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News vom 14.11.2002

Tendenz steigend: 7% erneuerbare Energie bei Stromgwinnung


Neben Windparks, photovoltaischen- und zukünftigen solarthermischen Großanlagen, gibt es bereits heute zehntausende dezentrale Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbarer Energiequellen. So liefern die erneuerbaren Energien mit Sonne, Wind, Wasser und Biomasse in Deutschland schon mehr als 7 % des Strombedarfs bei steigender Tendenz.

Allein die Windkraftanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von über 10.000 MW könnten mehrere Großstädte mit Strom versorgen. In Zukunft können sie mit Informations- und Kommunikationstechniken zu einem Netzverbund – einem sogenannten verteilten oder "virtuellen" Kraftwerk – zusammengeschlossen werden. Der Vorteil besteht darin, dass die erneuerbaren Energiequellen dort genutzt werden, wo sie besonders ergiebig sind und im energetischen Verbund optimal in die Energieversorgung integriert werden können.

Photovoltaische Großanlagen

In Deutschland und in den Niederlanden wurden in den vergangenen zwei Jahren mehrere photovoltaische Großanlagen mit Leistungen im Megawattbereich errichtet. Für Großanlagen, integriert in Gebäudedächer oder auf unbebautem Gelände sprechen Kosteneinsparpotentiale. Weitere Kostensenkungen ergeben sich in Zukunft durch die Konzentration der Solarstrahlung auf die (teuren) Photovoltaikflächen mit (billigen) Spiegeln oder Linsen. Hier unterscheidet man schwach konzentrierende Anlagen (ZSW) und hochkonzentrierende Anlagen (Fraunhofer ISE). Mit Tandemsolarzellen z. B. aus III-V-Halbleitermaterialien (später auch aus verschiedenen Kupfer-Indium-Gallium-Schwefel-Selen-Verbindungen) lassen sich heute Solarzellen mit Wirkungsgraden über 30 % herstellen. PV-Kraftwerke mit solchen Solarzellen und optischer Konzentration des Sonnenlichtes können im Mittelmeerraum Spitzenstrom zu vergleichsweise günstigen Kosten produzieren.

FVS-Forschung und Entwicklung bald in Anwendung

Im August 2002 ist in Spanien eine Einspeisevergütung von zusätzlichen 12,02 ct /kWh für Strom aus solarthermischen Großkraftwerken in Kraft getreten. Damit sind solarthermische Kraftwerke wirtschaftlich. Vier Projektgesellschaften (mit weitreichender deutscher Beteiligung) werden in Kürze in Spanien mit dem Bau solarthermischer Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von mehr als 100 MW beginnen. Das DLR (Mitgliedsinstitut des FVS) ist an der Planung von drei der vier Solarkraftwerke beteiligt.

Test eines neuen Receiver Moduls auf dem CESA I Turm der Plataforma Solar in Almería



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