
Bei Heizungen für größere, gemischt genutzte Objekte sind heute insbesondere Systemlösungen gefragt, die die Anforderungen der unterschiedlichen Nutzer optimal erfüllen. Zudem sollen die Systeme Energie sparen und die Schadstoffemissionen reduzieren. Wie effizient solche komplexen Anlagen arbeiten, hängt vor allem von der Qualität der Planung und handwerklichen Ausführung ab.
"Eine solche Herausforderung ergab sich, als bei einer Modernisierung im Zentrum von Gütersloh mehrere Wohn- und Geschäftshäuser errichtet wurden," so Markus Hense vom Ingenieur-Büro für Haustechnik Hense in Gütersloh. Mit dem regionalen Junkers-Vertriebscenter als Partner plante er die anspruchsvolle Energieversorgung des Hauses.
Das mit Wärme zu versorgende Objekt:- hat eine Gaststätte im Erdgeschoss,
- eine Arzt- und Physiotherapiepraxis
- sowie ein Büro auf den Obergeschossen
- und drei Wohneinheiten unter dem Dach.
Die Anforderungen an die zukünftige Heizungsanlage:- komfortabel,
- höchste Betriebssicherheit,
- möglichst geringe Emissionen,
- für circa 900 Quadratmeter beheizte Fläche.
Für die Beheizung und den Lüftungswärmebedarf der Gaststätte im Erdgeschoss wurde ein Heizgerät mit 35 Kilowatt Leistung gewählt. Noch einmal 70 Kilowatt waren erforderlich, um die physiotherapeutische Praxis und die Unternehmensberatung im ersten Obergeschoss, eine Arztpraxis im zweiten Obergeschoss und drei Wohneinheiten unterm Dach mit Wärme zu versorgen. Damit jede Nutzeinheit unabhängig auf das System zugreifen kann, sahen die Planer eine individuelle Heizungsregelung und eine dezentrale Warmwasserversorgung vor.
"Nach sorgfältiger Planung stand die Lösung für das Wohn- und Geschäftshaus in der Gütersloher City fest", so Hartmut Wilkemeyer vom Junkers-Vertriebscenter. Für die beiden Obergeschosse wurden zwei Brennwertkessel Suprapur in Kaskade geschaltet, die über den CAN-Bus-Regler Ceracontrol TA 270 gesteuert werden. Zusammen mit den Schaltmodulen steuert er zwei Heizkreise an – einen für die Radiatoren und einen für die Fußbodenheizung. Ein Außentemperaturfühler sorgt in beiden Heizkreisen für die optimale Vorlauftemperatur. Auch der dritte Junkers Suprapur-Brennwertkessel für die Gaststätte wird über den Busregler TA 270 gesteuert. Die Abgasführung erfolgt mittels eines konzentrischen Luft-Abgassystems senkrecht über das Dach, separat für jeden Kessel.
Der Verteiler für die einzelnen Heizkreise des ersten und zweiten Obergeschosses sowie die Dachwohnungen sind über eine hydraulische Weiche an die last- und witterungsgeführte Kaskadenanlage angebunden. Dank des Datenbusses lassen sich mit einer Fernbedienung die Wärmeversorgung sowohl der physiotherapeutischen Praxis und der Arztpraxis als auch der Büroräume und Wohneinheiten unabhängig voneinander nach Zeit und Temperatur steuern. So kann zum Beispiel in den Wohnungen des Hauses die Temperatur bequem vom Wohnzimmer aus gewählt werden. Ebenso können die Bewohner verschiedene Zeitprofile eingeben und abrufen oder per Knopfdruck auf energiesparenden Absenkbetrieb umschalten.
Planungsingenieur Hense bringt es auf den Punkt: "Durch die Kombination aus zuverlässigen und umweltschonenden Junkers-Gas-Brennwertkesseln Suprapur und dem innovativen Busregelsystem Ceracontrol TA 270 konnten wir den gestellten Ansprüchen an eine moderne und wirtschaftliche Heizungsanlage voll gerecht werden."