Fülle von Neuheiten überzeugte auf der interbad 2002.
Wellness-Trend bleibt in der Bäderbranche Trumpf.
15.500 Fachbesucher kamen nach Düsseldorf. Die Fülle von innovativen Produkten überzeugte die Besucher der interbad 2002, die am vergangenen Samstag, 12. Oktober, in Düsseldorf zu Ende ging: Rund 89 Prozent gaben an, wertvolle Informationen zu Neuheiten und Trends erhalten zu haben. Vier Tage lang hatten 389 Aussteller aus 24 Ländern aktuelle Ideen, gestalterische und technische Highlights für Schwimm- und Saunabäder, Wellness- und Kuranlagen, Medizinische Bäder, Sportclubs sowie Fitness- und Freizeitcenter präsentiert. Im 54. Kongress für das Badewesen, der gleichzeitig stattfand, diskutierten die Experten über neue Wege zur Steigerung von Attraktivität und Wirtschaftlichkeit im Bäderbereich. 15.500 Besucher kamen insgesamt zur 18. Internationalen Fachmesse für Schwimmbäder, Bädertechnik, Sauna, Physiotherapie und Wellness und damit rund 15 Prozent mehr als zur interbad 1998 in Düsseldorf
Ein gutes Fünftel der Gäste stammte nicht aus Deutschland, vor allem die Niederländer, Österreicher und Dänen waren stark vertreten. Bäderexperten waren aber auch aus Osteuropa, vor allem aus Ungarn, sowie aus den USA, Japan und Korea an den Rhein gekommen.
Die Bedeutung der interbad für die gesamte Bäderbranche wird durch den hohen Fachbesucheranteil von 95 Prozent unterstrichen. Unter ihnen war in diesem Jahr ein beachtlicher Anteil Führungskräfte: Fast zwei Drittel gehörten dem Top- und Middle-Management an, mit 63 Prozent war ihre Entscheidungskompetenz bei Investitionen entsprechend hoch. Der Bereich der öffentlichen Bäder war für die Mehrheit der Fachbesucher der Hauptgrund ihres Kommens, sehr starkes Interesse fanden aber auch Konstruktion, Ausbau, Technik und Ausstattung von Saunen, Medizinischen Bädern sowie Hotel- und Privatbädern. Informationen über Reinigung und Desinfektion und auch über Fitness- und Trainingsgeräte waren für viele interbad-Besucher wichtig.
Eine Einschätzung zog sich dabei durch nahezu alle Bereiche: Wellness ist weiter Trumpf! Die Wohlfühl-Welle hat sich zu einem Dauertrend verfestigt; sie prägt nicht nur die öffentlichen Bäder, sondern hat längst auch Einzug in Hotels und Privathaushalte gehalten. Immer mehr Pools und Saunen werden zu wahren Relax- und Fitness-Oasen ausgebaut. Da bot die Sonderschau Wellness in Ergänzung zum Angebot der Aussteller zahlreiche Anregungen und Gestaltungsvorschläge, die bei den interbad-Besuchern außerordentlich gut ankamen: 90 Prozent lobten die Qualität des Angebots und die optische Anmutung.
In der Sonderschau Wellness wurden auch die besten Arbeiten eines Studentenwettbewerbs vorgestellt, den die Messe Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Architektur der Fachhochschule Düsseldorf ausgeschrieben hatte. Unter dem Motto "Schäumende Venus -- perlender Apoll: Hygiene und Sinnlichkeit im Hotel von morgen" hatten die Studierenden Konzepte entwickelt für eine neue Badekultur im Hotel. Die Ideen von drei Studentinnen überzeugten die Jury : Sabine Kütbach (1.), Nicole Niermann und Nicole Weber belegten die ersten drei Plätze und dürfen sich nun auf Aufenthalte in ausgewählten deutschen Wellness-Hotels freuen.
In den Fachtagungen des 54. Kongresses für das Badewesen diskutierten rund 1.000 Bäderexperten. Auf besonders reges Interesse stießen dabei die Vorträge von Dr. Ernst Stottmeister und Prof. Dr. Gunter Gansloser zur Schwimm- und Badebeckenwasserverordnung bzw. zum Stand der Regelwerkserarbeitung für Schwimm- und Badeteiche. Auch die Fachtagung "Ansätze zur Optimierung der Wirtschaftlichkeit öffentlicher Bäder" und hier besonders die Vorstellung des Contracting-Konzeptes von Dr.-Ing. Klaus Lipinsky, Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäderbetriebe, fanden große Resonanz. In gut besuchten Tagesseminaren informierten der VDB-Physiotherapieverband sowie der Deutsche Sauna-Bund über branchenspezifische Entwicklungen und Neuerungen. Dr. Christian Ochsenbauer, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e.V., die den Kongress veranstaltete: "Die Vorträge bildeten die gesamte Bandbreite aktueller Themen unserer Branche ab und haben sicher dazu beigetragen, dass die Bäder mit hochaktuellen Konzepten und Lösungen die Herausforderungen der Zukunft meistern können."
Die nächste interbad findet vom 29. September bis 2. Oktober 2004 in Stuttgart statt.