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News vom 05.02.2020

Wärmepumpenabsatz 2019: Leichtes Wachstum bei schwungvollem Start und zunehmender Zurückhaltung

Es sind nach wie vor die Luftwärmepumpen, die die Tendenz des Marktes bestimmen: 2019 wurden in diesem Segment insgesamt 66.000 Geräte verkauft, das entspricht einer Steigerung von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Splitgeräte konnten hierbei mit einem Plus von 11 Prozent (31.000 verkaufte Geräte) besonders zulegen. Bei den Monoblockgeräten fiel das Wachstum mit sechs Prozent genauso aus wie im Vorjahr.

Leichtes Wachstum beim Absatz von Heizungswärmepumpen bei schwungvollem Start und zunehmender Zurückhaltung.
Leichtes Wachstum beim Absatz von Heizungswärmepumpen bei schwungvollem Start und zunehmender Zurückhaltung.
Mit 16.500 verkauften Geräten stieg der Absatz von Warmwasserwärmepumpen um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bilder: BWP
Mit 16.500 verkauften Geräten stieg der Absatz von Warmwasserwärmepumpen um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bilder: BWP

Erdgekoppelte Systeme (inklusive Grundwasser‐Wärmepumpen) mussten in 2019 Einbußen hinnehmen:  Mit 20.000 Geräten sank der Absatz gegenüber dem Vorjahr um rund 15 Prozent. Luftwärmepumpen  machten somit 77 Prozent des Gesamtabsatzes aus (im Vorjahr waren es 72 Prozent), Erdwärmepumpen  und sonstige liegen bei 23 Prozent (gegenüber 28 Prozent im Jahr 2018).   

Insgesamt sind in Deutschland nun rund 966.000 Heizungswärmepumpen installiert. “Der Markt wächst  langsam aber stetig und die Branche zeigt sich zuversichtlich. Wir gehen davon aus, dass die  Wachstumskurve mit Beginn der neuen Zwanzigerjahre aufgrund der attraktiven Förderbedingungen  steiler ausfallen wird“, prognostiziert Paul Waning, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands  Wärmepumpe. Das Jahr habe recht gut gestartet. Im letzten Quartal 2019 sei der Absatz insgesamt  stärker zurückgegangen, als im Vorjahreszeitraum, was unter Umständen an der unklaren Lage  hinsichtlich der staatlichen Förderung gelegen habe. „Einige unserer Mitglieder haben im letzten Quartal  2019 einen deutlichen Attentismus bei Ihren Kunden und Partnern verzeichnen müssen“, berichtet  Waning.   

Neue Förderrichtlinien machen Hoffnung auf Modernisierungsschub

Die seit Januar 2020 geltende Anteilsförderung für das Heizen mit Erneuerbaren Energien aus dem  Marktanreizprogramm der Bundesregierung könnte ein Impulsgeber für den Einbau umweltschonender  Heizungssysteme werden – insbesondere in der Modernisierung. „Zumindest der Informationsbedarf bei  Hausbesitzern und Bauherren, Handwerkern und Planern ist, gemessen an den eingehenden Anfragen in  unserer Berliner Geschäftsstelle, schon im ersten Monat des neuen Jahrzehnts spürbar gestiegen“,  berichtet Waning.   

Die Bundesregierung unterstützt den Einbau klimafreundlicher Heizungen wie Wärmepumpen seit diesem  Jahr mit einem Investitionszuschuss von bis zu 35 Prozent im Neubau und in der Modernisierung. Wird  eine Ölheizung ersetzt, werden Wärmepumpen sogar mit bis zu 45 Prozent Erstattung der  Investitionskosten gefördert. „Wir begrüßen diese Maßnahme und hoffen auf eine spürbare  Lenkungswirkung für die Dekarbonisierung des Gebäudesektors. Unsere Branche ist jedenfalls für eine  steigende Nachfrage gerüstet“, erklärt Waning.  

Ohne sie geht nichts: Fachhandwerker und Planer sind die Helden der Energie‐ und Wärmewende

„Die sorgfältige Planung und fachgerechte Installation ist Voraussetzung für den erfolgreichen Umstieg auf ein klimaschonendes Wärmepumpensystem“, ergänzt der BWP‐Vorstand. „Der Fachkräftemangel im SHK‐und Brunnenbau‐ Sektor darf nicht zur Bremse für die Wärmewende werden“, mahnt Waning. Laut der Prognos‐Studie „Fachkräftebedarf für die Energiewende in Gebäuden“ (2017) vergrößert sich die SHK‐ Fachhandwerkerlücke aufgrund des gesteigerten Sanierungsbedarfs durch die Energiewende insgesamt um mindestens 50 Prozent. 40.000 SHK‐Fachkräfte würden nach der Prognose bereits im Jahre 2025 fehlen.

Der Bundesverband Wärmepumpe unterstützt die Branche mit Aus‐ und Weiterbildungsmaßnahmen. Gemeinsam mit dem VDI läuft seit 2018 das Schulungsprogramm nach der Richtlinie VDI 4645 zum „Sachkundigen für Wärmepumpensysteme“, um SHK‐Fachbetrieben, Planern und Beratern die Möglichkeit zu geben, sich in Richtung erneuerbare Heizsysteme weiterzubilden ‐ mit wachsendem Erfolg. Darüber hinaus geht in diesem Jahr das Wärmepumpen‐E‐Learning‐Programm für SHK‐Auszubildende online, welches Berufsschulen und SHK‐Ausbildungszentren als Ergänzung zum Bestandsmaterial kostenfrei zur Verfügung gestellt werden soll. Der BWP präsentiert sich zum Thema Ausbildung in diesem Jahr auf den drei größten SHK‐Messen in Essen, Nürnberg und Hamburg. 

Konsequenz in der Klima‐ und Energiepolitik gefordert:  Strompreis muss  weiter sinken

 „2020 wird das Jahr der Millionsten Heizungswärmepumpe in Deutschland und es könnte, wenn die Politik den Weg zur Erreichung der Klimaziele noch konsequenter beschreitet, auch ein Jahr des Umbruchs im Gebäudesektor werden“, hofft Waning. Denn bislang passiert im Bestand in Sachen Heizungstausch immer noch viel zu wenig. „Teurer Strom und billige fossile Brennstoffe sind nach wie vor das größte Hindernis für den Erfolg der Wärmewende. Wissenschaft, Kohlekommission und Industrieverbände verweisen eindringlich auf die hohen Stromkosten für private Haushalte. In keinem anderen Land der EU kostet Strom so viel wie in Deutschland. „Die geplante Senkung der EEG‐Umlage im Zuge des nationalen Brennstoffemissionshandels ist ein wichtiger Impuls – der Preisunterschied zwischen fossilen Energieträgern und erneuerbarem Strom ist aber nach wie vor zu hoch“, so Paul Waning.  

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Musil schrieb: Hallo, bei IP44 wirst Du nach dem nächsten richtigen Regen vereinsamen. Deine Frau ist außer Haus (ohne Schlüssel) und versucht zu klingeln und zu klingeln... Ob das jetzt eine Katastrophe wäre, kann...
JanRi schrieb: Hallo, Was habe ich mir darunter vorzustellen? Das klingt nach irgendwelchem teuren Zeugs, das quasi nichts bringt. Mit SmartGrid (hat quasi jede moderne WP), ein paar Kabeln und den Relais eines...
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