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News vom 06.09.2002

VDI mahnt zur Bundestagswahl verlässliches Energieprogramm an


Einen erheblichen Verbesserungsbedarf politischer Energieprogramme sieht der VDI vor dem Hintergrund, dass sich die energie- und umweltpolitischen Rahmenbedingungen durch die Liberalisierung und die Vereinbarungen zur Minderung der CO2-Emissionen deutlich verändert haben. "Die nächste Bundesregierung steht deshalb vor der Notwendigkeit, ein langfristig konsistentes Energieprogramm mit verlässlichen Orientierungspunkten zu erarbeiten und umzusetzen.", mahnte Prof. Hubertus Christ, Präsident des VDI. "Ohne ausreichende, umweltschonende und bezahlbare Energieversorgung sind Wirtschaftswachstum und Klimaschutz nicht möglich. Angesichts der weltweiten Zunahme der Nachfrage nach fossilen Energieträgern sowie des drastischen Nachholbedarfes in den Entwicklungs- und Schwellenländern darf eine Industrienation wie die Bundesrepublik Deutschland ihre Energieversorgung nicht dem Zufall überlassen."

Eine langfristig verlässliche Energiepolitik sei erforderlich, insbesondere im Hinblick auf die notwendigen Investitionen in die Energieversorgung nach 2010. Diese müsse alle Energieträger und den sparsamen Umgang mit Energie einbinden. Die finanzielle Förderung erneuerbarer Energieträger und der Kraft-Wärme-Kopplung sind ein notwendiger Beitrag zu einer umweltfreundlichen Energiebereitstellung. Die wirtschaftliche Erschließung ausreichender Potentiale bedürfe aber noch weiterer Jahrzehnte. Kohle, Öl und Gas blieben deshalb auf lange Sicht das Rückgrat der Energieversorgung. Auch die Nutzung der Kernenergie und die Forschung an neuen Konzepten seien als Beitrag für einen wirtschaftlich und sozial verträglichen Klimaschutz erforderlich. Die Aufgaben könnten nicht ohne zukunftsgerichtete Forschung und Entwicklung im Kraftwerksbereich und bei den erneuerbaren Energien sowie bei der effizienten Anwendung von Energie gelöst werden. Mit großer Sorge sehe der VDI deshalb den Mangel an Nachwuchs in der Energietechnik und den fortschreitenden Abbau der Energieforschung an den deutschen Hochschulen. "Hier ist die nächste Bundesregierung mit einem schlüssigen Gesamtkonzept gefordert, schnell positive Signale zur Trendwende zu setzen und ihre Verantwortung für eine Vorsorgepolitik wahrzunehmen, bevor der Fadenriss eintritt und damit auch Exportchancen der deutschen Industrie verloren gehen.", so Christ.

Zur bevorstehenden Bundestagswahl am 22. September 2002 hat der VDI eine Gegenüberstellung von Positionen der wichtigsten Parteien zu VDI-relevanten Themen sowie die jeweiligen Positionen des VDI zusammengestellt.

Als Quelle dienten dabei die jeweiligen Parteiprogramme zur Bundestagswahl 2002.

Die Gegenüberstellung können Siehier als PDF-Datei abrufen.
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