Die Klempnertechnik wird immer vielseitiger. Die Klempnertechnik wird heute immer vielfältiger. Das zeigt in eindrucksvoller Weise die "shk Hamburg 2002", 13. Nordeuropäische Fachmesse Sanitär – Heizung – Klempner – Klima, vom 20. bis 23. November auf dem Hamburger Messegelände. Erstmals bietet eine eigene Halle für diesen Bereich eine umfassende und konzentrierte Präsentation rund um die Klempnertechnik. In Halle 1 (Obergeschoss) sind nicht nur die führenden Anbieter der Branche vertreten. Der Fachbesucher kann sich auch auf mehreren Sonderschauen über die Entwicklung des Klempnerhandwerks informieren, Experten bei der Arbeit über die Schulter schauen und sich – beispielsweise über das Thema Ausbildung – mit den Lehrmeistern des Fachverbandes austauschen.
"Mit dem neuen Zentrum der Klempnertechnik auf der "shk 2002" wollen wir die besondere Bedeutung und das Leistungsvermögen dieses Handwerks in der heutigen Zeit herausstellen", erklärt Harald Koch, Technischer Geschäftsführer des Fachverbandes Klempner- und Sanitärtechnik Hamburg. Vertreten sind die führenden Anbieter von Materialien und Werkzeugen für den Klempner oder Spengler, wie er in Süddeutschland heißt. Zu den Neuheiten gehört beispielsweise in Sachen Solarthermie der "unsichtbare" Solarkollektor, den der Aussteller Rheinzink (Halle 1 OG, Stand 1123), ein führender Hersteller von Dach- und Fassadenbekleidungen vorstellt. Dieses neue Kollektorensystem ist integrativer Bestandteil der Rheinzink-Dachbekleidung, die sich durch hohe Wärmeleit- und Absorbtionseigenschaften auszeichnet. Dabei wird auf die architektonisch oft als störend empfundene Verglasung verzichtet. Die Wärme wird direkt aus dem Dachmaterial mittels innovativer Verrohrungs- und Verbindungstechnik abgeleitet. Das neue System soll sich sowohl für gewerbliche Gebäude – beispielsweise zur Vorheizung großer Brauchwasser-mengen (Schwimmbäder) – aber auch in Kombination mit der Wärmepumpentechnik zur vollständigen Versorgung von Ein- und Mehrfamilienhäusern mit Heizenergie und Warmwasser eignen. Diese Neuentwicklung ist noch in der Pilotphase, soll aber zum Jahreswechsel auf den Markt kommen.
Neu ist auch das "Doppel-Stehfalz-Dach", das auf der "shk Hamburg" das Unternehmen Schlebach aus Friedewald, Hersteller von Spezialmaschinen zur Verarbeitung von Blechen für Dach und Wand, vorstellt. Sprecher Heinz Sturm: "Dieses neue Dach ist ein Mittelding zwischen dem normalen Stehfalz-Dach und dem industriell hergestellten Systemdach. Das Besondere daran ist das Schnappfalzsystem, das sich durch eine schnelle und einfache Installierung auszeichnet. Regenwasser wird durch ein neuartiges Entwässerungssystem sofort abgeleitet." Schlebach ist auf der "shk 2002" bei Fedor Ulisch (Halle 1 OG, Stand 1115) vertreten. Das Unternehmen gehört zu den führenden Fachgroßhändlern für Klempnerbedarf. Jörg Ulisch: "Wir bieten die komplette Scherentechnik für die Blech-bearbeitung, dazu alle weiteren Werkzeuge, die der Klempner benötigt, bis hin zu den großen Abkantbänken und Profilierungsanlagen."
Auch KM Europa Metal aus Osnabrück (Halle 1, OG, Stand 1110) präsentiert auf der "shk" in Hamburg mit den Tecu-System Rauten eine neue Dachbekleidung. "Sie besteht aus abgerundeten Metallschindeln aus Kupfer, die verlegt wie eine große Schlangenhaut aussehen. Sie eignen sich für jede Art von Dach- und Fassadenbekleidung", erklärt Sprecher Frank Dettmer. Die Verlegung erfolgt durch einfaches Ineinanderhängen. An den Anschlussbereichen können die üblichen Verarbeitungstechniken wie Kanten, Falzen und Biegen angewendet werden. Neben Dachbekleidungen aus Titanzink und Kupfer wird auch das immer beliebter werdende Material Aluminium wie es beispielsweise Alcan Deutschland (Halle 1 OG, Stand 1105) vorstellt, sowie Edelstahl (Brandt Edelstahldach, Halle 1 OG, Stand 1104) auf der "shk 2002" in Hamburg präsentiert.
Neben der Produktinformation kommt auf der "shk Hamburg" traditionell auch die neutrale Fachinformation nicht zu kurz. Harald Koch: "Unsere Lehrmeister informieren vor Ort nicht nur über alle Aspekte der Ausbildung, sondern beantworten natürlich auch technische Fragen. An einem sechs Meter hohen Kirchturm-Modell werden die aktuellen Dachdeckungstechniken und –materialien vorgestellt." Als weitere Sonderschau präsentiert sich neben der Klempnertechnik auch das verwandte Kupferschmiedehandwerk. Und aus Schweden kommt Klempnermeister Lars Samuelsson (50), der vor den Augen der Besucher Portraitreliefs aus Kupferblech anfertigt wird. Koch: "Der Mann ist ein wahrer Künstler seines Fachs und hält die große Tradition des alten Handwerks hoch. Er hat sogar ganze Ritterrüstungen produziert."