Mehrzahl aller Transaktionen in Heimatmärkten. Nach etwas mehr Zurückhaltung im ersten Quartal 2002 zeigt die Energiebranche zurzeit wieder eine zunehmende Fusions- und Übernahmebereitschaft. Dies hat eine kürzlich veröffentlichte Marktanalyse von PricewaterhouseCoopers (PwC)
www.pwc.de ergeben. Laut PwC ist Europa in diesem Bereich noch immer dominierend, allerdings zeigt sich der Trend, dass auch US-Unternehmen verstärkt fusionieren. Die Gesamtzahl aller Transaktionen erhöhte sich im Vergleich zum zweiten Quartal im Vorjahr von 124 auf 127. Das Volumen stieg über 60 Prozent von 23,7 Mrd. (24,3 Mrd. Euro) Dollar auf 36,9 Mrd. Dollar (37,8 Mrd. Euro) an.
Als neue Entwicklung sieht PwC die verstärkten Transaktionen in Heimatmärkten. Die inländischen Fusionen und Akquisitionen präsentieren im zweiten Quartal 2002 rund 83 Prozent des Gesamtwertes aller Transaktionen. Im entsprechenden Vergleichszeitraum wurden lediglich 19 Prozent verzeichnet. "Man kann angesichts dieser Ergebnisse vermuten, dass Konsolidierungstendenzen in der Gas- und Stromindustrie sich als erstes in inländischen Übernahmen zeigen", kommentiert Werner Suhl, PwC, die Trends.
Ein prominentes Beispiel ist die im Mai 2002 angekündigte Übernahme von Teilen der Ruhrgas AG durch E.ON. Diese Transaktion steht in der Top Ten der Energiefusionen mit einem Volumen von 1,7 Mrd. Dollar (1,74 Mrd. Euro) an dritter Stelle. Ob die Entwicklung kurz- oder langfristig sein wird können auch die Branchenexperten von PwC nicht beantworten.