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News vom 11.12.2002

Legionellen in Klima- und Lüftungsanlagen?


Gebläsekonvektoren und dezentrale Luftbehandlungsgeräte bieten keine Angriffsfläche für Legionellen / VDI 6022 und Wartungs-Empfehlungen der Hersteller raumlufttechnischer Anlagen strikt beachten / 7.000 Infektionen mit Legionellen jährlich in Deutschland / Mangelhafte oder fehlende Wartung Hauptursache.

Bilden Lüftungs- und Klimageräte ein Potenzial zur Verbreitung von Legionellen? Sind alle Produktgruppen von Lüftungs- und Klimageräten gefährdet? Können Maßnahmen gegen ein eventuell bestehendes Wagnis getroffen werden? Diese Fragen bewegen nach dem jüngsten Ausbruch der Legionärskrankheit in Großbritannien die Betreiber und Nutzer von Lüftungs- und Klimaanlagen. Das Problem der Legionellose kann nicht unterschätzt werden. Pro Jahr infizieren sich in Deutschland bis zu 7.000 Menschen.

In welchen Lüftungs- und Klimageräten ist die Entstehung gesundheitsgefährdender Konzentrationen von Legionellen möglich?

Legionellen sind in nahezu jedem Süßwasser vorhanden. Wegen der geringen Konzentration sind sie jedoch für den Menschen ungefährlich. Zur gesundheitsgefährdenden Anreicherung ist eine nicht näher definierte Standzeit erforderlich. Zum Leben und Vermehren benötigen sie eine Temperatur zwischen 25 und 50°C. Höhere Temperaturen führen zum Absterben. Erst bei einer Anreicherung von Legionellen und dem Einatmen des damit kontaminierten feinen Wassernebels, z.B. beim Duschen, kann die Krankheit ausbrechen. Potentiell gefährdet sind daher z.B. auch wenig frequentierte Hotelzimmer, wenn das Warmwasser längere Zeit in den Rohrleitungen gestanden hat.

Das bedeutet: Voraussetzung zur Entstehung gesundheitsgefährdender Legionellen-Konzentrationen ist der Einsatz von warmen Wasser, das vernebelt wird und vorher eventuell längere Standzeiten hatte.

Diese Voraussetzungen können bei Lüftungs- und Klimageräten ausschließlich Zentrallüftungsgeräte erfüllen. Gebläsekonvektoren, dezentrale Luftbehandlungsgeräte wie die Produkte der Serie GEA MultiMAXX etc. bieten Legionellen daher keinerlei Angriffsfläche.

In Zentrallüftungsgeräten liegt das Hauptaugenmerk auf den Filtern und der Luftbefeuchtung. Hier muss ausdrücklich auf das Regelwerk der VDI 6022 verwiesen werden, in der die hygienischen Anforderungen an RLT-Anlagen im Vordergrund stehen. Wie Untersuchungen am Institut für Hygiene der Freien Universität Berlin zeigen, sterben Mikroorganismen nach ihrer Abscheidung auf Luftfiltern innerhalb von drei bis vier Tagen ab. Nur bei langanhaltenden hohen relativen Luftfeuchtigkeiten und Temperaturen kann es zu einem mikrobiellen Wachstum auf den Luftfiltern kommen. Die VDI 6022 legt unter dem Gesichtspunkt der Hygiene genau die Eckdaten für die Planung, den Betrieb und die Wartung von Zentrallüftungsgeräten fest.

Bei Zentrallüftungsgeräten sollten somit folgende Elemente besonders betrachtet werden:
  • Offene Wasserkühlsysteme - diese weisen in der Regel andauernd Wasser-Temperaturen über 30 °C auf. Das Problem der möglichen Anreicherung von Legionellen tritt daher nicht im Zentrallüftungsgerät auf, das einen geschlossenen Kreislauf hat. Der offene Kreislauf mit dem direkten Kontakt zwischen Wasser und Luft besteht dagegen außerhalb des RLT-Gerätes - im Kühlturm.
  • Umluftsprühbefeuchter - Durch den Intervallbetrieb können Standzeiten auftreten, in denen sich Legionellen anreichern. Dies kann durch automatische Spülvorgänge und Wasserentkeimungsanlagen unterbunden werden. Dampfbefeuchter gelten als unkritisch.
  • Filter - Abgeschiedene Legionellen, hohe Luftfeuchtigkeit und seltener Wechsel können auch auf Filtern zu einer Vermehrung der Bazillen führen.
Können Maßnahmen gegen eine mögliche Anreicherung von Legionellen in Elementen von Zentrallüftungsgeräten getroffen werden?

Ja, Grundlage für einen nahezu 100 %igen Schutz gegen die gesundgefährliche Anreicherung von Legionellen ist eine ordnungsgemäße Wartung gemäß der VDI 6022 und den Empfehlungen der Hersteller.

Überall dort, wo Wasser bei Temperaturen zwischen 20 und 50 °C fein vernebelt wird und eingeatmet werden kann, muß eine hygienisch einwandfreie Reinigung erfolgen.

In kaum einer anderen Branche sind die Vorschriften so streng und eindeutig wie in der Klima- und Lüftungstechnik. Die VDI 6022 und die Empfehlungen der Hersteller geben die exakte Richtschnur vor, um die Entstehung gefährlicher Legionellen-Konzentrationen und die Möglichkeit einer Gefährdung des Menschen garantiert zu vermeiden.

Was kann vor der Investition in ein Zentrallüftungsgerät beachtet werden, um das Risiko der Anreicherung von Legionellen zu minimieren?

Das Rohrleitungsnetz der Zentrallüftungsanlage sollte auf dem neuesten technischen Stand und hygienisch gereinigt sein. Es sollte keine potenziellen Schmutznester in Blindschächten aufweisen.

Bereits bei der Investition in ein RLT-Gerät sollte auf die Voraussetzungen für eine einfache, hygienische Wartung geachtet werden. Absolut glatte Oberflächen im Inneren, vollständig ausziehbare Einbauteile und einfach zu öffnende Türen sind hierbei die wesentlichen Eckpunkte.
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P G schrieb: Hallo, ich hab irgendwie ein Verständnis Problem, ich möchte...
Sonnenschein123 schrieb: Hallo zusammen, ich habe einen älteren ETA PE 25, Baujahr...
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