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News vom 10.10.2002

Megawatt-Riesen wachsen weiter im Wind


Windenergie boomt weiter - inzwischen weltweit. Dies scheint auch die Entwicklungsaktivitäten der Hersteller zu beflügeln. Momentan hat die deutsche Firma Enercon die Nase vorn, was die Leistungsgröße angeht: In der Nähe von Magdeburg wurde der Prototyp einer 4,5 MegaWatt Windenergieanlage errichtet. Er wird jetzt eingehend getestet. Nächstes Jahr wird dann ein zweiter, optimierter Prototyp an der Küste bei Wilhelmshaven errichtet und für wenig später ist bereits ein Offshore-Test geplant.

Verschiedene Hersteller arbeiten im Hinblick auf den Offshore-Einsatz an Windenergieanlagen mit Leistungen von 3,5 bis 5 MegaWatt. Ein erster Prototyp mit 3,6 MegaWatt wurde von GE Wind Energy bereits im Juni diesen Jahres errichtet.

Es geht nicht allein um Leistungsrekorde bei dem Projekt von Enercon, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert wird.

Denn Windenergieanlagen der Multi-Megawatt-Klasse erfordern in verschiedenen Bereichen neue technologische Ansätze - allein größer dimensionieren reicht nicht aus.

Dies gilt insbesondere für den Offshore-Einsatz mit seinen hohen Anforderungen an Robustheit und Wartungsarmut.

Multi-MegaWatt-Anlagen bieten auch viele Vorteile gegenüber kleineren Anlagen:
höhere Effizienz, geringere Stromgestehungskosten, bessere Flächenausnutzung, Eignung für Offshore-, Küsten- und Binnenland-Standorte sowie geringere Drehzahlen, was sich auch positiv auf das Erscheinungsbild auswirkt.

Einige Daten zur neuen E-112 machen die technologischen und logistischen Herausforderungen klar:
Die Rotorblätter sind 52 m lang, überstreichen eine Fläche von 10.000 Quadratmetern und wiegen jeweils 20 t. Die eiförmige Gondel sitzt auf einem Turm von 124 Metern Höhe. Sie hat einen Durchmesser von 12 m, ist 22,5 m lang und bringt satte 440 t auf die Waage.


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