Unsere Abstimmung (Quick-Vote) zu diesem Thema finden Sie am Ende dieses Artikels. Betrachtet man das Ausstellerverzeichnis der SHKG Leipzig, wird man so manche Branchengröße vermissen. Kein Buderus, kein Viessmann, kein Heimeier, kein Honeywell, kein Roth, kein Grohe, kein Kaldewei, kein Kermi, kein Purmo in Sicht.
Waren es vor vier Jahren noch 581 Aussteller, hat sich die Liste nun auf 206 Aussteller mehr als halbiert (Stand: 09.09.2002). Zieht man noch die Verbände, Bildungseinrichtungen, Genossenschaften und Verlage ab, verbleiben gerade rund 175 ausstellende Hersteller, Vertriebsgesellschaften und Dienstleister der Branche.
Sind Regionalmessen "tot"?
Der negative Trend bei den Regionalmessen, der sich schon vor zwei Jahren angedeutet und im Frühjahr in Wien, Nürnberg und Essen fortgesetzt hat, schlägt also auch voll auf die Leipziger Messe durch. Die Veranstaltung findet nunmehr fast komplett in nur einer Halle statt.
Wo sind die Ursachen?
Ungünstiger Zeitpunkt, zu starke Ausrichtung auf die Region, Konjunkturflaute, neue Medien (Internet) als Informationspool?
Der entscheidende Punkt ist, dass rotz aller Kritik über regionale Ausrichtung und organisatorische Schwächen, eine Messe nicht von den Veranstaltern, sondern von den Ausstellern "gemacht" wird.
In guten Zeiten konnte der Stand nicht groß genug, die Schnittchen nicht exclusiv genug, der Showstar nicht prominent genug sein, es wurde häufig von Ausstellerseite einfach übertrieben.
Nun finden viele Aussteller nicht auf das Normalmaß zurück und bleiben lieber gleich fern, nach dem Motto "lieber gar nicht, als klein". Gekränkte Eitelkeit?
Viele Abstinenzler könnten mit einem bescheideneren Auftritt dabei sein. Natürlich müssen viele Firmen mit spitzem Bleistift kalkulieren, gerade im konjunkturgeschüttelten Bau- und Ausbaugewerbe, gerade im "Osten".
Also, warum dennoch?
Ganz einfach: Wo sonst gibt es so viele neue Geschäftskontakte? Und genau die sind in schlechten Zeiten wichtig. Wer das nicht versteht, hat den Zweck einer regionalen Fachmesse nicht begriffen.
Und so ist es auch keinesweg eine Trotzreaktion, wenn die Unternehmen dann doch Ihre Neuheiten vorstellen oder einfach nur Präsens zeigen. Und es sind keineswegs nur regional geprägte Spezialisten mit Nischenlösungen, die sich allen Unkenrufen zum Trotz für eine Messebeteiligung entschieden haben.
So stellen der Armaturenspezialist
F.W. Oventrop und der Pumpenhersteller
Grundfos GmbH in gewohntem Umfang aus.
SYR Hans Sasserath GmbH & Co. startet auf der SHKG die Einführung einer hochwertigen Filterserie mit vielen pfiffigen Detaillösungen, die
Allmess GmbH zeigt erstmals Ihren neuentwickelten Ultraschall-Wärmezähler CF Echo.
Es wäre gut, wenn die eine oder andere Firma doch noch einmal ernsthaft über den Sinn einer Messebeteiligung, gerne eine Nummer kleiner, nachdenken würde.
Das Ausstellerverzeichnis zur SHKG Leipzig finden Sie
hier als PDF-Datei.
Weitere Informationen zur SHKG Leipzig stehen im
Internet bereit.