Unschlagbarer Wirkungsgrad: Kompaktheizzentralen auf Wärmepumpen-Basis verweist herkömmliche Öl- und Gasheizungen auf die Plätze. Versteckte Chancen durch die Energieeinsparverordnung. 
Erstmals informierte Novelan Vertrieb Siemens-Wärmepumpen mit dem Forum "EnEV ... und was dann?" potentielle Anwender von Wärmepumpen- und Lüftungssystemen über Anforderungen, Chancen und Lösungen im Einklang mit der Energieeinsparverordnung (EnEV). Novelan-Chef Artur Rodecker suchte den Dialog mit der Branche – und sie kam: Mehr als 130 Großhändler, Ingenieure und Planer sowie Vertreter der Fertighaus- und Bauträgerbranche informierten sich am 16. September in Kloster Banz aus erster Hand über die Heizungstechnik von morgen. Novelan-Fachleute und hochkarätige Referenten verschiedener Lehrstühle, wie Prof. Dr. Ing. Dieter Wolff und Prof. Peter Müller, erläuterten das Spannungsfeld zwischen EnEV und den Betriebsbedingungen verschiedener Temperiersysteme.
Spätestens seit der Einführung von Ökosteuer und Energieeinsparverordnung (EnEV) spielen ökologisch unbedenkliche Temperiersysteme beim Hausbau auch unter Kostengesichtspunkten eine entscheidende Rolle. Eine wirklich zukunftsweisende Perspektive liefert nun Novelan, Hersteller der Siemens-Wärmepumpen- und Lüftungssysteme. Dessen neueste Entwicklungen schonen gleichermaßen Umwelt und Geldbeutel. Novelan-Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung schaffen ein gesundes Raumklima und erhalten die Bausubstanz.
Als Koryphäe auf dem Gebiet der Heizungstechnik referierte Professor Dr. Ing. Dieter Wolff, Fachhochschule Wolfenbüttel, der an der Entwicklung der EnEV maßgeblich beteiligt war. Wolff räumte mit Vorurteilen auf, die aus der EnEV selbst resultieren – attestiert sie doch der Energieart "Strom" eher schlechte Noten. Mit zahlreichen Rechenexempeln verdeutlichte er, dass kein Heizsystem dem Zweck des seit 1. Februar geltenden Regelwerks näher kommt als die Wärmepumpe. Wolff demontierte mit seinen Ausführungen alt eingesessene Vorurteile und öffnete die Tür für die zukunftsweisende Alternative mit Namen Wärmepumpentechnik.
Aus berufenem Munde erfuhr so das Publikum, dass Wärmepumpenheizungen als vollwertige Alternative zu herkömmlichen Öl- und Gasheizungen deren Nutzwert und deren Leistungsspektrum bei weitem übertreffen. Die Funktionsweise ist dabei entwaffnend einfach: Sie heizen mit gespeicherter Sonnenwärme rund um die Uhr, unabhängig von den Jahreszeiten. In einem Kreislauf zirkuliert ein Kältemittel, das über ein Leitungssystem die Wärme des Erdreichs, des Grundwassers oder der Aussenluft aufnimmt. Anschliessend pumpt sie diese auf ein Temperaturniveau, das vollkommen genügt, um das komplette Haus zu beheizen, einschliesslich der Brauchwasserversorgung. Wärmepumpen benötigen Strom lediglich für den eigenen Betrieb, drei Viertel der erzeugten Wärme gewinnt die Wärmepumpe aus der Umwelt. Über Niedertemperatursysteme wie Wand- und Fußbodenheizungen lässt sich der Energiebedarf noch weiter absenken.
Trotz niedrigen Energiebedarfs sind demnach gerade die Siemens-Kompaktheizzentralen dem Nutzwert anderer Wärmepumpenheizungen überlegen, weil sie dank ihrer kompakten Bauweise Wärmeerzeuger, Speicher und Verteilsystem in einem Gerät beherbergen. Damit werden oft komplexe Rohrleitungssysteme, bekanntermaßen schleichende Energiefresser, vollends überflüssig und die Installation selbst zum Kinderspiel. Nebenbei sind Novelan-Kompaktheizzentralen flexibel in der Wahl ihres Aufstellungsortes und ermöglichen so eine rundum behagliche Symbiose mit ihrer Umgebung: Etwa im Hauswirtschaftsraum platziert, heizt die Kompaktheizung diesen aus eigenen Ressourcen gleich mit. Damit verweist die Novelan-Kompaktheizzentrale herkömmliche Öl- und Gasheizungen gleich aus zwei Gründen auf die hinteren Plätze. Sie werden in der Regel in kalten Kellern installiert, beheizen folglich mit ihrer Abwärme ungenutzten Raum.
Die Vorteile von Siemens-Wärmepumpen aus ökologischer Sicht veranschaulichte Herbert Offenbeck, Novelan-Vertriebsleiter Süd. Ausgangspunkt war dabei ein Modellversuch, bei dem ein mit Wärmepumpen-Technologie beheiztes, von drei Personen bewohntes Einfamilienhaus im Mittelpunkt stand. Im energetisch-ökologischen Vergleich zeigte sich, dass sowohl Primärenergieverbrauch wie auch Kohlendioxidemissionen gegenüber Gas- bzw. Ölheizkesseln um die Hälfte geringer waren.
