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News vom 07.06.2019

Vom Maschinenreperateur zum Heizungsspezielist

100 Jahre BRÖTJE

Das Unternehmen BRÖTJE feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Keine Selbstverständlichkeit für ein Industrieunternehmen. Denn es gibt wenige, die eine solche Kontinuität aufweisen können. Dazu gehören Fleiß, Weitsichtigkeit und ein Team, welches tatkräftige Unterstützung bietet. All das führte BBRÖTJE dahin, wo der Hersteller heute steht.

Zwei Generationen, einen gemeinsamen Weg: Firmengründer, August Brötje senior (oben) und sein Sohn August Brötje junior.
Zwei Generationen, einen gemeinsamen Weg: Firmengründer, August Brötje senior (oben) und sein Sohn August Brötje junior.
Das Brötje Team im Jahr 1930 am Werkstor.
Das Brötje Team im Jahr 1930 am Werkstor.
Qualitätstest 1936: BRÖTJE Stahl Radiatoren mit durchgängiges Stabilisationsrohr.
Qualitätstest 1936: BRÖTJE Stahl Radiatoren mit durchgängiges Stabilisationsrohr.
1952: Die BRÖTJE Handelsgesellschaft mbH wird gegründet.
1952: Die BRÖTJE Handelsgesellschaft mbH wird gegründet.
Einblick in die Arbeit der Fertigung in den 60er Jahren.
Einblick in die Arbeit der Fertigung in den 60er Jahren.
100 Jahre BRÖTJE – von den 30er Jahren bis heute.<br />Bilder: August Brötje<br />
100 Jahre BRÖTJE – von den 30er Jahren bis heute.
Bilder: August Brötje

Den Grundstein für diese erfolgreiche Historie legte August BRÖTJE senior 1919 mit den BRÖTJE Werken in Rastede. Als Sohn eines Tischlermeisters, Dampfsägewerks- und Mühlenbesitzers lernt er Maschinenbau. Dadurch lag es nahe, dass die ersten Tätigkeiten des Betriebs im Bereich der Maschinenreparatur und -intstandsetzung lagen. Zudem wurde der Fokus ab 1923 auf die Herstellung schmiedeeiserner Bandsägen gesetzt. Dieses Vorhaben scheiterte allerdings mangels der benötigten Ausstattung. Zum Glück, wie die Unternehmensgeschichte gezeigt hat.

Bereits im Jahr 1925 stellte der Gründer die Produktion um und konzentrierte sich vollständig auf die Herstellung von Stahlradiatoren. Mit Erfolg! Der erste Zick-Zack-Radiator der Firma BRÖTJE wurde in Handarbeit hergestellt. Das Modell ist 1935 durch den Gliederradiator abgelöst worden. Neben diesem Geschäft fertigte der Betrieb Einsatzkessel für Küchenherde und führte auch Heizungsmontagen selbst durch. Allerdings wurde letzteres bereits vier Jahre später eingestellt.

Bewegende Jahre folgen: Im Alter von 44 Jahren stirbt 1937 August BRÖTJE senior. Seine Frau, Witwe Erna BRÖTJE, wird Inhaberin und übernimmt das Ruder gemeinsam mit dem Prokuristen, Wilhelm Behrens. Der Zweite Weltkrieg stellt BRÖTJE zusätzlich vor eine Herausforderung. Für den Rasteder Heizungstechniker standen ab 1943 Tabakmaschinen, Feldgeschirr und Flugzeugteile in den Auftragsbüchern. Nach Kriegsende entspannte sich die Lage. August BRÖTJE junior übernahm den Betrieb und orientierte sich maßgeblich am Führungsstil seines Vaters. Die Produktion der Gliederradiatoren wurde langsam wieder aufgenommen.

Ab 1949 zählt das Unternehmen rund 200 Beschäftigte. Zwei Werke sorgen für den Produktnachschub. Während das Werk in der Peterstraße die Produktion 13 verschiedener Radiatorenmodelle übernimmt, betreibt das Werk in Kleinenfelde die Fertigung von Heizkesseln. Um diese zu verteilen, stehen bereits zu diesem Zeitpunkt eigene Lastzüge zur Verfügung, die die Fertigwaren zu deutschlandweit sitzenden Lagerstandorten zwischen Hamburg und Stuttgart bringen. Von hier aus geht es bis in die Türkei. Diverse Erweiterungen der Hallen und der Betriebsgelände schaffen beste Voraussetzungen, um auch international Fuß zu fassen. Die Zeichen standen auf Wachstum, was sich auch im Ort bemerkbar machte: Zwischen dem Werksgelände hinter dem Bahnhof und der neu gebauten Arbeitnehmersiedlung entsteht 1949 die August-Brötje-Straße in Rastede.

