

Seit über einem Jahr ist ein neuartiges Brandschutzkonzept auf dem Markt, das, wenn es nach dem Hersteller geht, die bisherigen Systeme zum Schutz von Kabelinstallationen auf lange Sicht ablösen wird.
Das Brandschutzgewebe schützt nicht nur Kabelpritschen vor äußerer Brandwirkung sondern auch umgekehrt: Kabelbrände dämmt es schneller und effektiver ein.
In einem gerade durchgeführten unabhängigen Brandversuch wurde dem Brandschutzkonzept eine geringere Rauchentwicklung und frühzeitige Brandverzögerung attestiert. Auch das Thema Brandlast wurde behandelt.
Die Vorteile für den Anwender: niedrigere Installationskosten, geringere Gefahr für Lösch- und Rettungspersonal im Brandfall, reduzierte Reparatur- und Instandsetzungskosten.
Brandversuch Beim Brandversuch einer unabhängigen Prüfstelle wurden die Brandschutzeigenschaften des Hapuflam-Gewebes getestet. Ein wichtiges Ergebnis stellt die Verringerung der effektiven Brandlast dar. "Da unser Gewebe selbst als B1 eingestuft wurde, muss es in die Berechnung der Brandlast einbezogen werden," so Hapuflam-Geschäftsführer Edwin Stöwesand. "Allerdings wurde uns von den Prüfern bescheinigt, dass die Brandverzögerung aufgrund der Abschirmwirkung des Gewebes dessen Brandlast-Wert mehr als ausgleicht," so Stöwesand weiter. Dadurch sei die effektive Brandlast zumindest zeitlich verringert.
Jede Sekunde zählt
Zeitgewinn bei Bränden kann Leben retten. So hat der vorbeugende Brandschutz auch die Aufgabe, den Brandausbruch zu verzögern oder zumindest Brandherde einzudämmen. Je früher Brandschutz wirkt, um so geringer sind die Brandfolgen bzw. um so länger bleiben lebenswichtige Funktionen - beispielsweise in großen Gebäudekomplexen - erhalten. Das getestete Brandschutzgewebe entfaltet seine Dämmschutzwirkung bereits bei Temperaturen ab 200°C – also bevor massive Mengen von Rauch oder Flammen entstehen. Bei den Tests an Kabelpritschen wurde zudem eine deutlich reduzierte Rauchentwicklung, immer unterhalb des Grenzwertes nach DIN 4102-1, Abschnitt 6.1.4. ermittelt.
Gefahr aus dem Kanal
Von Lösch- und Rettungskräften wird immer wieder auf die besondere Gefahr von Installationskanal-Bränden hin gewiesen. Die Kanäle schirmen zwar bei einem Kabelbrand die betroffenen Räume sicher ab, doch von außen kann ein Brand und dessen Ausmaß nicht lokalisiert werden. Da in den Kanälen keine Rauchmelder sind, kommt es in scheinbar intakten Räumen immer wieder zu bösen Überraschungen. Spätestens nach 60 oder 90 Minuten – je nach Schutzklassifizierung – sind die Kanäle durchgebrannt. Dann kann es passieren, dass die gesamte Installation wie eine Brand- und Rauchbombe plötzlich und unerwartet auf die Köpfe des Löschpersonals niedergeht.
Kabelbrand im Keim erstickt – Folgekosten reduziert
Das getestete Hapuflam-Brandschutzgewebe erstickt den Kabelbrand bereits in der Entstehung durch die von der Hitze ausgelöste Schaumbildung. "Dieses sogenannte Intumeszieren dämmt den Brandherd lokal ein und kann so das Ausbrennen oder Brandüberschlag vermeiden," erläutert Diana Klein, Gesellschafterin der Hapuflam GmbH, das Funktionsprinzip. Die, in der einschlägigen Literatur beschriebenen Gesundheits- und Gebäudeschäden nach Bränden könnten dadurch auf ein Mindestmaß reduziert werden. "Die Kosten für Bausanierung und Erneuerung der Kabelinstallation stehen in keinem Verhältnis zu den Investitionen, die eine Ausrüstung der Kabel-Installationen mit dem getesteten Brandschutz-Gewebe erfordern würden," macht Stöwesand deutlich.