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News vom 18.10.2002

Musik und Fernsehen unter der Dusche


Wellness ist der neue "Kult" in allen Sanitärobjekten.

Immer raffiniertere Technik, edles Design und viele neue Funktionen kennzeichnen die jüngste Generation von Armaturen, Objekten und Ausstattungen im Sanitärbereich. Die "Wellness"-Bewegung hat sich zum Megatrend in deutschen Badezimmern entwickelt und beeinflusst immer mehr Form und Ausstattung von Sanitärprodukten. Mit Spannung erwartet daher die Branche die "shk 2002", 13. Nordeuropäische Fachmesse Sanitär – Heizung – Klempner – Klima, vom 20. bis 23. November auf dem Hamburger Messegelände. Nahezu alle marktführenden Hersteller des Sanitärbereichs sind vertreten.

In vorderster Reihe der Wellness-Bewegung, so zeigt die Fachmesse, stehen Hersteller von Duschkabinen, Wannen und Whirlpools. Herbert Schwarz aus der Werbeabteilung des österreichischen Herstellers Palme, der in Hamburg eine neue Duschkabinen-Serie vorstellt: "Der Wellness-Gedanke zeigt sich unter anderem in zusätzlichen Funktionen wie Aroma- und Licht-Therapie sowie Musik und Radioempfang im Bad". Schon in naher Zukunft kann sich Schwarz weitere Funktionen vorstellen: "Multimedia – etwa telefonieren, fernsehen oder Videos sehen unter der Dusche". Aber schon jetzt wird Raffiniertes geboten, beispielsweise die "Monsunregen-Brause" mit integrierter Lichtquelle, die dem Benutzer den Eindruck vermittelt, in "flüssigem Licht" zu duschen. Rahmenlos verarbeitetes Echtglas ist nach wie vor das bevorzugte Material bei Duschkabinen. Die Transparenz wird auch durch leicht satinierte Oberfläche in den trendfarben Weiß, Grün oder Blau keinesfalls gestört. Auf dem Rückzug sind nach Ansicht von Schwarz die lange vorherrschenden Strukturgläser aus Kunststoff.

"Klare Linien, modernes Design und nostalgischer Holz-Look bei Paneelen" wird – so Manuela Arlt vom Marketing des Neuwieder Duschkabinen-Hersteller Horst Breuer - heute auch dem Kunden mit "kleinem Portemonnaie" geboten: "Modernes Design bedeutet klare Linien, Durchblicke, Transparenz. Damit macht man die Räume größer. In vielen Wohnungen mit kleinen Bädern werfen die Eigentümer bei der Badsanierung ihre Wannen heraus und investieren in eine schicke barrierefreie Dusche. Mit entsprechender Oberflächenveredelung, die Kalk und Schmutz größtenteils abperlen lässt, ist auch die Pflege von Sicherheitsglas heute nicht mehr aufwändig. Für seine brandneue Duschkabinen-Serie hat der renommierte Bad Zwischenahner Hersteller Hüppe sogar die junge Hamburger Star-Designerin Jette Joop gewinnen können.

Und selbst so scheinbar prosaische Objekte wie Toilettensitze erfahren inzwischen formgebende Aufwertung. Ursula Nagel, Pressesprecherin des marktführenden Sanitärobjekt-Hersteller Keramag: "Unsere Produkte sind ja vor allem als solide bekannt. Aber jetzt wollen wir uns mit einer neuen Serie stärker dem modernen Design widmen". In diese Linie passt beispielsweise das neue Gäste-WC "Visit", aber auch die Zweipersonen-Fitness- und Dampfdusche "Aura". Für Frank Beushausen, Sprecher des renommierten Badarmaturenherstellers Friedrich Grohe aus Porta Westfalica, ist Wellness ohne hochwertiges Design kaum vorstellbar. "Ich sehe in Wellness auch keine kurzfristige Mode, sondern eine dauerhafte Entwicklung als Hinwendung zu den eigenen vier Wänden". Sein Unternehmen sieht es ebenso, weshalb Grohe schon seit einigen Jahren ein eigenes Design-Center unterhält. Zur "shk 2002" in Hamburg werden neue Entwicklungen aus der Top-Design-Serie "Groheart" vorgestellt: "Die Serie "Atrio" zeigt sich als puristisch-moderner Klassiker im Bauhaus-Stil und wird durch mehrere Armaturen komplettiert", berichtet Beushausen. Neuheiten gibt es aber nicht nur für den Privatanwender. "Europlus E" beispielsweise ist eine neue elektronisch gesteuerte Armatur mit schwenkbarem Arm, Infrarot-Auslösung, thermostatischer Regelung und Verbrühschutz beispielsweise für Krankenhäuser, Betriebe der Lebensmittel-Industrie oder Großküchen. Modernste Technik hilft dabei auch immer, Wasser zu sparen.

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