
Mit Vakuumisolations-Paneelen (VIP) lassen sich neue schlanke Wandaufbauten bei hervorragenden Dämmeigenschaften realisieren. Neue Praxiserfahrung liegen jetzt vor. Bei dem Neubau eines Bürogebäudes in der Nähe von Winterthur wurden VIP-Elemente für die Wärmedämmung eingesetzt – nicht nur bei den Außenwänden auch am Betonsockel, den Brüstungen, in der Oberlichtzarge und in Außentüren.
Wichtiger Vorteil von VIP ist neben der guten Wärmedämmung der Gewinn an Bruttogeschossfläche. Vor einem breiten Einsatz in der Baubranche sind jedoch noch zahlreiche Fragen bei Material, Planung und Ausführung zu klären. Erhebliche Sorgfalt ist schon bei der Bauplanung notwendig. Da die Elemente vor Ort nicht mehr zugeschnitten werden können, muss ein genauer Verlegplan angefertigt werden. Dennoch können Maßungenauigkeiten Probleme bei der Bauausführung bereiten.
Die Vakuum-Paneelen waren bei dem Winterthurer Bauprojekt der rauen Baupraxis zum Teil nicht gewachsen. Kritisch sind Beschädigungen bei schon eingebauten Modulen. Wichtig ist daher ein sofortiger Schutz eingebauter Elemente. Günstig sind Baukonstruktionen, die einen nachträglichen Austausch der Elemente erlauben. Die Qualitätskontrolle wurde mit thermografischen Aufnahmen vorgenommen.
Vakuum-Isolationspaneelen (VIP) sind in der Regel mikropörose Dämmkerne aus Kieselsäure oder Aerogelen, die von einer gasdichten Folie umhüllt sind. Durch Evakuierung dieser VIP-Module steigt die Dämmleistung auf das 8-10-fachen konventioneller Dämmstoffe. Die Technologie wird bereits seit einigen Jahren in Kühlgeräten eingesetzt, auch im Baubereich zeichnen sich immer mehr faszinierende Verwendungsmöglichkeiten ab.
Die internationalen Forschungsarbeiten zur Vakuum-Dämmtechnik wird im Rahmen eines IEA-Projektes unter Federführung der Schweiz koordiniert.