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News vom 11.09.2018

Viehtränken und Kühlkreisläufe: Hier droht die Gefahr von Rückverkeimung

Deutschland ist eines der wenigen Länder weltweit, in denen man problemlos Wasser aus der Leitung trinken kann. Die Standards bei Trinkwasserbereitung, Lagerung und Transport sind sehr hoch. Dennoch gibt es einige neuralgische Stellen, an denen Trinkwasser verseucht werden kann.

Dringend anzuwenden, um der Verkeimung von Trinkwasser vorzubeugen: Trinkwassertrennstation.<br />Bilder: Dehoust
Dringend anzuwenden, um der Verkeimung von Trinkwasser vorzubeugen: Trinkwassertrennstation.
Bilder: Dehoust

Eines dieser Problemfelder ist die Rückverkeimung. Es tritt überall dort auf, wo Wasser entweder lange steht oder ein Wasserkreislauf mit der Außenwelt in Berührung kommt. Für ersteres können Kühlkreisläufe als Beispiel dienen. Steht das Wasser zu lange, können sich Keime bilden und verbreiten. Hinzu kommen Chemikalien, die im Kreislauf dem Korrosionsschutz dienen oder das Bakterienwachstum hemmen sollen. Auch das kann eine Gefahr für die Trinkwasserinstallation und die öffentliche Wasserversorgung insgesamt darstellen.

Als Beispiel für einen Kontakt des Wasserkreislaufs mit der Außenwelt kann man etwa Viehtränken betrachten oder die Behälterbefüllung. Besonders kritisch sind Viehtränken: Hier können Tiere und mit ihren hochaggressiven, weil auch dem Menschen schadenden Bakterien und Viren in Kontakt mit dem Wasserkreislauf gelangen, da dieser sich immer im Bereich der Tiere befindet.

Rücksaugen unterschätzt

Ähnliches gilt, wenn auch in abgeschwächter Form, für die Befüllung von Behältern mit Leitungswasser, etwa bei Tränkwagen, Biogasanlagen oder Güllebehältern. Sind die Behälter oder die dafür verwendeten Schläuche nicht ordentlich gereinigt, kann das damit einhergehende Rücksaugen zu einer Verschmutzung des benutzten Wasseranschlusses führen. Auch das Rückdrücken von Gärmasse oder Gülle in die Trinkwasserinstallation gehört in dieses Problemfeld. Dabei kann die Reinigung der Behälter problematisch sein. Denn oftmals liegen die dafür verwendeten Schläuche nahe an den kontaminierten Flächen.

Zu verhindern ist diese Kontamination der Trinkwasserinstallation relativ einfach mit einem freien Auslauf nach dem Prinzip der physikalischen Trennung. Dieser ist für Flüssigkeiten der Kategorie 5 nach DIN EN 1717, auch als „Wasser unbekannter Herkunft“ bezeichnet, durch die DIN1988/100 bindend vorgeschrieben. Rückflussverhinderer, wie früher durchaus üblich und auch heute noch hier und da anzutreffen, sind nicht mehr zugelassen.

Problemlösung durch Trinkwassertrennstation

Am Markt gibt es zur Lösung dieses Problems Trinkwassertrennstationen. Diese sind, etwa von der Firma Dehoust, mit einem freien Auslauf ausgestattet und idealerweise zertifiziert nach DVGW 540 sowie durch das TZW in Karlsruhe getestet.

Die Sicherheitstrennstation CONNECT etwa ist zudem via Internet per Smartphone, Tablet und PC steuerbar. Auf diese Weise sind auch alle Regelungen und Überwachungen der Anlagenfunktionen möglich. Sie eignet sich als großvolumiger Betriebswasserspeicher, für die Trinkwassernachspeisung und zur automatische Spülung der Trinkwassernachspeiseleitung. Kommt es zu längeren Stillstandszeiten, sorgen leistungsstarke Doppelpumpenanlagen mit Drucksensor wieder für sauberes Wasser.

Kein Bestandsschutz

Alle oben genannten Anlagen müssen mit solchen Einrichtungen ausgestattet werden. Einen Bestandsschutz gibt es nicht, auch nicht für nichttrinkwasserführende Kreisläufe, da die vorgeschalteten Trinkwassernetze betroffen sein könnten. Installiert werden können dafür Apparate für den freien Auslauf mit einem DIN-DVGW- oder einem DVGW-Zertifizierungszeichen nach DVGW W 540  (VP)  oder  einem  DVGW-Konformitätszeichen „Anschlusssicher W 540“. Die Anlagen dürfen nur durch Firmen installiert werden, die im Installateursverzeichnis eines Wasserversorgungsunternehmens eingetragen sind. Die Wartung des freien Auslaufs muss durch einen Wartungsbetrieb halbjährlich erfolgen.

Mit diesem Problem und den entsprechenden Lösungen beschäftigt sich die Information zur Trinkwasserinstallation (twin) Nr. 13 des DVGW: "Anforderungen an die Absicherung der Trinkwasser-Installation und des Trinkwassernetzes bei Nutzung in der Vieh- und Landwirtschaft – Sicherungseinrichtung 'freier Auslauf'". Sie kann hier heruntergeladen werden. 

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magnus5531 schrieb: Hallo Wildbarren, anbei die Antworten auf deine Frage: Gibt es eine Berechnung zum Betrieb des Ofens? -Nein, eine Berechnung...
Martin24 schrieb: Eigentlich wurde alles schon gesagt: - Wenn bei 1900m³ Gas/a die 10,9kW für 125m² nicht reichen, dann passt alles mögliche...
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