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News vom 06.11.2002

Natürliche Kältemittel weiter auf dem Vormarsch


eurammon informierte im Rahmen der IKK über aktuellen Stand sowie Perspektiven beim Einsatz natürlicher Kältemittel.

Die technische Erzeugung von Kälte ist heute unverzichtbar: Kälte sichert nicht nur die Versorgung mit Lebensmitteln, sondern ist auch für eine Vielzahl von industriellen und gewerblichen Anwendungen notwendig. Auch die Klimatisierung von Gebäuden und Fahrzeugen spielt eine immer grössere Rolle. Vor dem Hintergrund der aktuellen Klimaproblematik rückt auch die Kältetechnik in das Blickfeld der öffentlichen Diskussion, denn sie trägt einerseits durch die Kältemittel selbst und andererseits durch ihren Primärenergiebedarf zur globalen Erwärmung bei.

"Natürliche Kältemittel erfahren in letzter Zeit eine verstärkte Aufmerksamkeit, denn sie haben kein oder nur ein sehr geringes Treibhauspotenzial und verfügen über sehr energieeffiziente technische Anwendungen. Deshalb werden sich zukünftig noch mehr Betreiber für natürliche Kältemittel entscheiden, denn Investitionssicherheit, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Betriebssicherheit der Technologie sind die Basis für Investitionsentscheidungen", so Dr. Martin Niederkrüger, Vorstand von eurammon.

Kälteanlagen in Deutschland

Die Gesamtzahl der in Deutschland installierten Kältesysteme wird heute auf knapp 100 Millionen Stück [2] mit einem Marktvolumen von fast 10 Milliarden Euro [3] geschätzt. Allein zwei Drittel der installierten Kälteleistung wird durch die rund 26.000 Systeme in der Industrie erbracht [3]. Hier ist die Verwendung natürlicher Kältemittel - insbesondere im Lebensmittelbereich - traditionell hoch. In anderen Branchen, wie der weissen Ware, haben sie erst kürzlich Einzug gehalten: In Haushaltskühlgeräten werden seit dem FCKW-Ausstieg vorzugsweise Kohlenwasserstoffe verwendet. In anderen Anwendungsbereichen kann mit der verstärkten Verbreitung von natürlichen Kältemitteln zukünftig fest gerechnet werden. So ist die Forschung der Autohersteller zum Einsatz von Kohlendioxid als Kältemittel für die Fahrzeugklimatisierung bereits sehr weit gediehen. Auch in anderen Branchen mit grossem Kältebedarf könnten natürliche Kältemittel zukünftig einen grösseren Stellenwert erreichen. Beispielhaft seien hier die Klimatechnik, die Prozesstechnik und die Freizeitbranche genannt. Auch Anwendungen in der Automobilherstellung, der Kunststoffverarbeitung oder für künstliche Wintersportstätten eignen sich für ihren Einsatz.

Energiebedarf für die technische Erzeugung von Kälte

Der hohe Anteil, den die Kälteerzeugung am Gesamtenergiehaushalt in Deutschland hat, verdeutlicht ihre Bedeutung im Wirtschaftsleben, verweist aber auch auf die Notwendigkeit zur energetischen Optimierung der Verfahren. So betrug der Gesamtenergiebedarf im Referenzjahr 1999 77.000 Gigawattstunden (GWh). 66.000 GWh davon entfielen auf elektrische Energie, was etwa 14 Prozent des Gesamtstrombedarfs entspricht. Die dafür aufgewendete Primärenergie betrug 230.000 GWh oder 5,8 Prozent des Gesamtprimärenergieverbrauchs in Deutschland. [1]

Etwa zwei Drittel des für die Kälte relevanten Primärenergiebedarfs werden für die Kühlung von Nahrungsmitteln und Getränken benötigt. In diesem grössten Segment werden bereits sehr häufig natürliche Kältemittel eingesetzt. Bei Erzeugung und Lagerung überwiegend Ammoniak und Kohlendioxid, im Haushalt Kohlenwasserstoffe. Weitere 22 Prozent werden für mobile und stationäre Klimaanlagen aufgewendet. Hier werden kaum natürliche Kältemittel verwendet, allein bei Grossklimaanlagen kommen sie im merkbaren Umfang zum Einsatz. Grosse Potenziale bestehen im Bereich der Komfortklimatisierung und bei mobilen Klimaanlagen.

