Brennstoffzellen-Innovationspreis geht nach NRW ins Bergische Land - 10.000 Euro Preisgeld fließen in Projektbeteiligung von Nachwuchswissenschaftlern. 
Die Vaillant Hepworth Gruppe, Europas führender Heiztechnikhersteller, erhielt jetzt für ihr wichtigstes mittelfristiges Innovationsprojekt, das Brennstoffzellen-Heizgerät, den mit 10.000 Euro dotierten "f-cell Award 2002 Gold" der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart. Auf einer feierlichen Abendveranstaltung in Stuttgart nahmen Vaillant Hepworth Geschäftsführer Dr. Michel Brosset sowie Joachim Berg, Leiter Brennstoffzellentechnik, und Kai Klinder, Marketingleiter Brennstoffzellentechnik, die Urkunde von Professor Dr. Ferdinand Panik, Leiter des Brennstoffzellen-Projekts bei DaimlerChrysler, entgegen.
Brosset in seiner Dankesrede: "Der Preis ist ein wichtiger Meilenstein in unserer Entwicklungsarbeit. Wir sehen ihn als Beleg dafür, dass wir mit unserer Technik und unserem Vorgehen auf dem richtigen Weg sind." An die Stuttgarter Organisatoren gewandt: "Eigentlich überrascht es nicht, dass Sie uns auszeichnen: Denn wir im Bergischen Land sind mindestens ebenso erfinderisch und genauso sparsam wie Sie im Schwäbischen." Wie die Wirtschaftsförderung mitteilte, hatte Vaillant die Jury mit einer "klaren Vision und seiner Beharrlichkeit bei der Entwicklung und Demonstration" überzeugt. Mit dem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro will das Unternehmen Nachwuchs-wissenschaftlern ermöglichen, durch die zeitweilige Mitarbeit im Entwicklungsteam einen praxisnahen Einblick in diese zukunftsträchtige Technologie zu bekommen.
Das Vaillant Brennstoffzellen-Heizgerät, von dem zur Zeit drei Prototypen unter Praxisbedingungen in Nordrhein-Westfalen im Feldtestbetrieb laufen, werden mit aus Erdgas erzeugtem Wasserstoff betrieben. Jedes System produziert jeweils 4 kW Strom sowie 9 kW Wärme und deckt damit den Grundbedarf eines Siebenfamilienhauses bzw. eines kleineren Gewerbeobjekts ab. Ein ergänzendes Heizgerät auf Basis der umweltfreundlichen Brennwerttechnik steuert zusätzlich eine variable Heizleistung für den Spitzenbedarf im Winter bei. Die gekoppelte Strom- und Wärmeerzeugung wird zu einem deutlich niedrigeren Primärenergieverbrauch und zu einem bis zu 50 Prozent geringeren CO2-Ausstoß als bei herkömmlicher Technik führen.
Die Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart verlieh den "f-cell Award" in diesem Jahr zum zweiten Mal. Mit dem Preis sollen herausragende Entwicklungen in einem der interessantesten Technologiefelder gewürdigt und weitere Innovationen stimuliert werden.
Außer Vaillant wurden das Unternehmen SFC Smart Fuel Cell aus München (f-cell Award 2002 Silber), das Fraunhofer Institut Solare Energiesysteme in Freiburg (f-cell Award 2002 Bronze) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart (Sonderpreis) ausgezeichnet.