Weitere Meilensteine lassen nicht lange auf sich warten:

  • 1952: Gründung der BRÖTJE Handelsgesellschaft mbH
  • 1955: der vollautomatische Ölbrenner wird in das Sortiment aufgenommen
  • 1963: Baubeginn des Werks für Flachheizelemente in Augustfehn
  • 1966: Produktionsstart der ersten Flachheizelemente

 

1969 musste sich August BRÖTJE junior aus Krankheitsgründen aus der Geschäftsführung zurückziehen, blieb jedoch Inhaber. Eine traurige Nachricht erhielten die Brötjaner dann im August 1979. Nach langer und schwerer Krankheit stirbt der Geschäftsführer mit 58 Jahren als alleiniger Inhaber der BRÖTJE Gruppe und zahlreicher Tochterunternehmen in Deutschland sowie im europäischen Ausland. Die Erbengemeinschaft übernahm das Ruder. 1989 ergab sich dann ein einschneidendes Ereignis in der BRÖTJE Geschichte: 80 % der Firmenanteile an der BRÖTJE Gruppe wurden durch die Erbengemeinschaft an die Compagnie Internationale du Chauffage S.A. (CICH), Paris, die zur Nord-Est-SA-Gruppe gehört, verkauft. Ab jetzt begann die Zusammenarbeit mit Gusslieferungen aus Soissons. Anfang 1992 verkauften die BRÖTJE Erben auch den restlichen Anteil von 20 % an CICH nach Frankreich. Bereits im Frühjahr 1992 wurde die französische Muttergesellschaft von BRÖTJE von der britischen Blue Circle Home Products PLC übernommen.

Erneut folgten sehr schwere Zeiten. Aufgrund der geänderten Marktanforderungen und der gesunkenen Nachfrage nach Stahlgliederradiatoren, wurde die Produktion im September 1995 eingestellt. Nur ein Jahr später wurde mit der Einführung der neuen Logobloc-Serie die gesamte Stahlkesselproduktion von Rastede nach Frankreich verlagert. Die darauffolgenden Jahre gingen nicht spurlos an BRÖTJE vorbei. Immer wieder gab es Höhen und Tiefen, bis im Februar 1999 mit der GC-Gruppe der Kooperations- und Distributionsvertrag geschlossen wurde. Hiermit legte der Hersteller einen bedeutenden Grundstein und ist seitdem überall in Deutschland stärker vertreten.

Im Herbst 1999 stand der dritte Eigentümerwechsel binnen 10 Jahren bevor. Der britische Mutterkonzern Blue Circles Industries gab die BRÖTJE Heizungssparte an die Baxi Group ab. Neben der Erweiterung des neuen Kunden-Service-Centers in Rastede und der damit verbundenen Aufstockung des Service-Gedanken, gewinnt der Umweltgedanke weiter an Bedeutung. Durch die erfolgreiche Wettbewerbskampagne ISR Plus Multilevel beliefert BRÖTJE den Markt mit zukunftsweisenden Heizsystemen. Der Trend zur Nutzung regenerativer Energien führt neben bereits existierenden thermischen Solarkollektoren zur Markteinführung umweltfreundlicher Heizsysteme wie der Wärmepumpe Senso-Therm BSW und dem Pelletskessel NovoPellet SPK.

Nach wie vor steht der Umweltgedanke für das Unternehmen an erster Stelle. Im Jahr 2009 wird BRÖTJE Teil der BDR Thermea Group - einer der weltweit führenden Hersteller und Lieferanten innovativer Heiz- sowie Trinkwarmwassersysteme. Durch die enge Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch zwischen BDR Therma-Unternehmen in ganz Europa, entwickelt der Hersteller zukunftssichere Produkte. Allen voran die jüngsten Wärmepumpenmodelle BLW NEO und BSW NEO. BRÖTJE wird sich daher auch in den kommenden Jahren auf den Ausbau und die stetige Optimierung des energieeffizienten Produktprogramms konzentrieren – gepaart mit intelligentem Zubehör. So stehen weiteren 100 Jahre nichts im Wege.

Weitere Informationen aus dem Hause BRÖTJE:
www.broetje.de

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lowenergy schrieb: Grundsätzlich ist letzendlich die real benötigte elektrische Gesamtantriebsenergiemenge ausschlaggebend! Da beim Luftwärmepumpen logischerweise der Kältemittelverdampfer, je nach klimatischen Bedingungen...
Pluto25 schrieb: Weshalb schaltet die Pumpe bei über 50K Differenz ab? Diese Funktion mal außer Kraft setzen. Mit etwas Glück spült sich die Anlage dann wieder frei, in jedem Fall würde wenigstens wieder Wärme runterkommen...
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