Knapp ein Zehntel des Energiebedarfs wird im heterogenen Bereich der Industriekälte benötigt, hier überwiegend in der chemischen Industrie als Prozesskälte, gefolgt von Bergbau und Pflanzenhandel. Die chemische Industrie setzt bereits seit langem natürliche Kältemittel (Ammoniak und Kohlenwasserstoffe) ein.

Ausstiegszenarien

Die Kältetechnik und die Betreiber von Kälteanlagen müssen sich aktuell mit drohenden Verboten, zumindest mit zukünftigen Restriktionen in der Verwendung der als Treibhausgase identifizierten H-FKWs auseinandersetzen. Die Politik in Europa und mittlerweile auch in Deutschland fordert zu Recht umweltschonendere Kältemittel-Alternativen. Vor einigen Wochen hat auch der Bundesumweltminister verlauten lassen, dass er sich Verbote der F-Gase dort vorstellen kann, wo Alternativen verfügbar sind. Dänemark und Luxemburg haben in der EU bereits eine Vorreiterrolle übernommen und die Verwendung der H-FKWs verboten. In österreich liegt eine Gesetzesvorlage zur Genehmigung vor und in anderen Ländern, wie beispielsweise Schweden, wird über substanzielle Restriktionen nachgedacht.

Engagement für natürliche Kältemittel

eurammon wird die Kampagne für natürliche Kältemittel im nächsten Jahr fortführen und sich auch zukünftig dafür einsetzen, dass sich Bekanntheitsgrad und Akzeptanz natürlicher Kältemittel erhöht. Ziel ist es, mit der Aufklärungs- und Informationsarbeit einen entscheidenden nachhaltigen Beitrag für eine bessere Umwelt zu leisten.

[1] Energiebedarf bei der technischen Erzeugung von Kälte in der Bundesrepublik Deutschland, Deutscher Kälte- und Klimatechnischer Verein e.V. DKV, Stuttgart, 2002

[2] Dieter Steinborn, Deutsche Kältebranche - vielfältige Einsatzgebiete bringen einen Umsatz von 17 Mrd. DM, Ki Luft- und Kältetechnik 2/1998, S. 59-62

[3] Guntram Preuss, FV ALT im VDMA, Schätzungen und Hochrechnungen, 2002, persönliche Mitteilung


über eurammon

eurammon ist eine gemeinsame Initiative von Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen, die sich für den verstärkten Einsatz von natürlichen Kältemitteln engagieren. Als Kompetenzzentrum für die Anwendung natürlicher Kältemittel in der Kältetechnik sieht die Initiative ihre Aufgabe darin eine Plattform für Informationen und Austausch zu bieten und den Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz natürlicher Kältemittel zu erhöhen. Ziel ist es, ihren Einsatz im Interesse einer gesunden Umwelt zu fördern und so nachhaltiges Wirtschaften in der Kältetechnik weiterzuentwickeln. eurammon informiert Fachleute, Politiker und die breite Öffentlichkeit umfassend zu allen Aspekten natürlicher Kältemittel und steht allen Interessierten als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Anwendern und Planern von Kälteprojekten stellt eurammon konkrete Projekterfahrung sowie umfangreiches Informationsmaterial zur Verfügung und berät sie zu allen Fragen im Zusammenhang mit Planung, Genehmigung und Betrieb von Kälteanlagen. Die Initiative wurde 1996 unter dem Dach der Fachabteilung Kälte- und Wärmepumpentechnik des Fachverbandes Allgemeine Lufttechnik im VDMA gegründet und steht europäischen Unternehmen und Institutionen im Interessenbereich natürlicher Kältemittel aber auch Einzelpersonen beispielsweise aus Wissenschaft und Forschung offen.

Aktuelle Forenbeiträge
meStefan schrieb: Raum- Thermostate sind hoch gedreht? Dann den Stellmotor runter machen und schauen, ob es dann warm wird (Stellmotor runter = Ventil auf). Läuft Dein Heizgerät überhaupt? Ist der Anlagendruck mind....
Peter_Kle schrieb: 1. Für die maximale Leistung ist die Sonneneinstrahlung wichtig. Nur Sonne und 30 Grad heben die Sonneneinstrahlung nicht auf Sommerniveau oder Cremer du dich jetzt noch ein ??? 2. Temperaturen sind...
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