Über "Anforderungen der EnEV an die Lüftungstechnik" sprach Professor Peter Müller von der Universität Dortmund. "Durch falsches Lüften werden jedes Jahr enorme Mengen an Energie verschwendet", bilanzierte der Vorsitzende des Europäischen Testzentrums für Wohnungsbelüftungsgeräte. Dabei könnten mechanische Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung den Wärmebedarf in Haushalten um 50 Prozent reduzieren. Verbunden mit den bereits genannten Kosten- und Emissionseinsparungen, spiele letztlich der Gesundheitsaspekt eine zentrale Rolle: Eine intelligente, mechanische Lüftungsanlage reduziert, so Müller, maßgeblich Allergene, verbessert das Raumklima und verhindert Schäden der Bausubstanz durch Schimmel und Feuchtigkeit. Kein Wunder also, dass Müller für Lüftungsgeräte ein wachsendes Marktpotential mit jährlichen Steigerungen von 50 Prozent sah. Allein der nachträgliche Einbau in Altbauten schlage bei Wohnungsbelüftungsanlagen mit 100.000 Geräten pro Jahr zu Buche.
Was Siemens auf diesem Marktsegment zu leisten imstande ist, zeigte Karl-Heinz Dewies, Vertriebsleiter Nord. Durch die Bank warten die Lüftungsgeräte Marke Siemens mit Einsparungspotentialen zwischen 25 und 50 Prozent beim Energiebedarf auf. Zurück gewonnene Wärme kann zur Warmluft- und Warmwassererzeugung genutzt werden: So ergibt sich etwa beim Lüftungsmodul der Siemens-Kompaktheizzentralen dank des speziellen Gegenstrom-Plattenwärmetauschers im Alltagsgebrauch ein Wirkungsgrad von bis zu 92 Prozent.
Innovative Siemens-Lösungen präsentierte Dewies überdies bei den aktiven Lüftungsgeräten mit integrierter Kleinwärmepumpe zur Wärmerückgewinnung. Überzeugen kann beispielsweise das Lüftungsgerät "2WP2 101", mit dem sich bis zur Hälfte der Energie einsparen lässt. Durch die Vorschaltung des "Heat-Pipe" Wärmetauschers können zusätzlich bis zu 1000 Watt an kostenloser Heizenergie erzeugt werden, denn die "Heat-Pipe" benötigt absolut keinen Strom zum Betrieb.
Auch Produktmanager Thomas Miksch, der zukünftige Vertriebsleiter Süd, unterstrich mit seinem Beitrag noch einmal die Notwendigkeit von Alternativen zu den traditionellen Öl- und Gasheizungen. Anhand von Studien belegte er, dass der weltweite Bedarf an fossilen Brennstoffen bei sinkenden Rohöl-Fördermengen und gleichzeitig rasant wachsender Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten stark zunehmen wird. Einen Ausweg aus zwangsläufiger Ölpreisexplosion und geradezu unvermeidlicher Klimakatastrophe sah Miksch in der Wärmepumpe, die kein Kohlendioxid produziert, von fossilen Brennstoffen unabhängig macht und Sonnenenergie per Wärmerückgewinnung optimal verwerten kann. Er verwies letztlich auf die Schäden und die Ölverschmutzungen, die durch im Keller installierte Ölheizungen bei den diesjährigen Überschwemmungskatastrophen entstanden sind. "Vor allem Luft-/Wasser-Wärmepumpen können dagegen hochwassersicher positioniert werden", so Miksch.
Novelan rüstet sich für den kommenden Markt vor allem mit Kompaktgeräten, die Warmwassermodul, Wärmepumpenmodul sowie Lüftung integrieren und dabei noch spielend leicht zu installieren sind. Auch bei der Regelungstechnik werde Novelan, so Miksch, Trends setzen. Ein erstes Highlight ist der Wärmepumpenregler 2003, der mehrere Heizkreise ansteuern kann, über einen Energiemanager den Verbrauchstrend anzeigt und Lüftung wie Kühlung ökologisch und klimatisch optimal steuert. Der Wärmepumpenregler 2003 soll "Blue Tooth"-fähig sein und kann somit Befehle per Handy, Computer und sogar über das Internet empfangen. Abgerundet wird das High-Tech-Produkt schließlich durch ein intelligentes Estrich-Aufheizprogramm für den energiesparenden Betrieb der Fußbodenheizung.
Die Brisanz der von den Referenten geschilderten Fakten sorgten für ein reges Interesse des Publikums, das mit zahlreichen Fragen ins Detail ging. Warum die Wärmepumpenhersteller unterschiedliche Angaben über die benötigte Fläche an Erdkollektoren machten, wollte da zum Beispiel jemand wissen. Souverän antwortete Herbert Offenbeck, der auf 20 Jahre Siemens-Erfahrung mit Wärmepumpen verwies und Sicherheitspolster für Extremfälle bei "konservativer Schätzung" für unabdingbar hielt. 20 Jahre ohne jede Reklamation dürften ihm Recht geben. Offenbeck brachte es auf den Punkt: "Andere Heizsysteme haben Tradition, die Wärmepumpe hat Zukunft."
Die Vortraege zum "Novelan Forum" stehen jetzt im Internet zum Download zur Verfuegung:
http://www.siemens-waermepumpen.com/de/forum-nov/forum.htm