauses vollständig abgedeckt. Die außerdem produzierten rund 9 kW thermisch decken weitgehend ganzjährig einen Großteil des Wärmebedarfs, ermöglichen somit auch die Warmwasserversorgung außerhalb der Heizperiode. Für den thermischen Spitzenbedarf stellen Vaillant Brennwertheizgeräte mit variabler Leistung weitere Wärme zur Verfügung. Der erzeugte Gleichstrom wird von einem Wechselrichter in netzkonformen Wechselstrom (230V) umgewandelt und dann ins Hausnetz eingespeist. Strom für Lastspitzen oberhalb von 4 kW wird aus dem Netz bezogen, nicht benötigter Strom aus der Brennstoffzelle wird dagegen in das öffentliche Netz geleitet. Der eingespeiste Strom wird auf Grundlage des KWK-Gesetzes (KWK = Kraft-Wärme-Kopplung) mit insgesamt etwa 7,5 Cent/kWhel vergütet. Das Abgas des BZHs enthält nur geringe Mengen Kohlenmonoxid (CO), Stickoxide (NOX) und Kohlenwasserstoffe (CxHy). Der Ausstoß an Kohlendioxid (CO2) ist im Vergleich zur heute üblichen Stromerzeugung im Mittellastbereich zwischen 25% und 50% geringer. Die Kopplung von Strom- und Wärmeproduktion führt außerdem zu hohen Gesamtnutzungsgraden von ca. 85% und spart dadurch bis zu 25% Primärenergie.
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Hamburgerjunge schrieb: Moin aus Hamburg, seit Feb. 2026 läuft meine WP Buderus 7kw in einem 50er Jahre EFH. Für die Elektrifizierung wurde ein neuer Schaltschrank/ eine neue Unterverteilung installiert. Mein Hausanschluss...
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